„Du bist ein liebenswerter Mensch.“ – Diesen Satz schreibe ich in den letzten Wochen immer wieder einem guten Freund. Er steckt mitten in einer schweren Trennung und braucht Zuspruch. Wer einmal vor den Scherben einer Beziehung stand, weiß, wie sehr Worte manchmal tragen können.

Auch Jan Fleischhauer beschreibt in seinem autobiographischen Roman „Alles ist besser als noch ein Tag mit dir“ die dunkelste Zeit seines Lebens: seine Scheidung. Rückblickend wünschte er sich jemanden, der ihm unermüdlich zuflüsterte, er sei ein liebenswerter Mensch. Ein einfacher Satz, er viel bewirkt.

Scheidung verarbeiten: Wie ein Buch dich begleiten kann

Liebe macht mehr Vergnügen als die Ehe. Romane sind auch unterhaltender als die Geschichte.

So schrieb im 18.Jahrhundert Nicolas Chamfort. Ich mag ja die Franzosen und ihre Literatur. Sie ist oft klug und witzig, allzuoft aber auch zynisch. Warum also nicht zur Literatur greifen? 

Eine Scheidung fühlt sich oft an wie ein Sturz ins Bodenlose. Verletzlichkeit, Chaos, Scham, Wut – kaum jemand kennt uns so gut wie der Ex-Partner, und deshalb treffen die Stiche tiefer als anderswo. Genau in dieser Phase kann es helfen, in den Erfahrungen anderer Menschen ein Spiegelbild der eigenen Gefühle zu finden.

Fleischhauers Buch ist kein klassischer Ratgeber, eher ein persönlicher Rückblick. Aber gerade darin liegt sein Wert: Man erkennt, dass man mit Verzweiflung, Selbstzweifeln und widersprüchlichen Gedanken nicht allein ist.

„Die Gewissheit, nicht allein zu stehen, spendet Trost. Wenn es anderen genauso geht wie einem selber, kann man sich sagen, dass man nicht der einzige Trottel ist, dessen Welt gerade in Scherben fällt.“

Dieses Zitat zeigt, wie Humor und Selbstironie inmitten einer Krise entlastend wirken können.

Scheidung: Wut, Frust, Enttäuschung – und irgendwann ein Neuanfang

Wer sich durch Foren und Erfahrungsberichte klickt, stößt fast zwangsläufig auf massive Wut, tiefe Frustration und unzählige Enttäuschungen. Das Buch kann hier wie eine kleine Pause wirken – ein Rückzug in eine Sprache, die den Schmerz benennt, aber auch mit einem Schmunzeln begleitet.

Natürlich ersetzt keine Lektüre eine Therapie, ein Gespräch mit Freunden oder professionelle Unterstützung. Doch Bücher können eine Art Zwischenschritt sein: Sie helfen, die eigenen Gefühle zu sortieren, bevor man sie mit anderen teilt.

Vom Ende zur Entliebungsgeschichte

Jede Trennung ist auch eine „Entliebungsgeschichte“. Das Ende einer gemeinsamen Liebe ist selten ohne Reue und Enttäuschung. Erst mit der Zeit wird aus dem „Danach“ ein „Davor“ und irgendwann entsteht Raum für Neues.

Die Frage bleibt:

  • Wie geht es weiter?

  • Kann ich wieder vertrauen?

  • Lohnt es sich, wieder zu heiraten?

Antworten darauf findet niemand sofort. Aber Geschichten wie diese können Mut machen, den ersten Schritt aus der Schockstarre heraus zu wagen.

Eine Scheidung, ein Buch.

Dieses Buch kann Begleitung sein: humorvoll, ehrlich und manchmal schonungslos. Wer mitten im Chaos steckt, spürt beim Lesen:

„So allein bin ich nicht.“

Und genau darum geht es in Zeiten der Trennung: nicht den Glauben zu verlieren, dass hinter den Scherben irgendwann ein Neuanfang wartet.

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Was erwartest du eigentlich von mir?

Es ist schwierig eigene Erwartungen loszulassen. Ich würde jedoch behaupten, dass es noch viel schwieriger ist, die Erwartungen anderer zu hinterfragen und beiseite zu tun. Wie kann es klappen?

Wie fühlt sich eine Scheidung an?

Kannst du deine Trennung oder Scheidung mit Humor nehmen? Nein? Dann geht es dir wie den meisten. Und doch …

Alltagsrassismus verstehen & Mikroaggressionen erkennen: Bücher für weiße Leser*innen

Bücher über Alltagsrassismus: Perspektiven verstehen, Mikroaggressionen erkennen und lernen, wie weiße Leser*innen Verantwortung übernehmen können.

Die Sehnsucht nach Liebe

Liebe verändert uns und sie leitet uns. Manchmal hinterlässt sie Chaos und oft macht sie uns verletzlich.

Falsche Männlichkeit: das große Missverständnis

Männer müssen so und so sein. Neben Vorurteilen und Unterstellungen prägen eine Menge Erwartungen unsere Gender-Vorstellungen und skizzieren klare Rollenbilder, die im Grunde nur falsch sein können.

Leben lernen: Bring Farbe ins Spiel!

Schaust du auch manchmal in den Spiegel und fragst dich, ob dieses Leben noch dein eigenes ist? Kommst du da überhaupt hinterher, bei all den Emails, Terminen und Verpflichtungen? Farbe macht unser Leben nicht nur bunter, sondern auch lebenswerter. Probier es aus!

Du darfst vor allem nicht resignieren!

Was würdest du tun, wenn ich dir genug Geld gäbe, um vielleicht zwei Jahre gut über die Runden zu kommen und dazu noch ein Ticket in eine Metropole deiner Wahl? Würdest du dein Leben nochmal ganz neu denken und gestalten?

Flucht verstehen: Können wir das?

Um Krieg und Flucht zu verstehen, müssen wir zuhören. Dieses Buch gibt uns die Möglichkeit dazu.

Wenn Familie weh tut

Familie. Die Vielschichtigkeit dieses Begriffs muss nicht erwähnt werden. Den einen ist sie Freud, den anderen Leid und hin und wieder verschmelzen beide Ebenen, sodass sie kaum noch zu unterscheiden sind.

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

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