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Multiple Sklerose und trotzdem!

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Titel: „Alles wie immer, nichts wie sonst“

Autorin: Julia Hubinger
Verlag: Eden Books

 

Gesundheit ist in den meisten Fällen ein Gut, das erst wertgeschätzt wird, wenn sie nicht mehr selbstverständlich ist. Gesundheit ist auch ein Geschenk, das nicht alle Menschen bekommen und wenn wir mal genauer darüber nachdenken, wird uns klar, das auch Menschen, die nicht gesund sind, ein schönes Leben wollen und verdienen. Julia Hubinger ist mit dreißig an Multipler Sklerose erkrankt und schreibt darüber in ihrem Buch “Alles wie immer, nichts wie sonst”. Ein kritisches, aber auch ein optimistisches Buch, das Mut macht, Kraft schenkt und vor allem Betroffenen und Angehörigen ganz viel Unterstützung bietet.

Frau steht in der Kälte

“Die MS ist neben der Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Krankheiten bei jungen Erwachsenen und von erheblicher sozialmedizinischer Bedeutung. Die Krankheit ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen oft günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen.” Quelle: Wikipedia

Multiple Sklerose verändert dich

Ein erster Blick auf das Buchcover verrät uns Leserinnen und Lesern ein wichtiges Detail: Julia Hubinger, die an MS erkrankte Autorin des Buches, ist ein lebensfroher Mensch und bescheinigt das mit einem breiten Lächeln.

Julia Hubinger ist auch eine Frau in den besten Jahren. Sie ist Bloggerin, Mutter und sie ist Optimistin. Denn sie hat Multiple Sklerose und lebt ihr Leben in vollen Zügen. Hubinger schreibt:

“Mein Leben hat sich komplett geändert. Es wäre wahrscheinlich nicht dasselbe geworden ohne die MS. Aber es ist gut so, wie es ist – trotz der Krankheit. Manchmal macht es mich etwas traurig, dass erst so ein Schicksalsschlag kommen musste, damit ich erkenne, welch tolles Leben ich führen kann, wenn ich nur bereit dafür bin.”

Frau mit MeloneDiagnose MS

Natürlich war auch für Julia Hubinger die Diagnose erstmal wie ein Schlag in die Magenkuhle.

“Am liebsten möchte ich nicht mehr da sein, mich mit der multiplen Sklerose nicht auseinandersetzen, mit ihr nichts zu tun haben, sondern mich einfach verstecken vor ihr. Vielleicht vergisst sie mich dann ja. Ich will nicht krank sein! Das bin doch nicht ich. Ich bin nicht Julia, Anfang dreißig und krank. Das ist eine andere Person. Aber nicht ich!”

Julia erfährt dann jedoch, dass die Krankheit bei allen Betroffenen sehr unterschiedlich verläuft, Prognosen schwer zu stellen sind und trotz Diagnose nicht schlagartig ihr Leben aufhört.

Ein starkes “trotzdem”

Das Leben wird anders, aber es wird weiter gelebt und gemeinsam mit ihrem Mann Paul entscheidet sie sich, dass die MS nicht ständig und komplett ihr Leben bestimmen soll. Auch der Kinderwunsch soll unbedingt noch in Erfüllung gehen.

Die Autorin lässt uns in ihrem Buch ziemlich nah ran an ihre Erfahrungen, Gedanken und Emotionen. Träume werden nicht automatisch verbannt, nicht alle Bedürfnisse versagt und vor allem: Es wird nicht allen zugehört, die glauben, sie müssten der kranken Frau nun vorschreiben, wie sie zu leben habe.

Lebensfreude, Optimismus und Mut

Mit dem schlauen Untertitel “Mein fast normales Leben mit multipler Sklerose.” leitet Julia Hubinger einen selbstbewussten, kritischen und reflektierten Erfahrungsbericht ein, der wahnsinnig viel Lebensfreude, Optimismus und Mut enthält.

Eine wichtige Lektüre für alle, die mit einer Krankheit leben und trotzdem nicht aufgeben wollen.

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