5 Bücher, die Frauen Mut machen

5 Bücher, die Frauen Mut machen

5 Bücher, die Frauen Mut machen

Manchmal wird der Internationale Frauentag auch als “Frauenkampftag” bezeichnet. Ich finde das berechtigt und bin froh, dass es viele Frauen, Männer und Personen anderer diverser Geschlechter gibt, die stetig und engagiert für Frauenrechte und Gleichberechtigung kämpfen. Mir persönlich fehlt dieser Tage aber fürs Kämpfen die Energie. Ich möchte mich mit Decke, Keksen und E-Reader auf dem Sofa einkuscheln und hey, das darf ich auch! Meine diesjährigen Lese-Empfehlungen zum Internationalen Frauentag bekommt ihr aber in jedem Fall. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

drei Frauen

Buchcover

“Egoistin” von Renate Georgy

Frauen kümmern sich oft und viel um andere Menschen. Aber wie sieht es damit aus, wenn sie für sich selbst einstehen sollen, die eigenen Bedürfnisse wichtig nehmen und auch mal gegen andere Forderungen durchsetzen? Nicht immer gut, leider. Renate Georgy, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht, hat jahrelang mit angesehen, wie Frauen benachteiligt wurden und sich nicht zuletzt selbst benachteiligt haben. Heute coacht sie Frauen und möchte mit diesem Buch den gesunden Egoismus einer jeden Frau stärken. Der starke Untertitel des Buches: “Wie Frauen endlich aufhören, es allen recht zu machen”.

Buccover “Bad Behavior” – von Mary Gaitskill

Schlechter Umgang. Suchen wir den manchmal bewusst? Macht er das Leben spannender, aufregender, lebenswerter? Darüber möchte ich nicht urteilen, aber dieses Buch, wow! Eine Achterbahn der befreiten Sexualität, ein Regelwerk weiblich-sexueller Abgründe (die männlichen kennen wir ja schon) und eine augenöffnende, sowie Seelen-spiegelnde Fibel. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, musste immer mal wieder schmunzeln und dann doch den Kopf schütteln, wenn ich mich selbst ein wenig ertappt gefühlt habe. Ein Werk, das in den 80ern seiner Zeit weit voraus war und nun vom Aufbau-Verlag neu aufgelegt wurde. Viel Spaß mit dieser besonderen Lektüre.

Buchcover “Mama Superstar” von Melisa Manrique und Manik Chander

Frauen haben es schwerer. Das ist schon mal ein Fakt. Frauen, die dann auch noch ihre Heimat verlassen, um z.B. in Deutschland ein neues Leben zu beginnen, stehen noch vor ganz anderen Herausforderungen. Dieses Mut machende, motivierende und unwahrscheinlich inspirierende Buch habe ich sehr gerne gelesen. Es handelt von Frauen, die für sich einstehen, die Dinge anders machen und die sehr festgefahrene Strukturen aufbrechen. 11 Töchter erzählen, warum sie stolz auf ihre Mütter sind. Bewegend, berührend, mitreißend.

Buchcover “Schönheit” von Kerascoët und Hubert

“Ohlala!”, kann ich da nur sagen. Noch bin ich nicht ganz durch, aber ich möchte es euch unbedingt vorstellen, deshalb hier schon meine ersten Leseeindrücke von diesem beeindruckenden Comic. Nunja … es brodelt in mir. Mit Zynismus kann ich im wahren Leben nur ganz schwer umgehen und auch belletristische Werke mit sehr schwarzem Humor oder hohem Ironie-Gehalt haben bei mir kein leichtes Spiel. Und dieses Werk … ich zitiere den Klappentext: “Wird Morues anbetungswürdige Anmut ihr das so sehnlich erhoffte Leben gewähren? Und um welchen Preis? Mitreißend und voll rabenschwarzen Humors hinterfragen Hubert und Kerascoët in ihrem opulenten Feenmärchen das allseitige Streben nach Schönheit.”
Es ist ein Märchen, die Bilder sind schön, die Geschichte unterhaltsam und ja, ich gebe zu, die Lehre aufwühlend, dramatisch und herrlich (ähh … fraulich) geladen. Eine Lese-Empfehlung von mir, aber sicher eine, die dich noch wütender auf hiesige gesellschaftliche Rollenbilder und Schönheitsideale zurücklässt.

Buchcover “Three Women” von Lisa Taddeo

Acht (8!!!) Jahre lang hat die Autorin drei Frauen begleitet, ist sogar in deren Nähe gezogen, hat Interviews geführt und detailliert recherchiert, wie es um das Begehren von Frauen steht. Es ist, und das betont die Autorin gleich zu Beginn, kein fiktionales Werk. Die Geschichten sind echt, authentisch. Und sie stehen für viele andere Frauen in dieser Welt. Dass Männer begehren ist allgegenwärtig. Wie Männer begehren – nun, zumindest gibt es dazu zahlreiche Vorurteile, gefestigte Meinungen und Mutmaßungen. Wenige Themen sind einerseits so stark tabuisiert und gleichzeitig so oft thematisiert wie die Sexualität. Dass diese Kombination auch zu allerlei Widersprüchen, Fehldarstellungen und aufschäumender Meinungsmache führt, liegt auf der Hand. Werke, die explizit die Lust von Frauen beleuchten, sind wichtig, um aufzuräumen mit Stereotypen und veralteten Rollenbildern. Wir brauchen weiterhin sehr viel Aufklärung und “Three Women” leistet dafür einen bedeutenden Beitrag.

For Women

Ich muss ehrlich sagen, mit Blick auf diese wunderbaren, kraftvollen Werke, regt sich auch in mir wieder mehr Motivation und Stärke. Lesen schenkt eben Energie und manche Werke in besonderem Maße.

Allen Frauen einen wunderbaren 8.März!

Und wer jetzt immer noch nicht genug hat, darf gerne im Artikel vom letzten Jahr stöbern: 7 Bücher, die Frauen stark machen.

zwei Frauen auf Bank

Bücher, die dir helfen dein Leben zu verändern?

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Bücher über transgenerationales Trauma

Bücher über transgenerationales Trauma helfen, familiäre Prägungen zu verstehen, das eigene Verhältnis zu den Eltern zu reflektieren und Wege für Heilung und Selbstannahme zu finden.

Was ist Heimat für dich?

Heimat wird bei uns meist mit einem Raum verbunden, in den wir hineingeboren werden. Oder ein Ort, den wir schon lange bewohnen und der ein Wohlgefühl in uns auslöst. Manchmal widersprechen sich diese Herangehensweisen.

Was andere über mich denken

Befürchtest du manchmal, dass deine Entscheidungen nicht gut genug sind, deine Ideen nicht überzeugen? Lass uns einmal beleuchten, wie viel Anerkennung und Respekt von anderen du wirklich brauchst.

Jetzt konzentrier dich doch endlich mal!

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, den dritten Schritt vor den ersten machen und leicht mal die Spur verlieren. Kennst du das?

Du musst das nicht ertragen

Früher oder später kommt jeder Mensch in eine Situation, die sich nicht gut anfühlt. Manchmal fühlen wir uns dieser Situation einfach irgendwie ausgeliefert.

Das willst du wirklich

Warum gehst du eigentlich oft so pessimistisch an die Dinge heran? Warum fällt es uns so schwer positiv zu bleiben und …

Verliebt in eine Heterofrau?

Du bist lesbisch. Sie nicht. Trotzdem geht sie dir nicht mehr aus dem Kopf.

Wenn noch alles möglich ist

Manchmal fühlen wir uns in einer Situation “eingelockt” und wissen nicht mehr aus noch ein. Die Rahmenbedingungen geben uns das Gefühl der Enge und ein Ausweg ist vielleicht noch nicht sichtbar. Es gibt aber immer Hoffnung.

Wenn Familie weh tut

Familie. Die Vielschichtigkeit dieses Begriffs muss nicht erwähnt werden. Den einen ist sie Freud, den anderen Leid und hin und wieder verschmelzen beide Ebenen, sodass sie kaum noch zu unterscheiden sind.

Was erwartest du eigentlich von mir?

Es ist schwierig eigene Erwartungen loszulassen. Ich würde jedoch behaupten, dass es noch viel schwieriger ist, die Erwartungen anderer zu hinterfragen und beiseite zu tun. Wie kann es klappen?

Helene Bockhorst liest | Interview

Helene Bockhorst liest | Interview

Person des öffentlichen Lesens: Helene Bockhorst

In Büchern steckt das Potenzial, unser Leben zu verändern. Hier verraten dir Menschen aus dem öffentlichen Leben, welche Rolle Bücher und Literatur in ihrem Leben spielen.

Helene Bockhorst

In Büchern steckt das Potenzial, unser Leben zu verändern. Hier verraten dir Menschen aus dem öffentlichen Leben, welche Rolle Bücher und Literatur in ihrem Leben spielen.

Comedian / Kabarettistin und Autorin: Helene Bockhorst ist mit ihrem ersten abendfüllenden Comedy-Soloprogramm “Die fabelhafte Welt der Therapie” auf Tour in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ende März erscheint ihr Debütroman “Die beste Depression der Welt” im Ullstein Verlag.

Foto: © Sascha Moll

Comedian / Kabarettistin und Autorin: Helene Bockhorst ist mit ihrem ersten abendfüllenden Comedy-Soloprogramm “Die fabelhafte Welt der Therapie” auf Tour in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ende März erscheint ihr Debütroman “Die beste Depression der Welt” im Ullstein Verlag.

Foto: © Sascha Moll

Du könntest mit einer Romanfigur einmal die ganze Nacht durchquatschen. Mit wem würdest du das gerne tun und worüber würdet ihr reden?

Mit Eleanor Oliphant aus dem Buch “Eleanor Oliphant is Completely Fine” von Gail Honeyman. Wir würden über Trauma, Scham und Überleben sprechen. Oder mit dem Thomas aus Peter Stamms “Weit über das Land” – über den Wunsch, sich von allen Verpflichtungen zu befreien und alles hinter sich zu lassen. Aber ich bezweifle, dass er Zeit für diese Unterhaltung hätte …

Welchen Ort verbindest du auf besondere Weise mit Literatur? Dieser kann real, virtuell oder ausgedacht sein.

Die Gemeindebücherei Moisburg – dort habe ich mich als Kind nach und nach durch den gesamten Bestand gelesen. Leider habe ich mitbekommen, dass die Bücherei inzwischen geschlossen wurde, in einem Zeitungsartikel stand, zuletzt hätten nur noch 18 erwachsene Leser die Bücherei genutzt. Wie viele Kinder von der Schließung betroffen waren, wurde in dem Artikel nicht erwähnt, ich glaube, weil Kinder keinen oder nur einen sehr kleinen Mitgliedsbeitrag zahlen mussten.

Gib den kommenden 6 Monaten deines Lebens einen eigenen Romantitel!

Das finde ich schwierig, denn ich weiß ja noch gar nicht, wie die nächsten sechs Monate meines Lebens aussehen werden. Besonders wenn ich auf Tour bin, ist jeder Tag anders. Ich würde daher einen möglichst generischen Titel nehmen, wie z.B. “6 Monate aus dem Leben der Helene Bockhorst” 🙂

Ein Mensch, der dir nahesteht, ist kürzlich ausgewandert. Welches Buch schickst du ihm als Erinnerung an dich?

Wahrscheinlich “Die Stunde zwischen Frau und Gitarre”, einfach, weil ich finde, dass das jeder gelesen haben sollte, vor allem Leute, die ein bisschen seltsam sind (und die meisten Menschen, die mir nahestehen, sind ein bisschen seltsam).

Beende den Satz: Lesen ist für mich …

eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und dabei etwas über mich selbst und über andere zu lernen.

Helene Bockhorst

Folge Helene Bockhorst auch auf Instagram, Facebook und auf ihrer Website.

Mama, ich bin stolz auf dich!

Mama, ich bin stolz auf dich!

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Wenn du nicht viel Zeit hast, um den ganzen Artikel zu lesen: Es geht um dieses wunderbare Buch!

Klicke auf das Bild, um dir „Mama Superstar“ auf Amazon anzusehen.

Titel: Mama Superstar

Autorinnen: Melisa Manrique und Manik Chander
Illustratorin: Marta Pucci
Verlag: Migrant Mama

Was passiert, wenn wir alles hinter uns lassen? Die Koffer packen und in ein anderes Land ziehen… Viele Menschen träumen davon, ein neues Leben zu beginnen. Manche verlassen ihre Heimat, weil sie die Lebensumstände dort nicht mehr ertragen und fliehen müssen. Egal warum frau geht: leicht ist es nicht.

Mutter und Tochter

Die Migrant Mamas feiern. Also nicht sie selbst feiern, sondern wir feiern sie. Weil sie toll sind. Weil sie stark sind. Weil sie inspirieren und motivieren. Und genau das zeigen Melisa Manrique und Manik Chander mit ihrem Werk “Mama Superstar”, dass 2019 in Berlin herausgekommen ist.

11 Frauen und ihre Töchter

Melisa und Manik erzählen die Geschichten von 11 Frauen, die vor mehr oder weniger 30 Jahren nach Deutschland gekommen sind. Interviewt wurden sie von ihren Töchtern, die dabei wahrscheinlich noch so einiges über ihre Mütter erfahren durften.

Mein eigenes Leben fühlt sich manchmal sehr deutsch an und dann wiederum sehr international. Deutsch, wenn ich an die Verwaltung, an die Bürokratie und Regeln denke, mit denen wir tagtäglich zu tun haben. Aber glücklicherweise auch international, weil Berlin einfach der Ort für Multikultur ist. Menschen von überall kommen hierher und leben Tür an Tür. 

Ich kann es mir schon gar nicht mehr anders vorstellen. Und weil ich auch beruflich viel mit Menschen aus anderen Nationen zu tun habe, kenne ich auch ein paar der Unsicherheiten und Probleme, denen sie hier begegnen.

“Mercedes hat immer wieder Sätze gehört wie: “Das ist nicht möglich.” Oder: “Das ist nur ein Traum.” Doch solche Sätze konnten ihren tiefen Glauben und ihre Willenskraft nicht beeinflussen.” 

Leider auch Rassismus

Dass Deutsch beispielsweise nicht die einfachste Sprache zu lernen ist, wissen wir. Dass Rassismus vielerorts noch zum Alltag gehört, leider auch. Aber Migration hat viele Seiten. In diesem Buch erfahre ich viel über die Kraft, die Menschen entwickeln, wenn sie vor besondere Herausforderungen gestellt werden.

Welchen Herausforderungen sahen sich diese Frauen gegenüber? Welche Hürden waren zu nehmen und wo haben diese Frauen Support erhalten?

“Vom ersten Tag an war uns klar, dass wir die andere Seite der Migration zeigen müssen. Die Seite der Medaille, die zeigt, dass Migrant*innen besondere Beispiele für Kreativität, Widerstandsfähigkeit, Mut, Spaß und Erfahrungsreichtum sind.” (Aus dem Nachwort des Buches)

SupermamaWo gelebt wird, wird gekocht und gegessen

Ich mag sehr, dass jedes Kapitel mit einem landestypischen Rezept abschließt. Bücher, die eigentlich keine Kochbücher sind und dann doch interessante Gerichte zum Nachkochen bereithalten, begeistern mich immer wieder. Und dieses noch ganz besonders: Jedes Rezept enthält Vorschläge für vegane Alternativen. Yes!

Sehr schön sind auch die Kategorien, in die jedes Kapitel geteilt ist: glücklich, nachdenklich, verblüfft, berührt: genau, was auch die Geschichten in mir als Leserin auslösen. Große Lebensveränderungen wecken etwas in uns, das uns lebendig macht, zugleich aber auch bewusst und achtsam. 

Dieses Buch hat (völlig zu recht) viele begeisterte Bewertungen auf Amazon bekommen. Schau es dir dort doch einfach mal an:

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Bindungsstile verstehen: Die besten Bücher über Attachment, Heilung & sichere Beziehungen

Bindungsstile verstehen, Beziehungen reflektieren: eine Auswahl an Büchern über Attachment, Heilung und sichere Partnerschaften.

Bücher über transgenerationales Trauma

Bücher über transgenerationales Trauma helfen, familiäre Prägungen zu verstehen, das eigene Verhältnis zu den Eltern zu reflektieren und Wege für Heilung und Selbstannahme zu finden.

Wenn Familie weh tut

Familie. Die Vielschichtigkeit dieses Begriffs muss nicht erwähnt werden. Den einen ist sie Freud, den anderen Leid und hin und wieder verschmelzen beide Ebenen, sodass sie kaum noch zu unterscheiden sind.

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

Was du lesen musst, um in der Großstadt zu entspannen

Du liebst die Stadt, obwohl sie dich stresst? Dann lies hier weiter. Du wirst erfahren, wie das richtige Buch dir helfen kann, dem Stress und der Enge der Stadt zu entfliehen.

Wo ist dein Platz in dieser Welt?

Vielleicht wollen wir nicht, dass uns jemand vorschreibt, was wir tun und lassen sollen. Aber manchmal einen Mensch an der Seite, der uns ein bisschen die Richtung weist …

Wie schön muss ich sein?

Spieglein, Spieglein, muss ich mir wirklich die Beine rasieren? Oder die Augenbrauen zupfen? Soll ich meine Fingernägel lackieren oder besser meinen Po trainieren?

Genießt du die Einsamkeit?

Manchmal entscheiden wir uns für Einsamkeit, um Klarheit zu gewinnen, zu uns selbst zu finden, etwas zu genießen, das nicht durch den Einfluss unserer Mitmenschen verfälscht wird.

Feminismus für Männer: Bücher über Männlichkeit, Emotionen und Veränderung

Im Patriarchat werden auch Männer zu Opfern. Erwartungen, Rollenbilder, sozialer Druck …

Welche Lebensfragen stellst du dir?

Wohin führt dich das Leben? Woher kommt all diese Unsicherheit? Manchmal sind wir auf der Suche nach Antworten deren Fragen wir nicht mal kennen und diese Antworten können für uns die Welt bedeuten.

Lesbisch, einsam und lebenshungrig

Lesbisch, einsam und lebenshungrig

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Wenn du nicht viel Zeit hast, um den ganzen Artikel zu lesen: Es geht um dieses wunderbare Buch!

Klicke auf das Bild, um dir „Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ auf Amazon anzusehen.

Titel: Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit

Autorin: Kabi Nagata
Verlag: Carlsen Manga!

Wir kennen dieses Gefühl unseren Eltern gefallen zu wollen und dabei hin und wieder zu versagen. Wir kennen auch die Frustration, die mit nicht erfüllter Sexualität einhergeht und die Scham und Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit. Es ist nicht selten, dass eben jene Konflikte zusammenkommen. In ihrem autobiografischen Manga widmet sich die japanische Comic-Zeichnerin Kabi Nagata dieser Thematik.
Leuchtreklame Erotikladen

Triggerwarnung: Liebe Leserin, lieber Leser, im Artikel wie auch im Comic werden Themen wie Depression, Suizid und Selbstverletzung erwähnt. Solltest du selbst unter solchen Symptomen bzw. Krankheiten leiden und jetzt konkret Hilfe brauchen, kannst du auf dieser Seite über weitere Hilfsangebote nachlesen: Angebote bei akutem Hilfebedarf.

Erwartungen, die uns erdrücken

Kabi Nagata hat mit ihrem Manga “Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit” ein Werk geschaffen, das authentisch, bewegend und schonungslos die Probleme vieler junger Menschen beleuchtet, denen die Gesellschaft mit all ihren Erwartungen schlichtweg zu viel geworden ist. Irgendwann ist es einfach nicht mehr möglich zu funktionieren.

Pro Seite geben vier Panels Aufschluss über die Gefühlswelt einer jungen Frau, die sich selbst nicht akzeptieren kann, ihre eigene Homosexualität kaum eingestehen möchte und an jeglichen Versuchen dazuzugehören scheitert. Sie leidet an schweren seelischen Problemen.

“Die zehn Jahre nach Abschluss der Oberschule verbringt Nagata mit einem Gefühl des Erstickens. Um sich daraus zu befreien, beschließt sie, endlich ihrer sexuellen Neigung nachzugehen und sich in die Arme einer lesbischen Prostituierten zu begeben. Ein offenherziges Bekenntnis einer Frau, die bis an ihre Grenzen geht und mutig neue Wege einschlägt.” (Klappentext)

Frauen intimSexuelle Neigungen und Illusionen

Es ist nicht selten, dass Menschen erst jenseits der Jugend den eigenen sexuellen Neigungen nachgehen. Queer und damit vermeintlich anders zu sein, kommt oft noch herausfordernd hinzu. Die lesbischen Sex-Szenen im Manga dienen vielleicht aus diesem Grund nicht der Erotik, sondern räumen mit der Illusion auf, dass irgendwann alles plötzlich ganz einfach wird.

“In den bisherigen 28 Jahren war Sex für mich tabu gewesen. Jetzt wurde mir klar, dass ich da nicht so schnell umschalten und mir meine Wünsche klarmachen konnte.”

Es wird leichter. Einfach jedoch, wird es nie.

Und so schrieb eine begeisterte Leserin in einem Comic-Forum, dass sich niemand so eine Geschichte einfach ausdenken könne. Nur wer es selbst erlebt habe, würde so echt und lebendig darüber schreiben. Nagata macht sich ihre eigene Lebenserfahrung zu nutze und auch wenn “Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit” nichts für zarte Gemüter ist: unter der Frustration, der Angst und der Scham steckt ein tiefer, inspirierender Lebenshunger.

“Der Kontinent, von dem ich geglaubt hatte, ihn nie betreten zu können … hatte am Abend zuvor an meine bisherige Welt angedockt. Das Atmen fiel mir leichter.”

Das Atmen fiel mir bei der Lektüre tatsächlich nicht immer leichter. Es ist kein Unterhaltungswerk mit Spaßfaktor und in einem Manga über Suizid und Depression zu lesen, kann schon ziemlich erdrückend sein. Manchmal braucht es aber genau solche harten Zeilen und Geschichten, um uns auf- und wachzurütteln. Insofern gebe ich hier eine klare Leseempfehlung.

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Welche Lebensfragen stellst du dir?

Wohin führt dich das Leben? Woher kommt all diese Unsicherheit? Manchmal sind wir auf der Suche nach Antworten deren Fragen wir nicht mal kennen und diese Antworten können für uns die Welt bedeuten.

Schwanger? Mach dich doch nicht verrückt!

Die Schwangerschaft ist eine Lebensphase, die von vielen extremen Emotionen begleitet wird. Extrem können sie nach oben, aber auch nach unten verlaufen. Wichtig ist: Mach dich nicht wahnsinnig, aber lass dich auch nicht wahnsinnig machen.

Wo ist dein Platz in dieser Welt?

Vielleicht wollen wir nicht, dass uns jemand vorschreibt, was wir tun und lassen sollen. Aber manchmal einen Mensch an der Seite, der uns ein bisschen die Richtung weist …

Hab keine Angst vor der Angst

Sehr viele Menschen kennen Panikattacken, verspüren Angstzustände oder sind unsicher, wenn sie vor einer Gruppe reden müssen. Aus Angst vor Stigmatisierung sprechen sie nicht darüber. Franziska Seyboldt schon.

Nicht gegen den Tod, sondern für das Leben entscheiden

Manchmal ist es gut sich zu verkriechen, der Trauer Raum zu geben. Dann kommt aber auch wieder eine Zeit, in der wir Kraft schöpfen. Bist du soweit?

Feministisch denken und argumentieren: Bücher, die echten Support leisten

Feministisch argumentieren stellt dich vor eine Herausforderung? Diese Bücher supporten! Sie zeigen auf, was falsch läuft und sie empowern dort, wo bereits gute Ansätze bestehen.

Verliebt in eine Heterofrau?

Du bist lesbisch. Sie nicht. Trotzdem geht sie dir nicht mehr aus dem Kopf.

Jetzt konzentrier dich doch endlich mal!

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, den dritten Schritt vor den ersten machen und leicht mal die Spur verlieren. Kennst du das?

Frauen und Finanzen: Geld verstehen, investieren & wachsen mit Büchern

Einblicke in Bücher, die meine Geldansichten wandelten. Empfehlungen, um deine Finanzbildung zu vertiefen und finanzielle Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

So wertvoll ist dein Leben

Worte finden für das was manchmal unaussprechlich scheint. Oft sind es Worte, die unsere Gedanken formen. Wie möchtest du deine Gedanken gestalten?

Du bist mir nicht gleichgültig!

Du bist mir nicht gleichgültig!

Du bist mir nicht gleichgültig!

Wenn du nicht viel Zeit hast, um den ganzen Artikel zu lesen: Es geht um dieses wunderbare Buch!

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Titel: „Bruchstücke“

Autorin: Nanae Aoyama
Verlag: cass

Warst du schon mal einem Menschen so richtig gleichgültig und hat dich das zur Weißglut gebracht? Oder gab es bereits jemanden in deinem Leben, der dir mehr Aufmerksamkeit entgegenbrachte als du selbst für sie oder ihn aufbringen konntest? Zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln sich oft nicht synchron und das auszuhalten, müssen wir lernen.

turbulentes Wasser

Von Menschen und Konflikten

Ich mag Literatur, die menschliche und zwischenmenschliche Konflikte ohne großes Drama beleuchtet. Geschichten, die nahe gehen ohne komplett aufzurütteln. Charaktere und Handlungen mit Tiefsinn, aber ohne die Zerrissenheit, die dramatischen Werken anhaftet.

“Mein Vater, von weitem nicht mehr als ein Wattestäbchen, winkte mir zu. So begann der Tag.”

Frau am MeerWer Haruki Murakami gerne liest, kennt vielleicht auch Autor*innen wie Banana Yoshimoto und Hiromi Kawakami, oder sollte zumindest mal einen neugierigen Blick auf ihre Werke werfen. Und jetzt kommt ein neuer Name auf meine Favouritenliste japanischer Literatur:

Nanae Aoyama hat bereits in ihren Zwanzigern renommierte Literaturpreise für ihre Werke erhalten. Die Japanerin lebt in Tokyo und zeichnet in ihren Werken ein nahbares und faszinierendes Bild ihrer Generation.

Achtsamkeit

In “Bruchstücke” bekommen wir drei Kurzgeschichten der Autorin zu lesen, die viel von der japanischen Ruhe und Achtsamkeit vermitteln, dabei jedoch so überlegt und herausfordernd wirken.

“Wieso willst du dich trennen?”
Da Farina hartnäckig schwieg, rüttelte ich sie an der Schulter. Sie sah mich an, als hätte sie mich jetzt erst bemerkt.
“Ich habe mich verliebt. Aber vorher will ich die Sache mit dir aus der Welt schaffen.”

Menschen auf StreifenNeben der Sprache und dem gelassenen – beinahe unbeeindruckten Ton, begeistert mich die Art und Weise wie hier Charaktere und ihre Handlungen völlig skandalfrei und doch so mitreißend skizziert werden. Als Leserin fühle ich mich fast ein bisschen beklommen, so nahe komme ich den Figuren.

Wie geht unbeschwert?

“Was machte die Leute, die hier wohnten, glücklich? Äpfel pflücken, Glühwürmchen beobachten, mit dem Fahrrad herumkurven? Oder verkrochen sie sich trotz dieser friedlichen, sanften Landschaft in ihren Häusern und surften im Internet? Meinen Gedanken nachhängend, schlenderte ich weiter.”

Das Alltägliche bildet in diesen Geschichten den Fokus und das gleichzeitig schwermütig, aber auch unbeschwert. Wie das zusammen gelingen soll? Am Besten, du machst dir selbst ein Bild:

 

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Lies dich sexpositiv: 3 Bücher

Sprichst du offen über Sex? Menschen sind sehr sexuelle Wesen und trotzdem ist unser Verhältnis zu unserem Körper und unserer Lust nicht immer ganz unbefangen.

Frauen und Finanzen: Geld verstehen, investieren & wachsen mit Büchern

Einblicke in Bücher, die meine Geldansichten wandelten. Empfehlungen, um deine Finanzbildung zu vertiefen und finanzielle Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

Höre nicht auf zu wachsen

Stell dir einen Baum vor. Einen großen, prächtigen Baum mit starken Ästen, tiefen Wurzeln und Blättern so dicht, dass du nicht siehst, was dahinter ist. Was wenn du dieser Baum bist?

Leben lernen: Bring Farbe ins Spiel!

Schaust du auch manchmal in den Spiegel und fragst dich, ob dieses Leben noch dein eigenes ist? Kommst du da überhaupt hinterher, bei all den Emails, Terminen und Verpflichtungen? Farbe macht unser Leben nicht nur bunter, sondern auch lebenswerter. Probier es aus!

Was macht dich bloß so resilient?

Wie viele Enttäuschungen verzeihen wir dem Leben? Resilienz ist erlernbar. Wie aber lernen wir aus der Vergangenheit und schauen trotzdem nach vorne?

Wenn Familie weh tut

Familie. Die Vielschichtigkeit dieses Begriffs muss nicht erwähnt werden. Den einen ist sie Freud, den anderen Leid und hin und wieder verschmelzen beide Ebenen, sodass sie kaum noch zu unterscheiden sind.

Alltagsrassismus verstehen & Mikroaggressionen erkennen: Bücher für weiße Leser*innen

Bücher über Alltagsrassismus: Perspektiven verstehen, Mikroaggressionen erkennen und lernen, wie weiße Leser*innen Verantwortung übernehmen können.

Warum machst du dir eigentlich solche Sorgen?

“Sorgen sind wie ein Schaukelstuhl. Sie halten dich beschäftigt, aber du kommst nicht voran.” In diesem Artikel wird es um solche Sorgen und das damit verbundene Grübeln gehen. Darum, warum sich die vielen Sorgen oft nicht lohnen und wie wir das Leben stattdessen angehen können.

Ich wünsche mir Zuwendung

Homophobie, Bindungsunfähigkeit oder die pure Ignoranz… Manchmal leidest du darunter, dass andere Menschen nicht die nötige Rücksicht aufbringen können und völlig empathielos auf dir rumhacken?

Feministisch denken und argumentieren: Bücher, die echten Support leisten

Feministisch argumentieren stellt dich vor eine Herausforderung? Diese Bücher supporten! Sie zeigen auf, was falsch läuft und sie empowern dort, wo bereits gute Ansätze bestehen.

Nicole Just liest | Interview

Nicole Just liest | Interview

Person des öffentlichen Lesens: Nicole Just

In Büchern steckt das Potenzial, unser Leben zu verändern. Hier verraten dir Menschen aus dem öffentlichen Leben, welche Rolle Bücher und Literatur in ihrem Leben spielen.

Person des öffentlichen Lesens: Nicole Just

In Büchern steckt das Potenzial, unser Leben zu verändern. Hier verraten dir Menschen aus dem öffentlichen Leben, welche Rolle Bücher und Literatur in ihrem Leben spielen.

Kochbuch-Autorin und Ernährungsberaterin Nicole Just lebt vor, wie spannend vegane Ernährung und Lifestyle sein kann. Als La Veganista hat sie bereits zahlreiche Kochbücher veröffentlicht, sie tritt regelmäßig im Fernsehen auf und gibt inspirierende Kochkurse.

Foto: © Tim Wendrich

Kochbuch-Autorin und Ernährungsberaterin Nicole Just lebt vor, wie spannend vegane Ernährung und Lifestyle sein kann. Als La Veganista hat sie bereits zahlreiche Kochbücher veröffentlicht, sie tritt regelmäßig im Fernsehen auf und gibt inspirierende Kochkurse.

Foto: © Tim Wendrich

Du könntest mit einer Romanfigur einmal die ganze Nacht durchquatschen. Mit wem würdest du das gerne tun und worüber würdet ihr reden?

Mein letzter Roman ist ehrlich gesagt sehr lange her. Viel lieber als mit einer Romanfigur, würde ich mit einer Autorin reden: Da fallen mir nämlich spontan zwei inspirierende Frauen ein, deren Bücher ich verschlungen habe: Sibylle Berg und Karen Duve. Reden würde ich mit diesen interessanten Menschen gern über alles, was einem während einer Nacht so in den Sinn kommt.

Welchen Ort verbindest du auf besondere Weise mit Literatur? Dieser kann real, virtuell oder ausgedacht sein.

Das Sofa. Es gibt ja Menschen, die lesen in extra eingerichteten „Leseecken“ oder wünschen sich eine eigene Bibliothek mit so einem riesigen Ohrensessel. Für mich ist Lesen nur dann entspannend, wenn ich dabei auf dem Sofa lümmeln kann. Das kommt sicher auch daher, dass ich meistens im Winter lese und dann einfach die Gemütlichkeit brauche.

Gib den kommenden 6 Monaten deines Lebens einen eigenen Romantitel!

Hm…vielleicht „Rollenwechsel“ oder „Windeln im Wind“?! 😉 Ich werde in Kürze zum ersten Mal Mutter und merke, dass das die größte Veränderung in meinem Leben sein wird. Ich freue mich drauf, hab aber auch jede Menge Respekt davor.

Ein Mensch, der dir nahesteht, ist kürzlich ausgewandert. Welches Buch schickst du ihm als Erinnerung an dich?

„Anständig essen“ von Karen Duve 😉

Beende den Satz: Lesen ist für mich …

…einerseits alltäglicher Begleiter bei der Aufnahme neuer Informationen und andererseits Luxus, wenn es um Belletristik geht.

Nicole Just

Folge Nicole Just auch auf Instagram und auf ihrem Blog.

Kannst du bitte mal zuhören?

Kannst du bitte mal zuhören?

Kannst du bitte mal zuhören?

Wenn du nicht viel Zeit hast, um den ganzen Artikel zu lesen: Es geht um dieses wunderbare Buch!

Klicke auf das Bild, um dir „Wege“ auf Amazon anzusehen.

Titel: „Wege“

Autorin: Doreen Mechsner
Verlag: umland verlag

Im Grunde hat doch jeder Mensch etwas zu sagen. Jede und jeder hat eine eigene Geschichte. Manchmal sogar sehr viele. Ja vielleicht haben wir alle eine ganze Bibliothek an Geschichten in uns und wenn wir einmal die Möglichkeit hätten, diese Geschichten mit anderen zu teilen, dann würden wir dem was uns ausmacht, immer mehr auf die Spur kommen.

drei Menschen lachen zusammen

Aufmerksam und achtsam, um zu wachsen

Wo aber wird denn noch aufrichtig zugehört? Beim Abendessen läuft so oft der Fernseher nebenbei, im Restaurant wandert der Blick beständig auf das Smartphone und selbst unmittelbar im Gespräch mit dem Gegenüber gelingt uns das Zuhören nicht immer zufriedenstellend. Aufmerksam und achtsam sein. Das sind Kompetenzen, die wir uns wieder mehr zu eigen machen sollten. Nicht nur, um fair und liebevoll mit unseren Mitmenschen umzugehen, sondern vielmehr noch, um selbst daran zu wachsen.

Wie bist du aufgewachsen? Was ist Heimat für dich? Woran glaubst du? Hast du Sorgen? Hast du Träume? Wie sieht dein Alltag aus? Woraus schöpfst du Kraft? Glaubst du an Schicksal?

Doreen Mechsner hat in “Wege. Auf 18 Pfaden unterwegs” sehr sorgfältig zugehört und teilt nun mit uns “Gesprächsprotokolle über das Leben”. Mit vielen Fragen, noch mehr Geduld und nahezu unendlicher Neugier begegnet sie Menschen, die gerne ihre Geschichten teilen und dadurch sehr persönliche Einblicke gewähren.

Mann auf BankDurch Zuhören wachsen

Wer zuhören lernt, dem wird auch das Erzählen immer besser gelingen und wer erzählen kann, dem werden womöglich Erkenntnisse über sich selbst zuteil, die bislang noch im Verborgenen lagen. 

Gerade deshalb ist es so wertvoll, dass Mechsner die 18 Gesprächsprotokolle möglichst unverfälscht wiedergibt und so der Leserin und dem Leser ein noch authentischeres Leseerlebnis ermöglicht. 

“Ich betrachte das nicht als normal, zu leben, um zu arbeiten, Kohle zu verdienen und zu schuften und sich zu streiten morgens, weil wir müssen pünktlich sein und man rennt nur und man frisst irgendeine Scheiße und ja, entschuldige, und hat überhaupt keinen Kontakt mehr zu sich, auf keinen Fall.”

Wer Menschen sein Ohr leiht, bekommt nicht immer nur das zu hören, was angenehm und wohlklingend ist. Manchmal erschrickt es uns, manchmal werden wir uns sogar ekeln oder starken Widerstand aufbauen. Das ist normal und irgendwie auch gut, denn das Leben ist voller Widerstände und wer Offenheit bei anderen akzeptiert, dem wird vielleicht auch die Offenheit sich selbst gegenüber immer besser gelingen. 

Einen Blick ins Buch kannst du hier wagen:

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Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen

Niemand ist immer nur zufrieden mit seinem Leben. Klar wollen wir bewusster leben. Und unsere Zeit nicht verschwenden.

Toys und Bücher, die deine sexuelle Intelligenz stärken

Erotische Inspiration? Ich stelle dir besondere Bücher und Toys vor, die deine sexuelle Intelligenz stärken.

Du verdienst ein schönes Leben

Denkst du nach über verpasste Chancen, alternative Lebenswege und die Frage, was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht? Entdecke eine Geschichte, die zeigt, dass kein Weg perfekt ist – und dass es sich lohnt, das eigene Leben mit neuen Augen zu sehen.

Wo ist dein Platz in dieser Welt?

Vielleicht wollen wir nicht, dass uns jemand vorschreibt, was wir tun und lassen sollen. Aber manchmal einen Mensch an der Seite, der uns ein bisschen die Richtung weist …

Was tun bei Depressionen und Angst? Diese Graphic Novel hilft weiter.

Oft fällt es Betroffenen nicht leicht, Hilfe anzunehmen und über ihre Probleme zu sprechen. Ein feinsinniges, verständnisvolles und empathisches Buch kann die nötige Kraft vermitteln, die es braucht, weitere Schritte einzuleiten.

Die Gewalt um uns

Auch beim Erzählen sind es Worte über die wir unsere Bedürfnisse kommunizieren, uns Verständnis einholen und unsere Emotionen transportieren. Vielleicht deshalb sprudelt es auch aus Edouard nur so heraus, nachdem er Opfer einer Gewalttat geworden ist.

Ich wünsche mir Zuwendung

Homophobie, Bindungsunfähigkeit oder die pure Ignoranz… Manchmal leidest du darunter, dass andere Menschen nicht die nötige Rücksicht aufbringen können und völlig empathielos auf dir rumhacken?

Sei die pure Leidenschaft!

Sicher gibt es auch in dir eine Sehnsucht, die dich antreibt, dich zweifeln lässt und deine Gedankenwelt genau dann aufwühlt, wenn du es gerade eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kannst. Wenn du dich manchmal schon gefragt hast, wonach du dich da eigentlich sehnst, dann ist das hier vielleicht die Antwort: Leidenschaft.

Mädchen, der ist nicht gut für dich!

Hast du auch diese eine Freundin, die sich immer wieder in den Falschen verliebt? Oder bist du vielleicht selbst eine, deren Interesse an einem Mann in dem Maße wächst, in dem er dich herabsetzt, Distanz aufbaut und sich dir gegenüber gleichgültig zeigt?

Ich bin mir selbst eine Mutter. Das muss reichen.

Für alle, die zweifeln. Für alle, die sich sicher sind. Und für alle, die spüren wollen, wie viel Freiheit in einem klaren “Vielleicht” stecken kann. Mutterschaft ist auch ein Buch für alle, die sich nicht sicher sind …

Warum auf sich zu achten nicht heißt, nur noch Heile-Welt-Literatur zu lesen | Gastartikel von Tamara Schopka

Warum auf sich zu achten nicht heißt, nur noch Heile-Welt-Literatur zu lesen | Gastartikel von Tamara Schopka

5 Gründe, warum auf sich zu achten nicht heißt, nur noch Heile-Welt-Literatur zu lesen

Gastartikel von Tamara Schopka
Jeder kennt das Gefühl, der harten Realität entfliehen zu wollen. Warum es sich trotzdem lohnen kann, der Welt der Wohlfühlliteratur einmal den Rücken zuzukehren und was du daraus für dich mitnehmen kannst, erfährst du hier.

Uhr vor Buch

Eine Frau hängt von der Decke, an den Beinen gefesselt. Der schwarz gekleidete Mann neben ihr packt in Ruhe seine Werkzeuge aus. »Shhh,« flüstert er. »Wenn sie aufwacht, töte ich sie.« Dabei zeigt er auf das schlafende Mädchen am Boden.
An dieser Stelle klappe ich das Buch zu. Das Leben ist schon hart genug, das brauche ich mir nicht auch noch anzutun.
Stimmt. Aber wann ist es gesunder Selbstschutz und wo verpassen wir etwas, wenn wir die Augen vor den dunklen Seiten der Literatur verschließen? Hier sind fünf gute Gründe, warum du der Welt der Wohlfühlliteratur ruhig einmal den Rücken kehren solltest.

dunkle WendeltreppeErstens: Konflikte schaffen Spannung.

So weit wir unsere Fantasie auch schweifen lassen, Bücher sind immer ein Abbild der Welt um uns herum. Und die ist nicht perfekt. In der Literatur ist das auch gut so. Stellen wir uns einmal ein Buch mit folgendem Plot vor:
Hannah ist erfolgreich in ihrem Job. Sie kommt gut mit ihrem Chef aus und ist bei den Kollegen beliebt. Sie hat einen Mann, der sie über alles liebt. Die beiden wollen heiraten, was alle für eine gute Idee halten.
Würdest du so ein Buch lesen wollen? Wohl kaum! Es fehlt der Konflikt, das, was die Handlung vorantreibt. Erst wenn wir mit einer Figur zusammen leiden, ihr dabei zusehen, wie sie Hindernisse meistert und Rückschläge durchlebt, kommen wir ihr wirklich nahe und können uns mit ihr identifizieren. Das ist eine Grundregel, die jeder Autor beherrscht, der seine Leser bei der Stange halten will: ohne Konflikt geht es nicht.

Zweitens: Nur aus Schwierigkeiten lernen wir.

Wenn wir uns in der Literatur mit den Schattenseiten des Lebens auseinandersetzen, bringt uns das auch im Alltag weiter. Die Herausforderungen unserer Romanhelden bieten uns die Chance, selbst zu wachsen. Wir tüfteln mit ihnen an Lösungen, erleiden Rückschläge und rappeln uns wieder auf. Das stärkt fürs echte Leben.
Ein Beispiel: Selbst wenn die Meisten von uns wohl nie mit so vielen Mordfällen konfrontiert werden wie ein Sherlock Holmes, können wir uns doch seine Beobachtungsgabe abschauen und die unbestechliche Logik seines Denkens.

Drittens: Auch über Schattenseiten muss gesprochen werden

Dieser Aspekt wird leider viel zu oft vergessen. Unser Leben besteht nun einmal nicht nur aus Sonnenschein, aber unserer Gesellschaft scheint die Fähigkeit abhandengekommen zu sein, offen darüber zu sprechen. Glaubt man den Selbstdarstellungen auf Klassentreffen oder in sozialen Netzwerken, sind alle um uns herum erfolgreich, mit perfekten Familien gesegnet und dennoch erfüllt und ausgeglichen. Für Scheitern, Krankheit oder Verlust ist hier kein Platz. Wir fühlen uns als Versager, wenn es uns nicht genauso geht. Gerade deshalb kann es guttun, wenigstens in der Literatur Menschen zu begegnen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Viertens: Auch düstere Gedanken brauchen ihren Raum

Alle Geschichten lassen sich auf das Prinzip von »was wäre, wenn … » reduzieren. Was wäre, wenn ein Waisenjunge plötzlich entdecken würde, dass er Zauberer ist? Was wäre, wenn ein Horrorclown in einer amerikanischen Kleinstadt sein Unwesen treiben würde? In der Literatur können wir Autoren auch die Szenarien weiterdenken, die gesellschaftlich nicht erlaubt oder in der Realität nicht gewünscht sind. Und so unsere dunklen Seiten ausleben, die jeder von uns nun auch einmal hat.
Während wir es uns im Alltag angewöhnt haben, ungewollte oder nicht gesellschaftsfähige Gedanken beiseite zu schieben, bietet Literatur uns die Möglichkeit, den weniger ausgetretenen Gedankenpfaden zu folgen, dem Unkonventionellen oder sogar dem Unsagbaren. Auch deshalb schreiben so viele Menschen autobiografisch oder füllen täglich »Morning Pages«, um ihre Gedanken ungefiltert zu Papier zu bringen und daraus neue Perspektiven zu gewinnen.

Frau auf SchaukelFünftens: Wir ziehen Lehren für die Wirklichkeit

Fiktion birgt die Chance, Szenarien zu durchleben und aus ihnen zu lernen, ohne dass sie eintreten müssen. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist Margaret Atwoods »Handmaid’s Tale«. Wie würde eine Zukunft aussehen, in der Frauen auf ihre Fruchtbarkeit reduziert werden und ihre Rechte verlieren? Wir lernen, wie es so weit kommen konnte und was die gesellschaftlichen Anzeichen für einen solchen Wandel sind. Dass in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern immer wieder Frauen als Handmaids verkleidet demonstriert haben zeigt, wie weit die Macht der Literatur hier geht.

Harter Tobak in der Literatur kann uns also durchaus weiterbringen, als Individuen und als Gesellschaft. Aber wie viel davon darf es nun sein?
Was ist mit der Folterszene vom Anfang? Sollten wir sie uns zumuten, um abzuhärten, obwohl uns schon beim Lesen schlecht wird? Nein! Du allein entscheidest, wo deine Grenzen sind und wie viel Leid, Hass und Gewalt du dir zumuten möchtest. Dabei solltest du gut auf deinen inneren Sensor hören. Denn für das Emotionszentrum unseres Gehirns macht es keinen Unterschied, ob wir etwas real durchleben oder in einem Buch lesen.

Fazit: Weder als Autoren noch als Leser sollten wir uns einschränken, indem wir uns ausschließlich der sogenannten Heile-Welt-Literatur verschreiben. So können wir erfahren, was es heißt, mit unseren Helden zu wachsen, fiktive Leidensgenossen zu finden und neue Seiten an uns zu entdecken. Wie weit du dabei gehen willst, ist deine Sache.

Gastautorin Tamara Schopka

Gastautorin Tamara Schopka

Tamara Schopka schreibt als Teil der Münchner Autorengruppe Arbeitstitel, kurz AgAti. Gemeinsam haben sie letztes Jahr den Kurzgeschichtenband „Verloren im Alltag“ veröffentlicht. Ihr eigenes Romanprojekt handelt von einer Stadt, in der das Glück zum Zwang wird. Ihre oft dystopischen Texte zeigen, wie wir leben – oder in absehbarer Zeit leben könnten. Der Fokus liegt dabei nicht auf den technologischen Veränderungen, sondern auf den Menschen, ihren Handlungen und Entscheidungen.

Tamara Schopka und AgAti findet ihr hier im Internet: Website AgAti, Facebook, Twitter und auf Instagram.
Literaturpower möchte Leser*innen viele interessante und hilfreiche Informationen rund um das Thema Literatur, Bücher und Lesen bieten. Dafür kommen auch GastautorInnen zu Wort. Wenn du auch einen Gastartikel über ein spannendes Thema schreiben möchtest, melde dich gerne über das Kontaktformular unten auf dieser Seite: Über Literaturpower.

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Mal ganz nüchtern betrachtet: Wir wissen oft besser über die Geschlechtsorgane des Mannes Bescheid, als über die der Frau. Menstruation wird weiterhin tabuisiert und patriarchaliche Machtverhältnisse bestimmen unser Leben. Wir können das ändern. Zunächst müssen wir aber verstehen, was da vor sich geht.

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Bücher über Polyamorie, die dein Lieben verändern werden

Wie lieben wir im 21. Jahrhundert? In diesem Artikel stelle ich dir verschiedene Bücher vor, die deine Perspektive auf die Liebe und deine Beziehungen verändern werden.

Kämpfe wie eine Frau!

Was, wenn ich morgen ein ganz anderer Mensch sein kann – einfach weil ich mich dafür entscheide?!!

Ständig auf der Durchreise. Aber wohin?

Motiviert und positiv das Leben anzunehmen ist zwar ein wichtiges Gut, aber von vielen Seiten werden uns Erkenntnisse geliefert, die oft einem verklärten Bild des Lebens entspringen. Jedoch nicht dem realen Alltag mit all seinen Fallstricken und Hindernissen.

Diagnose Epilepsie: Wie eine Krankheit alles verändert

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Schwanger? Mach dich doch nicht verrückt!

Die Schwangerschaft ist eine Lebensphase, die von vielen extremen Emotionen begleitet wird. Extrem können sie nach oben, aber auch nach unten verlaufen. Wichtig ist: Mach dich nicht wahnsinnig, aber lass dich auch nicht wahnsinnig machen.

Falsche Männlichkeit: das große Missverständnis

Männer müssen so und so sein. Neben Vorurteilen und Unterstellungen prägen eine Menge Erwartungen unsere Gender-Vorstellungen und skizzieren klare Rollenbilder, die im Grunde nur falsch sein können.

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen

Niemand ist immer nur zufrieden mit seinem Leben. Klar wollen wir bewusster leben. Und unsere Zeit nicht verschwenden.

Die Gewalt um uns

Auch beim Erzählen sind es Worte über die wir unsere Bedürfnisse kommunizieren, uns Verständnis einholen und unsere Emotionen transportieren. Vielleicht deshalb sprudelt es auch aus Edouard nur so heraus, nachdem er Opfer einer Gewalttat geworden ist.

Bücher über das Lesen

Bücher über das Lesen

Bücher über das Lesen

Für mein Instagram-Format Humansofbooks fotografiere und befrage ich Menschen, die in der Öffentlichkeit lesen. Viele dieser Bilder entstehen im urbanen Raum und sehr oft in der U-Bahn. Besonders im Winter. Aber nicht nur deshalb sind die Berliner U-Bahnen für mich ganz besondere Orte des Lesens.

 

UBahn mit Menschen

Zweimal in der Woche muss ich früh und nachmittags jeweils eine Stunde U-Bahn fahren.

Und wow!!!

Es ist unglaublich, wie viele Menschen in der U9 ein Buch in den Händen halten. Vor einer Weile hatte ich schon mal festgehalten, was die Menschen in der U-Bahn denn tatsächlich lesen.

Heute möchte ich euch ein absolutes Nischen-Genre vorstellen: Bücher über das Lesen sind eine meiner geheimen Leidenschaften. Und jetzt habe ich sogar mal gezählt: Es sind exakt 50 Bücher über Bücher, die ich besitze. Viele davon drehen sich natürlich um Bibliotherapie, aber nicht nur.

Es gibt wirklich wunderschöne Bildbände mit Fotos von lesenden Menschen, Buchhandlungen, Bibliotheken und Bücherregalen. Aber auch zahlreiche Empfehlungslisten, Ratgeber und sehr viel Unterhaltsames rund ums Buch.

Bücher, die das Lesen noch schöner machen

Zehn besonders inspirierende Werke habe ich ausgesucht und sie in den schönsten Berliner U-Bahn-Stationen in Szene gesetzt. Viel Spaß und Freude beim Entdecken! Kennst du noch andere Werke über das Lesen? Teile sie doch mit uns in den Kommentaren. Ich würde mich sehr darüber freuen.

U-Bahn Station Spandau“Lesen & Schreiben” von Isolde Ohlbaum

Fotografien von Lesenden und Schreibenden. Charakterbilder. Konzentrierte Gesichter und stimmungsvolle Zitate. Ihr wollt einer Bücherfreundin/einem Bücherfreund ein wirklich schönes und ansprechendes Geschenk machen? Diese “Liebeserklärung an die Welt der Bücher” wird sicher in dankbare Hände fallen.

buntes Buch auf Bahnsteig“59 Gute Gründe Bücher zu Lieben, auch wenn Du Lesen Hasst!” von Françoize Boucher

Haha! Die minimalistischen Illustrationen sind einfach zum Schießen. Wunderbar kreative Ideen … eher mit Humor, statt mit Ernst zu nehmen. Ganz toll!

Buchcover The Art of Reading“The Art of Reading” von Lawrence Schwartzwald

Dieses Kunstwerk aus dem Hause Steidl ist ein besonderer Schatz in meinem Bücherregal. Ihr wisst, wie sehr ich Fotos von lesenden Menschen liebe. Aber das hier sind nicht nur Fotos. Es ist Kunst, die berührt. Ich blättere immer wieder gerne in diesem Werk.

Buch vor Wand“Gebrauchsanweisung fürs Lesen” von Felicitas von Lovenberg

Hier schreibt die Verlegerin höchst persönlich. Du denkst, dass du eigentlich keine Anleitung zum Lesen nötig hast? Dann schau erst recht mal hier rein. Denn dieses Büchlein ist “für alle, die vom Lesen nicht lassen wollen”.

Buch im U-Bahnhof Spandau“Bücher auf Rezept” von Mareike Fallwickl und Florian Valerius

OMG! Ich bin so versucht, alle Seiten sofort aufzureißen. Das Buch bietet “Lesestoff für jede Lebenslage” und je nachdem was gerade ansteht – in welcher Stimmungslage ich gerade bin – müssen die Seiten aufgeschnitten werden. Nichts für Ungeduldige wie mich. Aber natürlich umso spannender!

Rotes Buch vor roter Wand“Wozu lesen?” von Charles Dantzig

Und noch ein Werk aus dem Hause Steidl. Sie machen einfach verdammt schöne Bücher. Lässt sich nicht anders sagen. Wozu lesen? Darauf gibt es viele Antworten und manche davon sind offensichtlich. Andere wiederum überraschend anregend. Einfach mal drauf einlassen!

Buch vor Ziegelwand“111 Gründe, Bücher zu Lieben” von Stefan Müller

Dieses Büchlein hat es mir ja ziemlich doll angetan. Ich hatte es mir zuerst aus der Bibliothek geliehen, nur um dann festzustellen, dass ich das natürlich in meiner Sammlung brauche und prompt gekauft habe. Natürlich lieben wir alle schon längst Bücher, aber Müller vermag hier ganz besonders einfühlsam und augenzwinkernd die Liebe zum Buch ein für alle Mal in Stein zu meißeln. Eine klare Lese-Empfehlung!

Buch im Bahnhof Zoo“Licht in der Nacht der Seele” von Martin Duda

Dieses Werk sticht ein bisschen aus der Auswahl heraus. Hier geht es darum, wie Lesen bei Depressionen hilft. Leider ein Thema, das die meisten von uns schon auf die ein oder andere Weise beschäftigt hat. Ob als Betroffene oder Angehörige. All jenen möchte ich dieses Buch ans Herz legen.

Buch im Bahnhof Westhaven“Schnelles Lesen, langsames Lese. Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen” von Maryanne Wolf

Ein bisschen fürchte ich, das solche wichtigen und wertvollen Bücher immer von den falschen Menschen gelesen werden. Von mir zum Beispiel. Die ja eh nicht aufhören wird zu lesen. Aber mich bereicherte die Lektüre dieses Sachbuchs trotzdem ungemein und ich hoffe, dass es viele andere Leser*innen findet. Wolf ist eine herausragende Autorin und Wissenschaftlerin.

Buch vor fahrender UBahn“Leseglück. 99 Bücher, die gute Laune machen” von Mareike Fallwickl und Florian Valerius

Und noch ein Büchlein vom bibliophilsten Autor*innenduo aller Zeiten. Dass gute Laune machende Bücher nicht immer romantische Komödien sein müssen, beweisen die beiden mit großem Sachverstand. Als Inspiration, Zwischendurchlektüre oder als Geschenk für die Freund*innen: einfach ein schönes Buch zum Stöbern und drin Verlieren.

Es ist offensichtlich, dass nicht nur ich mir dieses Jahr vorgenommen habe mehr zu lesen und weniger auf mein Smartphone zu schauen. Die Straßen, Cafés und U-Bahnen sind voller lesender Menschen. Ein Anblick, der glücklich macht.

Bücher, die dir helfen dein Leben zu verändern?

Hier geht's zum Motivations-Paket!

Was andere über mich denken

Befürchtest du manchmal, dass deine Entscheidungen nicht gut genug sind, deine Ideen nicht überzeugen? Lass uns einmal beleuchten, wie viel Anerkennung und Respekt von anderen du wirklich brauchst.

Auf diese Aufgaben bereitet das Leben nicht vor

Alle Eltern werden irgendwann alt und manche im Alter sogar krank. Oft werden dann die Rollen getauscht und …

Jetzt konzentrier dich doch endlich mal!

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, den dritten Schritt vor den ersten machen und leicht mal die Spur verlieren. Kennst du das?

Du bist mir nicht gleichgültig!

Zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln sich oft nicht synchron und das auszuhalten, müssen wir lernen.

Bücher über Klassismus: Literatur gegen Ausgrenzung und Ungerechtigkeit

Klassismus wird immer noch viel zu wenig thematisiert. Dabei begegnet er uns überall: in Schule, Studium, Arbeit, Freundeskreis und Familie. Er macht krank und sorgt für Angst, Unsicherheit, Scham. Vor allem beeinflusst er, wie wir uns selbst sehen...

Lies dich sexpositiv: 3 Bücher

Sprichst du offen über Sex? Menschen sind sehr sexuelle Wesen und trotzdem ist unser Verhältnis zu unserem Körper und unserer Lust nicht immer ganz unbefangen.

Flucht verstehen: Können wir das?

Um Krieg und Flucht zu verstehen, müssen wir zuhören. Dieses Buch gibt uns die Möglichkeit dazu.

Ich wünsche mir Zuwendung

Homophobie, Bindungsunfähigkeit oder die pure Ignoranz… Manchmal leidest du darunter, dass andere Menschen nicht die nötige Rücksicht aufbringen können und völlig empathielos auf dir rumhacken?

Gib dich nicht für ihn auf!

Die Liebe vermag Berge zu versetzen. Sie kann uns einen Sinn im Leben geben, Kraft schenken und Richtung weisen. Manchmal jedoch, macht sie uns auch kaputt … Nicht alles, was wie Liebe aussieht und sich wie Liebe anfühlt, ist auch gut für uns.

Bewältigungsstrategien der AussteigerInnen: Isolation oder Freiheit?

Manchmal gibt es diese Tage: Tausend Gedanken, aber keinen Plan wie dieses oder jenes Problem angegangen werden kann. Was tun wir dann?

Raul Krauthausen liest | Interview

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Person des öffentlichen Lesens: Raúl Krauthausen

In Büchern steckt das Potenzial, unser Leben zu verändern. Hier verraten dir Menschen aus dem öffentlichen Leben, welche Rolle Bücher und Literatur in ihrem Leben spielen.

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Raúl Krauthausen lebt in Berlin, ist Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit und engagiert sich aktiv für soziale Projekte, von denen er selbst einige ins Leben gerufen hat. Mit seinem wöchentlichen Newsletter beispielsweise informiert er über Inklusion und Innovation.

Foto: © Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Raúl Krauthausen lebt in Berlin, ist Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit und engagiert sich aktiv für soziale Projekte, von denen er selbst einige ins Leben gerufen hat. Mit seinem wöchentlichen Newsletter beispielsweise informiert er über Inklusion und Innovation.

Foto: © Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Du könntest mit einer Romanfigur einmal die ganze Nacht durchquatschen. Mit wem würdest du das gerne tun und worüber würdet ihr reden?

Wahrscheinlich wäre das Pumuckl. Auch wenn viele den eher als Filmfigur kennen. Und dann fällt mir noch Holden Caulfield ein, der Protagonist von “Der Fänger im Roggen”. Das Buch hat J.D. Salinger geschrieben. Damals als ich das Buch in der Schulzeit gelesen habe, hat es mich total bewegt. Aber Pumuckl ist auch einfach toll. Ich mag solchen Quatsch.

Welchen Ort verbindest du auf besondere Weise mit Literatur? Dieser kann real, virtuell oder ausgedacht sein.

Ich habe immer die romantische Vorstellung von einer eigenen Bibliothek. So ein bisschen klischeehaft, wie man sich das in der magischen Welt von Harry Potter vorstellt. Ganz viele Bücher, eine sehr alte Bibliothek eben. Sehr romantisch. Nicht wie die Bibliotheken in meiner Umgebung, die oft die Ästhetik von Parkhäusern haben.

Gib den kommenden 6 Monaten deines Lebens einen eigenen Romantitel!

“Vom Versuch zu wirken”. Das klingt pathetisch, aber es geht mir um die Energie, die man hat und die auch nur begrenzt ist, so einzusetzen, dass man weder ausbrennt noch nichts tut. Also vom Versuch Dinge zu tun, an die man glaubt, ohne sich dafür aufzugeben.

Ein Mensch, der dir nahesteht, ist kürzlich ausgewandert. Welches Buch schickst du ihm als Erinnerung an dich?

Dieses Buch ist super: The Lonely Planet Guide to Experimental Travel. Das habe ich schon so oft verschenkt. Es hat viele witzige Aufgaben. Ein Reiseführer für überall, egal wo man ist. Eine ganz andere Art Orte zu erkunden. Man landet irgendwo und weiss nicht, ob es eine touristische Attraktion gibt und muss von dort versuchen klarzukommen.

Beende den Satz: Lesen ist für mich …

das beste Kopfkino.

Raúl Krauthausen

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