Boom!

Babyboom!

Ich bin nicht sicher, ob es nur meine Freunde sind oder ob sich das statistisch bestätigen ließe: überall werden Kinder gezeugt. Ganz viele Pärchen bekommen gerade Nachwuchs und treten damit in eine völlig neue, veränderte Lebensphase ein. Verheiratete Pärchen, in wilder Ehe lebende und die ganz taffen: Alleinerziehende.

Manche von ihnen bekommen auch schon das zweite oder sogar dritte Kind und selbst dann verändert sich wieder vieles im Leben.

Gemischte Gefühle

Mein Respekt gilt allen Eltern, weiß ich doch um die Entbehrungen, Strapazen und Herausforderungen. Aber wollen wir mal nicht so negativ an die ganze Sache herangehen. Wenn du sagen kannst “Ich bin schwanger.”, dann bedeutet das in aller Regel auch ein großes Glück.

Du wirst Mutter und bringst bald eine kleine Erdenbürgerin oder einen Erdenbürger oder in einigen seltenen Fällen sogar beides zur Welt. Die Schwangerschaft ist eine Lebensphase, die von vielen extremen Emotionen begleitet wird.

Extrem können sie nach oben, aber auch nach unten verlaufen. Viele aufregende Dinge passieren und darunter besonders viele, die in deinem Leben Premiere feiern.

Vielleicht gab es schon lange einen Kinderwunsch, vielleicht bist du auch völlig überrascht. Der Schwangerschaftstest war positiv, du hast dir einen Schwangerschaftskalender zugelegt und der Geburtstermin wurde auch schon berechnet. Bestimmt bist du bereits informiert, dass die “9 Monate”, von denen oft die Rede ist, nicht die exakte Zeitspanne darstellen und hast bereits Termine für den Ultraschall gemacht.

Du bist vorbereitet auf ganz viele Dinge, manches lässt du auf dich zukommen und wahnsinnig viel ist auch noch ungewiss. So ist das immer. Bei allen. Sorge dich nicht.

Sprich mir bitte nach: Ich werde mich nicht sorgen.

Das sagt sich so einfach. Geht es doch um ein Menschenleben. Dein kleines Menschenleben. Klar sorgst du dich. Du möchtest alles richtig machen, die Fehler deiner Eltern vermeiden, nur das Beste für dein Baby. Mein Baby. Wie schön das klingt.

Trotz allem bitte lachen

Werfen wir einen Blick auf die Literatur: Max und Maja erwarten auch Nachwuchs. “Die Schwangerschaft des Max Leif” von Juliane Käppler ist der Roman, der es schaffen wird, dir bei all deinen Herausforderungen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Lächeln bedeutet Entspannung und Entspannung führt zu weniger Chaos im Kopf.

Unser Protagonist Max ist nicht wirklich schwanger, denn im Buch geht es keineswegs um unglaubliche Wunder der Natur, sondern um einen männlichen Hypochonder, der einigen Leserinnen und Lesern womöglich bereits aus dem Roman “Die sieben Tode des Max Leif” bekannt ist.

Maja ist selbst schwanger und genervt. Nicht etwa genervt von dem kleinen Wesen, das in ihrem Körper heranwächst, sondern von ihrem Mann, der unablässig Gefahren und Risiken sieht und Maja damit in den Wahnsinn treibt.

“Ich habe eine zweite Berufung: Seit gestern Nacht sehe ich mich nicht mehr nur als Musiklehrer, sondern auch als Manager. Das muss ich sein, um die verschiedenen Phasen einer Schwangerschaft wortwörtlich managen zu können, wobei eine Menge Flexibilität sowie ein dickes Fell gefragt sind – sagt ein Online-Ratgeber für werdende Väter, den ich nun doch befragt habe. ICH MUSS EINFACH WISSEN, WAS WANN ABGEHT.”

Die Großbuchstaben sind im Buch nicht wirklich groß. Aber ich fand, dass es so den Ton, die Zweifel, die Unruhe von Max ganz besonders betont.

Es ist gut, dass alle beteiligten Elternteile sich kümmern, mitorganisieren, unterstützen und ganz einfach Verantwortung übernehmen. Im Fall von Max, der vielleicht nicht mehr damit gerechnet hatte noch Vater zu werden – ist er doch schon über 40 – lässt sich leider nicht mehr nur von gesunder Verantwortung sprechen.

Kontrollzwang trifft es schon eher.

Und unter dem muss Maja leiden. Dabei ist Max kein Despot. Er gängelt Maja nicht, will ihr nicht absichtlich das Leben schwer machen, aber er kann nicht anders und sorgt sich einfach um alles. Das wird natürlich nicht besser, als Max und Maja erfahren, dass sie Zwillinge erfahren.

Max liebt Studien zu allen Themen und managt auf dieser Grundlage Majas Schwangerschaft.

“Maja möchte Fastfood. Sie hat einen Zahn darauf, wie sie behauptet, als wir am Donnerstagabend nach dem Kling Klang auf dem Heimweg sind. Zwar ist das eine Abwechslung zu den ständigen Tomaten, aber nein, nein und nochmals nein! Duddy Ralf hat mir eine Studie gezeigt, laut der Schwangere, die übermäßig viel Fastfood essen, möglicherweise Fastfood-Junkies zur Welt bringen, weil die Inhaltsstoffe des sorglos zubereiteten Essens gewisse Opi-Dinger in ihrem Hirn träge werden lasse.”

Die Autorin Käppler präsentiert das gefährliche Halbwissen von Max im Roman immer auf liebevolle skurril-komische Weise. Als Leserin hege ich Sympathie mit unserem Protagonisten, kann aber auch über ihn und seine Marotten schmunzeln.

Liebevoll und amüsant

Liebevoll ist auch sein Verhältnis zu Maja, die das für Schwangere übliche Wechselbad der Gefühle durchlebt. Vieles am Roman gefällt mir sehr gut. Da ist zum Beispiel der frische, humorvolle Stil, der jedoch nicht albern wirkt. Zum anderen beweist Käppler eine Lebensklugheit und Menschenkenntnis, die zu gut ausgefeilten Charakteren führt und auch über recht kreative Handlungssträngen hinwegsehen lässt.

Eine weitere Heldin der Geschichte ist die Putzfrau, die du wie Maja und Max sicher schnell in dein Herz schließen wirst. Die Geschichte ist kurzweilig und wird dir beim Abschalten sicher behilflich sein.

Wenn du gerade schwanger bist, dann erhältst du doch eh auf allen Kanälen Tipps, Tricks, Ratschläge und die meisten davon ungefragt. Nichts liegt dann ferner, als noch einen Roman zu lesen, der dich darüber belehrt, wie dein Leben als Schwangere auszusehen hat.

“Die Schwangerschaft des Max Leif” holt dir deine Mündigkeit zurück, gibt Selbstvertrauen und stärkt deinen Glauben ins Leben, deine Partnerin oder deinen Partner und vor allem in dich selbst. Denn nach all den unerwarteten Strapazen und Wagnissen resümiert auch Max mit Stolz:

Perfekt. Welche Herausforderungen da auch immer kommen mögen, ich bin bereit für jede einzelne. Wie abwechslungsreich sie sein können, das habe ich in den vergangenen neun Monaten gelernt. Das Leben wäre langweilig ohne.”

Dir, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich nicht nur eine schöne Lektüre, sondern eine besonders erkenntnisreiche und spannende Schwangerschaft.

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Schwanger? Mach dich doch nicht verrückt!

Die Schwangerschaft ist eine Lebensphase, die von vielen extremen Emotionen begleitet wird. Extrem können sie nach oben, aber auch nach unten verlaufen. Wichtig ist: Mach dich nicht wahnsinnig, aber lass dich auch nicht wahnsinnig machen.

Auf diese Aufgaben bereitet das Leben nicht vor

Alle Eltern werden irgendwann alt und manche im Alter sogar krank. Oft werden dann die Rollen getauscht und …

Ständig auf der Durchreise. Aber wohin?

Motiviert und positiv das Leben anzunehmen ist zwar ein wichtiges Gut, aber von vielen Seiten werden uns Erkenntnisse geliefert, die oft einem verklärten Bild des Lebens entspringen. Jedoch nicht dem realen Alltag mit all seinen Fallstricken und Hindernissen.

Wenn nichts mehr geht

Der ewige Druck zu funktionieren und die unsichtbare Gewalt, die dich daran hindert. Wer soll das verstehen, wenn er es nicht selbst erlebt hat?

Hast du denn gar keine Phantasie?

Niemand möchte hören “Jetzt entspann dich doch mal!” Selten gehen solche Aufforderungen mit konstruktiven Tipps einher, wie wir das anstellen sollen. Dieses Buch kann helfen.

Du darfst vor allem nicht resignieren!

Was würdest du tun, wenn ich dir genug Geld gäbe, um vielleicht zwei Jahre gut über die Runden zu kommen und dazu noch ein Ticket in eine Metropole deiner Wahl? Würdest du dein Leben nochmal ganz neu denken und gestalten?

Einfach mal gut sein lassen

Wir können nicht immer alles richtig machen. Und zu einem schlechten Menschen macht uns das schon gar nicht. Aber leicht ist es eben auch nicht immer, bewusst nicht das Richtige zu tun.

Was ist Heimat für dich?

Heimat wird bei uns meist mit einem Raum verbunden, in den wir hineingeboren werden. Oder ein Ort, den wir schon lange bewohnen und der ein Wohlgefühl in uns auslöst. Manchmal widersprechen sich diese Herangehensweisen.

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich … Verliebt in eine Heterofrau?

Du bist lesbisch. Sie nicht. Trotzdem geht sie dir nicht mehr aus dem Kopf.

Stelle dir diese Frage: Wie wichtig nimmst du dich wirklich?

Warum tun wir uns eigentlich oft so schwer dabei, uns selbst wichtig zu nehmen? Warum ist Selbstwertschätzung nicht selbstverständlich? Du willst dich selbst wichtig nehmen? Dieser Roman hilft dir dabei.

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