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Bücher, die uns zum Nachdenken anregen

Wir wollen ja etwas ändern, wir wollen UNS ändern, wir wollen die Welt verändern. Die Welt da draußen (und in uns) ist leider in vielerlei Hinsicht besorgniserregend. Menschen werden diskriminiert, das Klima zerstört, es wird nicht zugehört und nicht ausreichend gehandelt. Die Gesellschaft ist erkrankt an Vorurteilen, Scheuklappen und Ignoranz. Was tun?

Bücher, die uns bewusster leben lassen

Bücher helfen uns beim Wachstum

Wir müssen dem bewusst etwas entgegenhalten. Wir sollten neugierig bleiben, uns weiterbilden, zuhören und auch aktiv werden. Bücher sind bei dieser Aufgabe wie Verbündete. Sie bieten uns den Schutz der Zurückgezogenheit. Sie schenken Ruhe und beantworten geduldig all unsere Fragen. Sie ermöglichen vor allem auch, neue Fragen zu stellen.

Ich wünsche dir viel Spaß mit diesen fünf Büchern, die uns zum Nachdenken anregen. Sie stellen Fragen. Sie beantworten auch einige. Und wirklich toll: Sie nehmen dich mit auf eine spannende Reise in wichtige Wissensgebiete. Manchmal einfühlsam, manchmal offensiver. Bleib neugierig!

“Die Psychotische Gesellschaft” von Ariadne von Schirach

Buchcover
Ariadne von Schirach ist eine Philosophin, die die Probleme unserer Zeit unter die Lupe nimmt. Vielleicht hast du schon ihr Literaturpower-Interview für „Person des öffentlichen Lesens“ gelesen? Nein? Dann hole das unbedingt nach! Ihr Werk mit dem Untertitel “Wie wir Angst und Ohnmacht überwinden” beschäftigt sich mit der Ökonomisierung der Welt und sie fragt: Wo bleibt da noch Platz für uns und unsere Bedürfnisse? Wir erleben eine “kollektive Identitätskrise” und leben in einer Gesellschaft, die unfähig geworden ist, mit sich und anderen “bewusst, wertschätzend und angemessen umzugehen”. Es gibt jedoch Wege daraus.

“Ein Kind sieht die Welt neu und schafft sich damit eine neue Welt. Aber auch diese neue Heimat ist und bleibt vorläufig, denn nichts hat Bestand in der wechselhaften Dauer des Lebens. […] Diese unbekümmerte Lebenslust erinnert auch uns Ältere daran, dass wir in Wahrheit viel weniger wissen, als wir denken. Und dass genau darin unsere Freiheit liegt, alles zu hinterfragen und immer wieder neu und anders zu sehen.”

“Dear Discrimination” von Wirmuesstenmalreden + Hannah Marc

Buchcover   Vom Klappentext: “Dear Discrimination ist deine Chance marginalisierten Stimmen zuzuhören und die eigenen internalisierten Diskriminierungsformen zu erkennen, zu analysieren und daran zu arbeiten, sie zu vermeiden.” Im Grunde ist dieses Buch genau das, was ich schon seit Längerem gesucht habe. Ich wollte ein Sachbuch, welches mir gut verständlich aufzeigt, was ich selbst im Alltag anders machen muss und was ich vielleicht aktuell falsch mache. Ich wollte einbezogen werden und nicht nur sehr theoretisch über Antirassismus lesen. Und ich wollte mich verstanden fühlen. Ich möchte ja Dinge anders machen, aber wo fange ich an? Danke für diesen “Ally Guide”, der mir wichtige Wege aufzeigt, aktiv zu werden. Übrigens richtig toll ist auch der Awareness-Glossar, in dem ich wichtige Begriffe nachschlagen kann.

“Es ist ja vor allem auch ein Prozess des Entlernens und schwierig, Werte bewusst zu vergessen, die dir als richtig vorgelebt worden sind. Und auch wenn du weniger Fehler machst, lebst du in einer Welt, die in der Breite leider noch nicht das nötige Bewusstsein dafür hat, Rassismus als gesamtgesellschaftliches Problem zu benennen und systematisch anzugehen – nämlich strukturell und institutionell, auf Ebene von Politik und Bildung.”

“Ich bin Linus” von Linus Giese

Buchcover   Hab ich mir gedacht, dass dieses Buch wirklich gut und bewegend wird? Ja. Hab ich gewusst, dass es so gut wird? Nein. Linus Giese beschreibt wie es sich anfühlt die eigene Identität durchsetzen zu müssen. Einunddreißig Jahre kostete es ihn, um laut auszusprechen, dass er ein Mann ist. Was macht sowas mit dir? Wie geht deine Umwelt damit um? Was braucht es, damit es für dich nicht mehr so wichtig ist, wie deine Umwelt damit umgeht?

“Viele haben so etwas wie eine innere Stimme, ein Bauchgefühl. Ich kenne das nicht: Ich habe meine innere Stimme viel zu oft zum Schweigen gebracht. Wenn ich doch mal eine Stimme hören kann, erlaube ich mir oft nicht, ihr zu vertrauen. Ich fürchte mich vor meinen Instinkten. Ich fürchte mich vor Kontrollverlust. Vor unumkehrbaren Fehlern. Als ich mich für mein Coming-out entschied, musste ich die Kontrolle abgeben – ich konnte nicht mehr kontrollieren, wie andere auf mich reagieren.”

“Wenn Männer mir die Welt erklären” von Rebecca Solnit

Buchcover   Lena Dunham bezeichnete dieses Werk als das beste Buch des Jahres. Ich mag Lena Dunham und jetzt mag ich auch Rebecca Solnit. Ihr Buch reißt unsere trügerischen Illusionen auf, dass wir doch schon vieles geschafft hätten. Sie spricht Klartext über Gewalt gegen Frauen, unfaire Machtverhältnisse und all die Missstände, die eben immer noch unsere Gesellschaft beHERRschen. Wir dürfen die Situationen so wie sie ist nicht akzeptieren. Wir müssen aufstehen und laut werden.

“Dabei darf man nicht vergessen, dass ich in meinem Recht, zu denken und mich zu äußern, deutlich mehr bestärkt worden bin als die meisten Frauen, und ich habe gelernt, dass ein gewisses Maß an Selbstzweifel hilfreich ist, um sich zu korrigieren, zu verstehen, zuzuhören und sich weiterzuentwickeln – zu viel Selbstzweifel jedoch wirkt lähmend, und uneingeschränktes Selbstvertrauen bringt arrogante Idioten hervor.”

“Wir sind das Klima!” von Jonathan Safran Foer

Buchcover   Jonathan Safran Foer schreibt Schinken. Seine Bücher sind richtig dick und das vermutlich, weil er immer versucht ist, seine Thesen mit sehr viel Hintergrundwissen zu stützen. Trotzdem schwingt in “Wir sind das Klima!” ein skeptischer Ton mit. Foer beschreibt, dass selbst bei ihm die Dringlichkeit der Klimakrise noch nicht so angekommen ist, wie sie es sein sollte. Warum? Weil es zu leicht ist wegzuschauen. Wir haben viele Optionen dem Thema nicht alltäglich in die Augen zu sehen und genau da liegt das Problem. Wir machen die Klimakrise nicht zu unserer ganz persönlichen Krise. Dabei sind eben doch wir Menschen, unser Konsum, unser Verhalten das Problem. Wir müssen bei unserem Frühstück anfangen und unseren Lebensentscheidungen aufhören. Wir sind das Klima und unsere Welt ist in Gefahr. Wegschauen dürfen wir jetzt nicht mehr.

“Es ist schwer, sich ein vergänglicheres Kulturprodukt zu denken als einen Atemzug. Doch es ist unmöglich, sich ein beständigeres zu denken.”

Bücher regen zum Nachdenken an

Bewusst leben und lernen durch Bücher

Im Grunde fällt es mir richtig schwer so einen Artikel zu schreiben und zu sagen: „Schaut euch mal wieder Bücher an mit all diesen wichtigen Themen. Beschäftigt euch unbedingt damit.“ Diese Themen sollten nicht nebeneinander aufgelistet werden, so als ob wir uns heute mal mit Antirassismus beschäftigen, morgen mit Transidentität und Feminismus, übermorgen mit der Klimakrise. All diese Themen sind überlebenswichtig für unsere Gesellschaft. Aber irgendwo müssen wir anfangen oder weitermachen. Beides ist unabdingbar.

Ich bin froh, dass es starke und schlaue Menschen gibt, die so starke und schlaue, bereichernde Bücher schreiben, um uns bei unserer Weiterentwicklung zu helfen. Sie helfen uns beim Wachsen, sie sensibilisieren uns, machen aufmerksam und reißen auch mal aus dem süßen Schlaf der Illusionen. Ich träume gerne, aber noch lieber wache ich auf und lebe bewusst.

Bücher, die dir helfen dein Leben zu verändern?

Hier geht's zum Motivations-Paket!

Verletzlich und doch stark sein

Du kannst verletzlich und trotzdem stark sein. Wusstest du das? Aber wenn du stark sein musst, dann sei es doch bitte für dich!

Warum machst du dir eigentlich solche Sorgen?

“Sorgen sind wie ein Schaukelstuhl. Sie halten dich beschäftigt, aber du kommst nicht voran.” In diesem Artikel wird es um solche Sorgen und das damit verbundene Grübeln gehen. Darum, warum sich die vielen Sorgen oft nicht lohnen und wie wir das Leben stattdessen angehen können.

Einfach mehr erleben

Was brauchst du, um endlich den Schritt nach draußen zu wagen? Wetterfeste Kleidung? Motivierende Zitate oder jemanden, der dich an die Hand nimmt und sagt: “Los geht’s!”? Nun, ich kann dir alles auf einmal bieten.

Gib dich nicht für ihn auf!

Die Liebe vermag Berge zu versetzen. Sie kann uns einen Sinn im Leben geben, Kraft schenken und Richtung weisen. Manchmal jedoch, macht sie uns auch kaputt … Nicht alles, was wie Liebe aussieht und sich wie Liebe anfühlt, ist auch gut für uns.

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen

Niemand ist immer nur zufrieden mit seinem Leben. Klar wollen wir bewusster leben. Und unsere Zeit nicht verschwenden.

Lebendig: Ich möchte wieder etwas fühlen

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig lebendig gefühlt? Wann hast du das letzte Mal tief aus dem Bauch heraus gelacht oder so richtig schmerzvoll geweint? Fällt es dir leicht oder schwer, die eigenen Gefühle zu identifizieren und auch zuzulassen?

Lesbisch, einsam und lebenshungrig

Versagensängste in der Familie kennen wir. Wir kennen auch die Frustration, die mit nicht erfüllter Sexualität einhergeht und die Scham und Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit. Oft genug kommt leider alles zusammen.

Das willst du wirklich

Warum gehst du eigentlich oft so pessimistisch an die Dinge heran? Warum fällt es uns so schwer positiv zu bleiben und …

Du musst deine Eltern nicht retten!

Gerade wenn es um die eigenen Eltern geht, scheuen viele von uns die Auseinandersetzung. Wir sind aber alle Töchter und Söhne und die familiären Beziehungen haben ihre Spuren in unserem Leben hinterlassen.

Wie schön muss ich sein?

Spieglein, Spieglein, muss ich mir wirklich die Beine rasieren? Oder die Augenbrauen zupfen? Soll ich meine Fingernägel lackieren oder besser meinen Po trainieren?

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