Ständig auf der Durchreise. Aber wohin?

Ständig auf der Durchreise. Aber wohin?

“Eine weibliche Odyssee im 21. Jahrhundert”, so Rachel Cusk selbst über ihr literarisches Werk. Das klingt eindrucksvoll und weckt sofort mein Interesse. Ich kann schon jetzt verraten, dass die englische Schriftstellerin meiner initialen Verzückung gerecht wurde, aber dazu später.

Probleme oder Herausforderungen?

Zuvor ein ganz anderer Gedanke: Probleme sind einfach Herausforderungen, die uns fordern und an denen wir wachsen. Punkt.

Bekommst du das so oder ähnlich auch hin und wieder zu hören, wenn du dabei bist mal wieder deine Dinge in Ordnung zu bringen, vielleicht einem Podcast über Persönlichkeitsentwicklung lauschst (die entdecke ich selbst gerade für mich) oder Rat bei einer guten Freundin suchst?

Ich jedenfalls schon und ich predige diesen Satz auch mantrahaft mir und Menschen, die fragen. Meistens jedoch mir selbst.

Immer mit dem Zusatz, dass es zumindest nur ein Glaubenssatz ist, den wir unterschiedlich auslegen und den wir hier und da vielleicht anpassen müssen.

“In Transit” von Rachel Cusk zu lesen hat mich jedoch wieder ein bisschen davon weggebracht, motivierende Glaubenssätze zu wiederholen und dazu ermutigt, der Realität ein bisschen mehr Vertrauen zu schenken.

Motiviert und positiv das Leben anzunehmen, ist mir zwar ein wichtiges Gut, aber von vielen Seiten werden uns Erkenntnisse geliefert, die oft einem verklärten Bild des Lebens entspringen, nicht aber dem realen Alltag mit all seinen Fallstricken und Hindernissen.

Gute Gespräche

Ohne pathetisch klingen zu wollen: Es sind tiefe Gespräche und gute Lektüre, die mir das Gefühl geben echt zu sein. Manchmal geht aus einem guten Gespräch, eine hilfreiche Lektüreempfehlung hervor und manchmal sind es Gedanken aus einem Buch, die ein Gespräch befeuern.

So unterhielt ich mich beispielsweise kürzlich mit einem Freund über den Schriftsteller Max Goldt und sein Talent Zwischenmenschliches exakt beobachten zu können und dafür genau die richtigen Worte zu finden. Im Grunde liegt ja genau darin das Talent von Schriftstellerinnen und Schriftstellern im Allgemeinen. Sie beobachten und beschreiben.

Und wenn wir ähnliche Beobachtungen gemacht haben oder uns mit der Art und Weise der Beschreibung identifizieren können, verbünden wir uns möglicherweise auch mit dem Buch. Rachel Cusk geht in “In Transit” soweit, nicht nur aufmerksam zu beobachten, sie hört auch immer ganz genau hin und darin liegt für mich der besondere Charme ihres Buches.

In einem Artikel des Spiegels wurde ihr Werk mit dem Karl Ove Knausgårds verglichen: Was die seit geraumer Zeit in London lebende Autorin vollführt, liest sich wie eine britische, aufs Wesentliche eingedampfte Spielart dessen, was der norwegische Breitwandepiker Karl Ove Knausgard mit überwältigendem Erfolg mit seinem autobiografischen Romanzyklus „Min Kamp“ vollführt: die stete Verwandlung des eigenen Lebens in Literatur.

Was soll ich sagen. Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass ich Knausgårds massiven Büchern nicht viel abgewinnen kann (ganz im Gegenteil zum Werk seiner Exfrau Linda Boström Knausgård). Autorinnen und Autoren verarbeiten fast immer Eindrücke und Erlebnisse ihrer eigenen Lebenswelt in ihren Werken. Das macht eine Rachel Cusk nicht zu einer Spielart eines anderen Autoren.

Aber ich will mich gar nicht streiten. Jedem Buch seine Leserinnen und Leser. Mich findet man derzeit eben mit den Werken von Rachel Cusk in einem Café und ich empfehle sie seit meiner glücklichen Entdeckung wo ich es nur kann.

Jetzt habe ich gerade den Spiegel-Artikel nochmal gelesen und frage mich, ob es sich tatsächlich um das gleiche Buch handeln kann. ““Manchmal habe ich das Gefühl, langsam zu verbluten“ bekennt eine ihrer Figuren stellvertretend. Von den Gefühlen, die sie und andere dabei beschleichen, handelt Rachel Cusks eisig-schöner Bericht aus der Hölle namens Alltag.

Sie erschafft etwas Neues

Schön ist er, dieser Bericht, aber weder eisig, noch geht es um eine Alltagshölle. Wenn Frauen nicht romantisch und besonders emotional schreiben, macht sie das in keiner Weise eisig. Passender finde ich die Beschreibung Klaus Brinkbäumers im Literatur Spiegel: “Sie entdeckte etwas, sie erschuf etwas, das es in der Literatur bislang nicht gab. Eine ungekannte Art zu erzählen. Eine veränderte Perspektive.”

Zudem sind es kaum Alltagsgeschichten, die uns hier geboten werden. Cusk erzählt Geschichten von Menschen, denen Faye, die Protagonistin in “In Transit”, begegnet.

Detailliert, vertrauensvoll und ungeschminkt erzählen ihr Menschen was sie beschäftigt und bewegt. Wiederholt habe ich mich gefragt, ob Faye nur besser zuhört, oder ob die Menschen tatsächlich mehr erzählen, einfach weil sie sie ist.

Was mir sehr gut gefällt ist Cusks weibliche Stimme, die Familie, Mutterschaft, Schriftstellerei, Freundschaft und Neubeginn zwar ohne Verbitterung, aber mit offener Strenge und Ehrlichkeit skizziert. Ich fand das Fehlen von Sentimentalität und Romantik nahezu befreiend. Es kommt einer Erlaubnis gleich, auch ohne Glanz und Leichtigkeit funktionieren zu dürfen.

Beim Lesen wurde ich immer wieder an New York und Paul Austers Werke erinnert. Es ist nicht die gleiche Lesart, aber eine Verwandtschaft ihrer Stile, meine ich erkennen zu können. Man merkt, dass Cusk ihren Zynismus, sollte er denn vorhanden sein, für sich behält. Die Formulierungen klingen wertend, aber ihnen ist auch auch gewisses Wohlwollen zu eigen.

Und sie geben mir als Leserin Raum, diese Odyssee mitzubestreiten ohne zwangsweise das von der Geschichte vorgegebene Urteil fällen zu müssen: Menschen und der Umgang mit ihnen raubt Energie. Wieviel Sympathie Faye tatsächlich für ihre Mitmenschen aufbringt, bleibt vielleicht das Geheimnis der Autorin.

Besonders schön am Buch, ist auch der Einstieg: Faye erhält eine Mail. “Eine Astrologin schrieb mir in einer E-Mail, sie habe wichtige Neuigkeiten hinsichtlich meiner unmittelbar bevorzustehenden Zukunft. Sie könne sehen, was mir verborgen bleibe, denn sie habe Einblick in mein Geburtshoroskop erhalten und die Planeten befragt.”

Ein wenig später im Text: “Möglicherweise war die Mail vom selben Computerprogramm generiert worden, wie die Astrologin selbst.”

Nach einem erschöpfenden Gespräch mit ihrem Makler ist ihr die Herkunft der Mail jedoch egal. “Die Begegnung mit dem Makler schien zu beweisen, dass wir alles Mögliche über uns selbst glauben können, letztendlich aber das Produkt der Behandlung sind, die wir durch andere erfahren haben. In der E-Mail der Astrologin gab es einen Link zu dem Horoskop, das sie für mich erstellt hatte. Ich bezahlte die Gebühr und las weiter.”

Mit diesem Gedanken möchte ich an dieser Stelle schließen. Vielleicht ist einfach nicht jedes Problem eine Herausforderung und nicht jede Odyssee aufregend und bereichernd. Es tut gut hier und da unperfekt zu sein und Absurditäten Raum zu lassen.

Danke, Rachel Cusk, dass Sie das eindrucksvoll in ihrer Literatur vermitteln.

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So wertvoll ist dein Leben

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Das willst du wirklich

Warum gehst du eigentlich oft so pessimistisch an die Dinge heran? Warum fällt es uns so schwer positiv zu bleiben und …

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

Zuversicht ist gut, Selbstvertrauen ist besser

”Lass das sein, das wird eh nichts!” Autsch! Sowas zu hören, tut weh! Und trotzdem sagen wir ähnliche Sätze immer mal wieder zu anderen und – viel schlimmer noch – zu uns selbst. Überwinde solche Grenzen und fang endlich an, an dich zu glauben!

Krankheit verstehen und den Schmerz aussprechen

Die Krankheit Krebs ist immer Auslöser für eine neue Perspektive auf das Leben. Solch eine weitreichende Diagnose zu bekommen, lässt uns …

Abschied von der Angst vorm Abschied

Verbinden wir nicht Abschied mit Verlusten, Trauer, Wehmut und Resignation? Dürfen wir überhaupt etwas Positives an einem Abschied finden oder macht uns das zu oberflächlichen Menschen?

Sei die pure Leidenschaft!

Sicher gibt es auch in dir eine Sehnsucht, die dich antreibt, dich zweifeln lässt und deine Gedankenwelt genau dann aufwühlt, wenn du es gerade eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kannst. Wenn du dich manchmal schon gefragt hast, wonach du dich da eigentlich sehnst, dann ist das hier vielleicht die Antwort: Leidenschaft.

Die richtigen Kinderbücher schenken und vorlesen

Die richtigen Kinderbücher schenken und vorlesen

„Die Romantherapie für Kinder“ – Bücher als heilsame Begleiter

Hinweis: Einige der Buchlinks in diesem Artikel sind Affiliate-Links. Wenn du über sie einkaufst, unterstützt du mich – ohne zusätzliche Kosten für dich.

Der Sandmann, die kleine Raupe Nimmersatt, Janosch, der Bär Paddington, der kleine Prinz und Elmar, der farbenfrohe Elefant: Sie alle schmücken meine neueste Errungenschaft für meine bibliotherapeutische Bibliothek:

Die Romantherapie für Kinder, geschrieben von Ella Berthoud, Susan Elderkin und Traudl Bünger.

Das gleiche Dreiergespann, welches auch schon für die “Romantherapie” (für Erwachsene) verantwortlich ist und damit einen wichtigen Meilenstein auch in der deutschen Bibliotherapie gesetzt hat.

Buchcover

Bücher, die uns glücklich machten

Erinnere dich mal zurück an glückliche Kindheitstage und die Bücher, die uns in diesen Zeiten begleitet haben. Zum Internationalen Kinderbuchtag vor wenigen Wochen, habe ich bereits einen Artikel über die beliebtesten Kinderbücher meiner Generation veröffentlicht. Als ich Freunde und Bekannte befragte, was sie denn früher gerne gelesen hätten, sprudelte es aus vielen nur so heraus und mir wurde einmal mehr klar, wie sehr das Lesen unser Denken, Fühlen und Sein beeinflusst.

Warum Kinderbücher nicht nur für Kinder sind

Ein guter Freund von mir liest bevorzugt Kinderbücher und hört Hörspiele aus Kindheitstagen. Ich habe ihn auch schon dabei erwischt, wie er Pumuckl auf Youtube schaute.

So gibt es viele wundervoll geschriebene Werke, deren Zielgruppe in erster Linie die ganz junge Generation ist, von denen aber auch wir “alten Hasen” profitieren könnten. Schon deshalb lohnt nicht zuletzt ein Blick in “Die Romantherapie für Kinder”. Schließlich ist dieses Werk nicht für Kinderhände gedacht, sondern …

für Erwachsene, die in der aufregenden Situation sind, für Kinder oder Jugendliche Bücher aussuchen zu dürfen”.

Als ausgebildete Pädagogin würde ich euch an dieser Stelle zu gern lange Vorträge halten, wie wichtig es ist das Lesen zu fördern und so früh wie möglich mit dem Vorlesen anzufangen. Geschichten prägen unsere Phantasie, fördern die Kreativität und bilden die Empathiefähigkeit aus.

Aber ich schreibe hier nicht, um Vorträge zu halten (nichts liegt mir ferner), sondern um zu inspirieren und genau diesem Zweck hat sich auch die “Romantherapie für Kinder” verschrieben.

Die heilsame Kraft der Bücher

Als wir in unserem ersten Buch, “Die Romantherapie”, die These aufgestellt haben, dass es helfen, ja sogar therapeutisch heilsam sein kann, das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt zu lesen, war diese Idee noch überraschend neu. Dass Kinderbücher für Kinder genau dasselbe tun können, wird nun niemanden mehr überraschen.

Erstmal möchte ich einräumen, dass die Idee, Lesen als Lebenshilfe zu nutzen schon bis in die Antike zurückreicht. Aber im zweiten Punkt, nämlich dass auch Kindern Literatur einige Unterstützung zu bieten hat, gebe ich Ella Berthoud, Susan Elderkin und Traudl Bünger uneingeschränkt Recht.

Welches Kinderbuch soll ich vorlesen?

Die Auswahl an Kinderbüchern ist groß: Jedes Jahr werden unzählige neue Kinderbücher aufgelegt, designt von talentierten Illustratoren und Illustratorinnen. Stundenlang könnte ich in Buchhandlungen durch diese farbenreichen Welten stöbern, aber es ist schwer, sehr schwer, einen Überblick zu gewinnen, wenn man gezielt ein Buch für gewisse kindliche Herausforderungen und Bedürfnisse sucht.

Die “Romantherapie für Kinder” liefert hingegen eine sehr übersichtliche Zusammenstellung der verschiedenen Lebenslagen und Probleme. Da geht es zum Beispiel um Liebeskummer, Mobbing, Langeweile, den Verlust eines Haustieres oder das Gefühl anders zu sein. Trauma, Übergewicht und Einnässen finden sich auch. Insgesamt acht Spalten füllen die Kategorien. Ich denke, dass da fast alle Herausforderungen irgendwo ihren Platz finden sollten.

Die besten Bücher für Babys und Kleinkinder

Wie auch in der Ausgabe der “Romantherapie”, die für Erwachsene gedacht ist, gibt es wieder zahlreiche Listen der “Zehn besten Bücher”: “Die zehn besten Bücher für Babys”, “Die zehn besten Bücher über Fußball” oder auch “Die zehn besten Graphic Novels”. Eine solche Hierarchisierung finde ich nicht ganz gerecht und bin auch nicht überzeugt, dass sie inhaltlich sinnvoll und notwendig ist, aber auch hier kann ich als neugierige Leserin einfach wohlwollend Inspirationen sammeln.

Sicher gibt es immer jemanden der schneller läuft, weiter springt oder höher spuckt, aber der Wettbewerb sollte aus meiner Sicht aus der Buchbranche ausgeschlossen werden.

Wer beurteilt denn, ob schöner, klüger, einfühlsamer oder mitreißender geschrieben wird?

Jedes Jahr gibt es so viele wunderbare Neuerscheinungen – auch im Bereich der Kinderbücher – und wenn wir nur die Augen aufhalten, dann findet uns schon das richtige Buch. Davon bin ich fest überzeugt. Nichtsdestotrotz bin ich eine große Freundin von Inspirationen und natürlich auch Empfehlungen und ganz in diesem Sinne sehe ich sowohl die “Romantherapie” als auch die “Romantherapie für Kinder”.

Ich möchte mir nicht vorschreiben lassen, was ich wann wie wo lesen soll, aber Vorschläge nehme ich dankbar, gerne und oft an und sortiere dann daraus, was zu mir und meinen Bedürfnissen passt.

Nicht jedes Kinderbuch ist ein gutes Kinderbuch

“Die besten Kinderbücher stellen sich den großen Themen und Gefühlen mit einer angstfreien Freude, sind dabei aber immer auch gleichermaßen verlässlich spannend und beruhigend.”

Beruhigend fand ich an dieser Stelle vor allem, dass die Autorinnen einräumen, dass nicht allen vermeintlichen Kinderbüchern eine wohlwollende bibliotherapeutische Kraft inne wohnt.

Nicht jedes Kinderbuch ist geeignet – worauf du achten solltest

Wir alle erinnern uns an grausame Szenen im Struwwelpeter (Heinrich Hoffman), menschenfressende Riesen oder düstere Märchen mit zweifelhafter Lehre. Als Kind besaß ich eine Ausgabe der “Schönsten Katzengeschichten” und musste von toten Katzenbabies in Mülltonnen und anderen Horrorgeschichten lesen.

Nicht alles, was als Kinderbuch daher kommt, ist auch pädagogisch sinnvoll. Umso schöner, dass sich die Autorinnen der “Romantherapie” die Mühe gemacht haben und “Die Romantherapie für Kinder” geschrieben haben.

Das Werk mit dem vielversprechenden Untertitel “233 Bücher, die Kinder glücklich, gesund und schlau machen” wendet sich an alle …

Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel, Paten und Lehrer – für all diejenigen, die meinen, dass die Bücher, die ein Kinderleben prägen, nicht dem Zufall überlassen werden sollten.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Eltern und meine Tante, die mich bereits in jungen Jahren mit reichlich Lektüre versorgten und damit schon früh eine besondere Bücher- und Leseliebe in mir weckten.

Welche Bücher haben deine Kindheit begleitet und geprägt? Ich freue mich auf viele Inspirationen in den Kommentaren! Liest du selbst auch noch manchmal Kinderbücher oder sogar deinen eigenen Kindern welche vor? Nach welchen Kriterien suchst du diese Bücher aus? Schreib deine Antwort gerne in die Kommentare!

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So wertvoll ist dein Leben

Worte finden für das was manchmal unaussprechlich scheint. Oft sind es Worte, die unsere Gedanken formen. Wie möchtest du deine Gedanken gestalten?

Alltagsrassismus verstehen & Mikroaggressionen erkennen: Bücher für weiße Leser*innen

Bücher über Alltagsrassismus: Perspektiven verstehen, Mikroaggressionen erkennen und lernen, wie weiße Leser*innen Verantwortung übernehmen können.

Mama, ich bin stolz auf dich!

Viele Menschen träumen davon, ein neues Leben zu beginnen. Manche verlassen ihre Heimat, weil sie die Lebensumstände dort nicht mehr ertragen und fliehen müssen. Egal warum frau geht: leicht ist es nicht.

Breaking the Cycle: Den Kreislauf familiärer Gewalt durchbrechen

Familiäre Gewalt ist kein Einzelfall, sondern ein System. Sie ist ein stiller Abdruck in Biografien, der in Körpern, Beziehungen und Selbstbildern nachwirkt. Und doch fehlt oft die Sprache, um sie zu fassen, oder der Mut, sie auszusprechen.

Krankheit verstehen und den Schmerz aussprechen

Die Krankheit Krebs ist immer Auslöser für eine neue Perspektive auf das Leben. Solch eine weitreichende Diagnose zu bekommen, lässt uns …

Nicht gegen den Tod, sondern für das Leben entscheiden

Manchmal ist es gut sich zu verkriechen, der Trauer Raum zu geben. Dann kommt aber auch wieder eine Zeit, in der wir Kraft schöpfen. Bist du soweit?

Lebendig: Ich möchte wieder etwas fühlen

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig lebendig gefühlt? Wann hast du das letzte Mal tief aus dem Bauch heraus gelacht oder so richtig schmerzvoll geweint? Fällt es dir leicht oder schwer, die eigenen Gefühle zu identifizieren und auch zuzulassen?

Sei die pure Leidenschaft!

Sicher gibt es auch in dir eine Sehnsucht, die dich antreibt, dich zweifeln lässt und deine Gedankenwelt genau dann aufwühlt, wenn du es gerade eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kannst. Wenn du dich manchmal schon gefragt hast, wonach du dich da eigentlich sehnst, dann ist das hier vielleicht die Antwort: Leidenschaft.

Verletzlich und doch stark sein

Du kannst verletzlich und trotzdem stark sein. Wusstest du das? Aber wenn du stark sein musst, dann sei es doch bitte für dich!

Warum du dir aus dem Urlaub ein Buch mitbringen solltest

Warum du dir aus dem Urlaub ein Buch mitbringen solltest

Der Sommer steht vor der Tür. Nein! Er hat sich selbst schon Einlass verschafft. Ich glaube, er hat nicht mal angeklopft, sondern einfach die Tür aufgerissen, kurz mal links und rechts geschaut und dann mein ganzes Wohnzimmer eingenommen. Ich kann auch ehrlich nicht behaupten, dass er nicht willkommen ist.

Willkommen Sonne!

Ich freu mich richtig und von allen Seiten bekomme ich zu hören, wie schön die Sonne scheint, endlich länger hell, im Park picknicken, Ausflug ans Meer und und und. Und bei einem Ausflug soll es im Sommer ja nicht bleiben.

Meine Freundin Franzi beispielsweise, die ist gerade in Portugal und lässt mich via Instagramstory an ihrem Glück teilhaben. Das sieht schon ziemlich verlockend aus.

Da bekomme ich auch Lust, Urlaubspläne zu schmieden.

Es ist tatsächlich sehr wichtig ein paar Dinge im Jahr zu haben, auf die du dich ganz besonders freuen kannst. Wenn diese Dinge beruflicher Natur sind, umso besser, aber bestimmt brauchst auch du mal eine Pause.

Urlaub ist wichtig. Davon bin ich fest überzeugt.

Und Lesen ist genauso wichtig. Schließlich macht Lesen ja glücklicher, oder?

An anderer Stelle auf Literaturpower, habe ich dir schon mal ein Buch vorgestellt, dass dir helfen kann, im Alltag ein bisschen abzuspannen und runterzukommen. Ein literarischer Kurzurlaub sozusagen.

Bringe dir unbedingt ein Buch mit!

Ich möchte jedoch auf etwas ganz anderes hinaus. Der Titel hat es ja quasi schon verraten: Du solltest dir aus jedem Urlaub mindestens ein Buch mitbringen und ich werde dir jetzt verraten, warum das so ist.

Im Urlaub gehört Lesen für mich unbedingt dazu. Geht dir vielleicht nicht anders. Bestimmt bist du im Netz oder einem Hochglanzmagazin auch schon einmal auf so eine Liste von Buchempfehlungen gestoßen, die du entspannt am Pool oder in einem der berühmten Wiener Straßencafés lesen könntest.

“Urlaubslektüre” liegt auch in jeder zweiten Buchhandlung schon stapelweise bereit, du musst nur noch zuschlagen.

Im Urlaub mag ich es hin und wieder etwas leichtfüßiger. Gerne packe ich mir einen Titel ein, der wenig Tiefgang verspricht und vielleicht in die Kategorie literarisches Fastfood gehört.

So weit so gut. Lesen im Urlaub ist das eine. Ich möchte dir aber zeigen, wie wichtig es ist, im Urlaub in eine Buchhandlung, ein Antiquariat oder vielleicht sogar nur zu einem dieser zahlreichen öffentlichen Bücherschränke zu gehen und das eine Buch mitzunehmen, das du aus dem Urlaub in deine Heimat mitbringst.

Dir will noch nicht ganz einleuchten, warum? Ich erklär’s dir!

#1 Den Urlaub mit nach Hause bringen
Urlaubssouvenirs gibt es viele. Eine schöne Muschel, eine Karte, der Eiffelturm in mini, ein Marimekko-Täschchen oder vielleicht dieser besondere Likör, den es in der Heimat nicht gibt (wenn er es denn durch den Zoll schafft). Letzterer ist sowieso irgendwann ausgetrunken und eignet sich als nachhaltige Urlaubserinnerung kaum.

Die meisten Nutzartikel und Staubfänger verschleißen entweder oder landen früher oder später in einem Karton. Ein liebevoll gestalteter Kochlöffel mit Finnland-Gravur, den ich auf einem Markt in Helsinki vergangenes Jahr erstanden habe, splitterte leider schon nach der ersten Anwendung.

Wenn wir also davon ausgehen, dass ein Souvenir nicht nur einen Nutzen hat, sondern eine Stimmung transportieren soll, dann ist das zeitlos elegante Buch in jedem Fall auf Platz 1.

#2 Bücher finden uns
Und damit ergibt sich auch schon mein zweites Argument. Im Urlaub tickst du nämlich ganz anders als zu Hause im stressigen Alltag. Es gibt sogar Studien darüber, dass Kinder während der Schulferien stärker wachsen als während der regulären Schultage. Das finde ich schon sehr erschreckend. Stress hat weitreichenden Einfluss auf unser Sein, unsere Stimmung, unsere Bedürfnisse und unsere Gedanken.

Im Urlaub bist du damit ein ganz anderer Mensch und wenn du dort zu einem Buch greifst, fühlst du dich vielleicht sogar von völlig anderen, neuen Klappentexten angesprochen, als daheim in deiner lokalen Buchhandlung. Im besten Fall brauchst du keine Empfehlung, keine Internetratgeber, lass dich einfach inspirieren.

#3 Sprachen
Viele Buchhandlungen haben inzwischen fremdsprachige Bücher. Es ist schon sehr selten, dass eine gut sortierte Buchhandlung nicht mal ein paar Bücher in Englisch bereithält. Aber auch Bilderbücher in der Landessprache können ein Gewinn sein.

Lass dich von den Bildern einfangen und nimm mit, was dich anspricht. Später zu Hause, sind es vielleicht solche Bilder, die diese besondere Urlaubsstimmung wieder in Erinnerung bringen.

#4 Urlaubserinnerungen
Geschichten und Bilder sprechen uns nicht nur auf einer kognitiven Ebene an, sie fordern uns auch emotional heraus. Und genau deshalb sind Bücher ganz besonders gut geeignet, dir zurück im Alltag wieder ein wenig von diesem Urlaubsfeeling zu verschaffen.

Du wirst dann vielleicht im Bett oder auf dem Sofa liegen, Charaktere in ihrer Entwicklung begleiten und … jetzt kommt es … du wirst dich erinnern, wie es sich angefühlt hat, als du im Urlaub in dieser Buchhandlung standest und dich für genau dieses Buch entschieden hast. Yeah!

#5 Ein Buch bleibt
Viele der Bücher, die ich nicht per Bookcrossing in die weite Welt verabschiede, habe ich im Urlaub gekauft. Ich weiß meistens noch sehr genau wann und wo ich sie bekommen habe und mit jedem dieser literarischen Juwele verbinde ich eine kleine Anekdote.

Natürlich könnte ich mir auch Fotos aus der Zeit anschauen. Das ist auch schön, aber irgendwie mache ich das nicht so oft. Meine Bücherregale hingegen, die bringens voll. Naja, ich komme jetzt ins Schwärmen …

Erzähl du mir lieber, welches Buch du dir im Urlaub geholt hast und wenn du magst, schreibe gerne noch dazu, warum es gerade dieses Buch sein sollte. Die Kommentare sind unten. Ich freue mich schon!

Auf diese Aufgaben bereitet das Leben nicht vor

Alle Eltern werden irgendwann alt und manche im Alter sogar krank. Oft werden dann die Rollen getauscht und …

Stelle dir diese Frage: Wie wichtig nimmst du dich wirklich?

Warum tun wir uns eigentlich oft so schwer dabei, uns selbst wichtig zu nehmen? Warum ist Selbstwertschätzung nicht selbstverständlich? Du willst dich selbst wichtig nehmen? Dieser Roman hilft dir dabei.

Bewältigungsstrategien der AussteigerInnen: Isolation oder Freiheit?

Manchmal gibt es diese Tage: Tausend Gedanken, aber keinen Plan wie dieses oder jenes Problem angegangen werden kann. Was tun wir dann?

Falsche Männlichkeit: das große Missverständnis

Männer müssen so und so sein. Neben Vorurteilen und Unterstellungen prägen eine Menge Erwartungen unsere Gender-Vorstellungen und skizzieren klare Rollenbilder, die im Grunde nur falsch sein können.

Toys und Bücher, die deine sexuelle Intelligenz stärken

Erotische Inspiration? Ich stelle dir besondere Bücher und Toys vor, die deine sexuelle Intelligenz stärken.

Kannst du bitte mal zuhören?

Im Grunde hat doch jeder Mensch etwas zu sagen. Jede und jeder hat eine eigene Geschichte. Manchmal sogar sehr viele. Ja vielleicht haben wir alle eine ganze Bibliothek an Geschichten in uns.

Sei die pure Leidenschaft!

Sicher gibt es auch in dir eine Sehnsucht, die dich antreibt, dich zweifeln lässt und deine Gedankenwelt genau dann aufwühlt, wenn du es gerade eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kannst. Wenn du dich manchmal schon gefragt hast, wonach du dich da eigentlich sehnst, dann ist das hier vielleicht die Antwort: Leidenschaft.

Ich wünsche mir Zuwendung

Homophobie, Bindungsunfähigkeit oder die pure Ignoranz… Manchmal leidest du darunter, dass andere Menschen nicht die nötige Rücksicht aufbringen können und völlig empathielos auf dir rumhacken?

Wir können doch über alles reden!

Wie reagierst du, wenn sich jemand dir gegenüber im Ton vergreift und ausfallend wird? Äußerst du dein Missfallen oder lässt du vieles durchgehen?

Was erwartest du eigentlich von mir?

Es ist schwierig eigene Erwartungen loszulassen. Ich würde jedoch behaupten, dass es noch viel schwieriger ist, die Erwartungen anderer zu hinterfragen und beiseite zu tun. Wie kann es klappen?

Die Gewalt um uns

Die Gewalt um uns

Liebe Leserin, lieber Leser, die Auseinandersetzung mit manchen Themen kann belasten oder verstören. Solltest du selbst gewaltvolle Erfahrungen gemacht haben, dann informiere dich bitte auch hier über die Möglichkeiten professioneller Hilfe.

In diesem Artikel wird ein Roman vorgestellt, der eventuell Triggerrisiko beinhaltet. Bitte schätze dich selbst gut ein, ob du in der Verfassung bist, über gewaltvolle Erlebnisse zu lesen.

„Im Herzen der Gewalt“ von Edouard Louis

Jedem geht es mal nicht gut. Das kommt bei mir beispielsweise vor, wenn ich an Dinge denken muss, die passiert sind und die ich nicht mehr ändern kann. Für solche Augenblicke gibt es viele Strategien. Eine meiner Lieblingsstrategien ist, mein Telefon zu nehmen und einen Freund oder eine Freundin anzurufen und mein Herz auszuschütten. Reden. Einfach reden und meine Sorgen in Worte fassen.

Das bringt es manchmal schon.

Die Bibliotherapie nutzt dieses Konzept. Denn sie weiß: Worte helfen. Beim Lesen. Beim Schreiben. Und auch beim Erzählen sind es Worte über die wir unsere Bedürfnisse kommunizieren, uns Verständnis einholen und unsere Emotionen transportieren.

Vielleicht deshalb sprudelt es auch aus Edouard nur so heraus, nachdem er Opfer einer Gewalttat geworden ist.

“Ich konnte ja auch nicht aufhören, davon zu erzählen. In der Woche nach Weihnachten hatte ich den meisten meiner Freunde den Vorfall geschildert, doch nicht nur ihnen, auch Personen, denen ich nicht so nahestand, entfernteren Bekannten oder Leuten, mit denen ich bisher kaum gesprochen hatte, manchmal auch nur auf Facebook.”

Sollte dieser Roman auf einer wahren Gegebenheit beruhen, wie in einem Artikel der Zeit vermutet wird, ist sicher auch die Niederschrift seiner Erlebnisse für den jungen Autoren Edouard Louis eine Form der Therapie.

Ein Gewahrwerden, eine Konfrontation und ein Verstehensprozess.

Das sind sehr schwierige Phasen, die ein Opfer durchläuft. Edouard, das ist der Vorname des französischen Schriftstellers Louis und auch der Name seines Protagonisten in “Im Herzen der Gewalt”. Es ist die Geschichte einer brutalen Gewalttat zum einen und gleichzeitig die Geschichte vieler anderer gewaltvoller Umstände zum anderen.

Die Zeit schreibt: “Der Roman ist zugleich getrieben von der düsteren Ahnung, dass es aus der Spirale von Angst, Gewalt und Verachtung womöglich kein Entrinnen geben könnte.

Ist das wirklich so? Ich habe da meine eigene Lesart und habe vieles beim Lesen mitgenommen. Vielleicht nicht unbedingt Zuversicht und Menschenliebe. Aber auch nichts Gegenteiliges. Ich glaube, dass diese “Spirale von Angst, Gewalt und Verachtung” besonders durch Ignoranz und Unwissenheit geprägt und katalysiert wird.

Literatur schiebt dem ja in gewisser Weise einen Riegel vor. Wenn wir lesen, klären wir diese Unwissenheit auf. Verständnis wird erreicht, nicht Verachtung.

Keine Zuflucht

Schauen wir uns nochmal die Handlung des Romans genauer an. Edouard sucht nach den schlimmen Vorfällen in dieser Dezembernacht Zuflucht bei seiner Schwester und seinem Schwager auf dem Land. Er wird es schnell bereuen.

“Vor vier Tagen bin ich hier eingetroffen, in der naiven Hoffnung, ein paar Tage auf dem Land wären das einzige Mittel, über die Müdigkeit und den Überdruss meines Alltags hinwegzukommen, aber kaum hatte ich dieses Haus betreten, die Reisetasche auf die Matratze gestellt, kaum hatte ich das Schlafzimmerfenster geöffnet, das auf die Wäldchen und die Fabrik des Nachbardorfs hinausgeht, da begriff ich, dass ich einem Irrtum aufgesessen war und noch melancholischer und deprimierter wieder nach Hause fahren würde.”

Zu diesem Resultat tragen verschiedene Umstände bei, die ich nicht ausführlich erläutern möchte. Aber auch in diesen kleinen, zwischenmenschlichen Interaktionen innerhalb der Familie gibt es eine gewaltvolle Ebene, die relevant ist.

Opfer sein hört leider nicht mit dem Ende einer Tat auf. Vieles beginnt unmittelbar danach, manches vielleicht sogar erst Monate oder Jahre später.

Traumata sind beispielsweise noch nicht gänzlich erforscht, aber es gibt bereits gute Traumatherapien. Obwohl Schreiben und Lesen wertvolle Bestandteile einer solchen Therapie sein können, bitte ich dich, es nicht ausschließlich in Eigenregie zu versuchen, sondern professionelle Hilfe einzuholen, solltest du betroffen sein.

Literatur kann dich in solch schwierigen Situationen nur zusätzlich unterstützen. Manchmal wird sie dich noch nicht mal stärken, sondern nur schwächen.

Vielleicht weist dich der Roman “Im Herzen der Gewalt” darauf hin, wo es bei dir selbst (noch) weh tut und an welcher Stelle vielleicht eine Aufarbeitung nötig ist. Manche Romane verdauen wir nicht so leicht. Es ist bei Weitem nicht alles „Fast Food“ auf dem Buchmarkt und hier und da gräbt sich eine Geschichte tief in uns rein und krallt sich da fest.

Der Schock, den Edouard heimsucht, ist spürbar beim Lesen. Ich kenne die anderen Werke des Schriftstellers nicht, aber für dieses Buch kann ich ganz klar sagen, dass der Autor es versteht seine Leserinnen und Leser sprichwörtlich “in den Bann zu ziehen”. Das mag ein Talent, eine Gabe sein. In diesem Falle ist es auch ein Fluch mit beängstigender Wirkung.

Denn was wir hier lesen ist nicht irgendein Krimi oder Thriller. Es ist ein literarischer Erfahrungsbericht, bei dem die Fiktivität der Handlung keine Rolle mehr spielt. Denn in unseren Köpfen wird die Geschichte wahr und mit ihr all der Schmerz, den sie transportiert.

Der Schmerz über die Diskriminierung, den Rassismus, die Ignoranz und die Dummheit. Der Schmerz über das Nichtwahrgenommenwerden. So wie auch Edouard während des langen Gesprächs seiner Schwester mit ihrem Mann hinter der Tür lauscht und nicht wahrgenommen wird.

Nicht physisch und auch nicht als Mensch.

Denn was er ist und sein möchte, das sehen die anderen nicht. Und es interessiert sie wohl auch nicht.

“Er hat sich weniger verändert, als er glauben machen will. Ich weiß, dass ich recht habe. Ich seh doch, wenn er herkommt zu Besuch, an den ersten Tagen, wenn er ankommt und sein Gepäck aufs Zimmer bringt, da stellt er sich mit allem wer weiß wie an. Als ob er uns um jeden Preis zeigen wollte, dass er nicht mehr ist wie wir, sondern dass er anders geworden ist und anders ist. Zu gut für uns.”

Es sind die Worte einer Schwester, aber gleichzeitig lese ich in diesen Zeilen die Kritik vieler Elternteile, die ihren Kindern die Entwicklung hin zu etwas Neuem und vielleicht ihnen Unbekanntem nicht gönnen. Kennst du diese Kritik? Fürchtest du dich auch vor ihr? Sie wird vielleicht in Edouard Louis’ anderem Roman “Das Ende von Eddy” noch stärker präsent, aber auch hier schwingt sie mit. Mehr als deutlich.

Ich wünsche dir eine gute Lektüre und viel Kraft bei all deinen Herausforderungen.

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Du darfst vor allem nicht resignieren!

Was würdest du tun, wenn ich dir genug Geld gäbe, um vielleicht zwei Jahre gut über die Runden zu kommen und dazu noch ein Ticket in eine Metropole deiner Wahl? Würdest du dein Leben nochmal ganz neu denken und gestalten?

So wichtig sind Geschwister

Die Beziehung, die wir zu unseren Geschwistern pflegen ist in der Regel die längste Beziehung unseres Lebens. Damit kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Wie können wir ihnen gerecht werden?

Wie fühlt sich eine Scheidung an?

Kannst du deine Trennung oder Scheidung mit Humor nehmen? Nein? Dann geht es dir wie den meisten. Und doch …

Du verdienst ein schönes Leben

Denkst du nach über verpasste Chancen, alternative Lebenswege und die Frage, was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht? Entdecke eine Geschichte, die zeigt, dass kein Weg perfekt ist – und dass es sich lohnt, das eigene Leben mit neuen Augen zu sehen.

Kämpfe wie eine Frau!

Was, wenn ich morgen ein ganz anderer Mensch sein kann – einfach weil ich mich dafür entscheide?!!

Diagnose Epilepsie: Wie eine Krankheit alles verändert

Eine Krankheit kann alles verändern. Darf sie jedoch auch unsere Träume zerstören? Vielleicht ist der eine Weg nicht mehr denkbar. Dann müssen neue Träume her.

Flucht verstehen: Können wir das?

Um Krieg und Flucht zu verstehen, müssen wir zuhören. Dieses Buch gibt uns die Möglichkeit dazu.

Bewältigungsstrategien der AussteigerInnen: Isolation oder Freiheit?

Manchmal gibt es diese Tage: Tausend Gedanken, aber keinen Plan wie dieses oder jenes Problem angegangen werden kann. Was tun wir dann?

Genießt du die Einsamkeit?

Manchmal entscheiden wir uns für Einsamkeit, um Klarheit zu gewinnen, zu uns selbst zu finden, etwas zu genießen, das nicht durch den Einfluss unserer Mitmenschen verfälscht wird.

Höre nicht auf zu wachsen

Stell dir einen Baum vor. Einen großen, prächtigen Baum mit starken Ästen, tiefen Wurzeln und Blättern so dicht, dass du nicht siehst, was dahinter ist. Was wenn du dieser Baum bist?

Einfach mal gut sein lassen

Einfach mal gut sein lassen

DU machst immer alles richtig, oder? Wer, wenn nicht DU? Richtig?!!

Ach. Wie jetzt? Also doch nicht? Dann bist du also kein guter Mensch?

Wie, du willst ein guter Mensch sein, aber machst nicht immer alles richtig? Ja, ja, schon gut. Ich überspitze natürlich. Wir können nicht immer alles richtig machen. Und zu einem schlechten Menschen macht uns das schon gar nicht.

Leicht ist es nicht

Aber leicht ist es eben auch nicht immer, bewusst nicht das Richtige zu tun. Das klingt nun etwas verdreht und niemand von uns möchte ja Schlechtes bewirken. So ist es auch nicht gemeint, aber es gibt Dinge, die nehmen wir eben in Kauf.

Zum Beispiel wenn wir Kleidung kaufen, die billiger ist, als sie sein sollte. Bei der Herstellung von Konsumgütern, beim Überqueren roter Ampeln, beim Umgang mit Dienstleistern … wir machen überall Abstriche.

Der eine mehr, die andere weniger und anders geht es wohl auch nicht. Aber wem sag ich das. Ich möchte jetzt auch keine Lehrpredigt halten. Die bekommt nämlich auch Philipp, unser sympathischer, junger Protagonist in “Mein Leben als Hoffnungsträger” von Jens Steiner, mehr als genug.

“João dreht sich nach vorne und schweigt beleidigt. Mir dämmert, dass Uwe womöglich nicht der Einzige ist, der Anspruch darauf erhebt, mein Mentor zu sein. João ist offenbar der Meinung, dass jeder ernst zu nehmende Hoffnungsträger über seine Welt und sein Tun genauso Bescheid wissen sollte wie über Uwes Welt. Ich muss ihm recht geben. Auch wenn es mir nicht leichtfallen wird, von nun an ein doppelter Hoffnungsträger zu sein.”

Alle wollen ein kleines Stück vom Kuchen und dem guten Jungen zeigen wo es lang geht. Und es bleibt leider nicht bei den Arbeitskollegen oder dem Chef. Selbst die Nachbarn meinen es mehr als gut mit Philipp:

“Manchmal frage ich mich, ob der Schöbeli mich mit jemandem verwechselt. Ob er meint, ich sei sein Neffe oder Enkel.”

Ach mit denen darf man es wohl so machen, ja Philipp? Aber auf Philipp kann man nicht böse sein. Er ist einer von diesen Gutmenschen, die es wirklich immer gut meinen. Die Rücksicht nehmen und empathisch sind. Und die auch ein bisschen daran verzweifeln.

Bist du ein Gutmensch?

Der Begriff “Gutmensch” wurde leider in der letzten Zeit etwas misshandelt. Ich habe sogar überlegt, ob ich ihn überhaupt nutzen darf, mich dann aber doch dafür entschieden. Nur weil andere den “Gutmenschen” durch den Kakao ziehen, muss ich darauf doch keine Rücksicht nehmen. Gutmenschen haben es nämlich eh schon schwer genug. Sie sehen zuviel, sie hören zuviel und sie fühlen zuviel.

Leicht ist das nicht.

Schon gar nicht, wenn sie all diesen Ballast in ihren Rucksack aufladen und ihnen diese Last immer schwerer wird.

“Frühling war es und ich in dieser Wohnung und wieder allein mit meinen Dingen und diesem Leben, das einem alles Mögliche verspricht und sich dann ins Fäustchen lacht ob der Gutgläubigkeit der Menschen. Ich setze sie unter Druck, hatten meine Mitbewohner geklagt und mir freundlich, aber unmissverständlich die Tür gewiesen. Was ihnen an mir derart zugesetzt hatte, habe ich nie ganz verstanden.”

Ein paar Kapitel weiter gibt es dann aber doch schon ein paar Einblicke. Wir erfahren etwas über Philipps frühe Kindheit, die kleinen Zwänge, die er entwickelte und deren Auswirkungen auf sein WG-Leben. Zuerst gab es da zum Beispiel diese kleine Spielzeugpost. Mit vier Jahren hat er sie geschenkt bekommen und es dauerte ein bisschen, bis auch der Papa zufrieden war. Also mit Philipps Art diese Post zu benutzen.

Erst als Zahlen, Geld und Fortschritt eine Rolle spielten, war auch Philipps Papa zufrieden gestellt. Das mutet vielleicht ein bisschen platt an, wenn ich das hier ausführe, aber im Buch – das darfst du mir glauben – werden solche Lebensmetaphern mit der nötigen Feinsinnigkeit und Verschlagenheit behandelt.

Mit Worten umgehen, das kann unser Autor Jens Steiner nämlich gut. Nicht nur einmal hat es eines seiner Werke auf die Longlist des Deutschen Buchpreises gebracht und Preise hat der talentierte Schriftsteller auch schon in Fülle abgeräumt.

Aber zurück zum Buch. Ich habe Zwänge erwähnt. Putzen. Scheinbar hat ihm sein zwanghaftes Putzen, den Platz in seiner WG gekostet. Und dieses ausgesprochene Ordnungsbewusstsein hatte bereits in der Kindheit seinen Ursprung.

“Ich putzte und schräubelte, putzte und schräubelte. Meine Eltern waren voller Zuversicht, dass sich bei mir alles geben würde. Sie hatten allen Grund dazu, schließlich spielte sich die Geschichte der menschlichen Niedertracht weit weg von uns ab.”

Ein Hoffnungsträger

Mit dieser Vorgeschichte lässt sich so einiges erklären in Philipps Leben. Zum Beispiel, warum er nun in einem Recyclinghof arbeitet. Dort nämlich erst wurde er zum “Hoffnungsträger”. Uwes “Hoffnungsträger” um genau zu sein. Und zu dieser Rolle gehört ein gewisses Gespür für die Umwelt, Nachhaltigkeit und Ordnung.

Uwe hat das natürlich alles schnell in Philipp erkannt und ihm behende einen Job angeboten. So erfahren wir nicht nur etwas über Philipp selbst und seinen Boss Uwe, sondern auch die anderen beiden kauzigen Mitarbeiter, über die ich an dieser Stelle nicht viel verraten möchte. Sie sind sympathisch. Allesamt.

“Mein Leben als Hoffnungsträger” ist eine kleine Philosophie des Alltags, ein literarischer Erfahrungsbericht von den großen und kleinen Herausforderungen des Lebens und der Angst, nicht genug zu tun und nicht genug zu sein.

Ich glaube, dass wir alle Philipp gut kennen und wohlwollend schließen wir ihn in unser Herz. Das macht die Lektüre umso bedrückender, denn nicht immer geht es nur um die kleinen Konflikte bei der Mülltrennung.

Nicht zuletzt geht es auch um die Sklaverei der Selbstoptimierung und um die Zwänge, die wir uns auferlegen.

“Die Niedertracht der Welt, in der ich lebte, bestand darin, dass jede Generation noch ein bisschen mehr aus sich herauszuholen hatte als die vorherige, und dieser Wettbewerb war selten ein blutiger. Und doch hatte ich die unbestimmte Ahnung, dass jene Welt da draußen nicht so fern und dass dem Menschen als Mensch grundsätzlich nicht zu entkommen war.”

Mit diesem Zitat wollte ich eigentlich nicht enden. Der Roman selbst hat mehr zu bieten als schwermütige Weltuntergangsszenarien, aber davon darfst du dich gerne selbst überzeugen. Vielleicht hilft dir die Lektüre ein kleines bisschen dabei, hin und wieder den schweren Rucksack in eine Ecke zu stellen oder ihn gleich ganz auszuschütten. Auf dem Weg dahin mag er vielleicht eine Stütze sein. Viel Spaß beim Lesen.

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Höre nicht auf zu wachsen

Stell dir einen Baum vor. Einen großen, prächtigen Baum mit starken Ästen, tiefen Wurzeln und Blättern so dicht, dass du nicht siehst, was dahinter ist. Was wenn du dieser Baum bist?

Einfach mal gut sein lassen

Wir können nicht immer alles richtig machen. Und zu einem schlechten Menschen macht uns das schon gar nicht. Aber leicht ist es eben auch nicht immer, bewusst nicht das Richtige zu tun.

Gib dich nicht für ihn auf!

Die Liebe vermag Berge zu versetzen. Sie kann uns einen Sinn im Leben geben, Kraft schenken und Richtung weisen. Manchmal jedoch, macht sie uns auch kaputt … Nicht alles, was wie Liebe aussieht und sich wie Liebe anfühlt, ist auch gut für uns.

Was andere über mich denken

Befürchtest du manchmal, dass deine Entscheidungen nicht gut genug sind, deine Ideen nicht überzeugen? Lass uns einmal beleuchten, wie viel Anerkennung und Respekt von anderen du wirklich brauchst.

Es gibt Träume, die lebst du bereits!

Wieviele Träume passen eigentlich in all die Strukturen, Routinen und alltäglichen Aufgaben, denen du dich jeden Tag aussetzt? Vielleicht mehr als du denkst. Und vielleicht musst du einfach mal wieder genauer hinsehen!

Falsche Männlichkeit: das große Missverständnis

Männer müssen so und so sein. Neben Vorurteilen und Unterstellungen prägen eine Menge Erwartungen unsere Gender-Vorstellungen und skizzieren klare Rollenbilder, die im Grunde nur falsch sein können.

Ich wünsche mir Zuwendung

Homophobie, Bindungsunfähigkeit oder die pure Ignoranz… Manchmal leidest du darunter, dass andere Menschen nicht die nötige Rücksicht aufbringen können und völlig empathielos auf dir rumhacken?

Hast du denn gar keine Phantasie?

Niemand möchte hören “Jetzt entspann dich doch mal!” Selten gehen solche Aufforderungen mit konstruktiven Tipps einher, wie wir das anstellen sollen. Dieses Buch kann helfen.

Anatomie der Frau: Deshalb wissen wir so schlecht Bescheid.

Mal ganz nüchtern betrachtet: Wir wissen oft besser über die Geschlechtsorgane des Mannes Bescheid, als über die der Frau. Menstruation wird weiterhin tabuisiert und patriarchaliche Machtverhältnisse bestimmen unser Leben. Wir können das ändern. Zunächst müssen wir aber verstehen, was da vor sich geht.

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

Diese schlechten Vorsätze sind für dich

Diese schlechten Vorsätze sind für dich

Jetzt hast du Gelegenheit wirklich etwas zu ändern. Mal in ganz echt raus aus der Komfortzone.

Nicht die immer gleich klingenden Glaubenssätze, die du dir Jahr für Jahr immer wieder zu Beginn eintrichterst, um sie dann doch nach wenigen Wochen oder sogar schon Tagen über den Haufen zu werfen.

Gute Vorsätze kennst du schon. Lass uns heute Mal schlechte Vorsätze aufstellen. Die sind auch leichter einzuhalten und viel aufregender, oder? Auf geht’s!

Vorsatz #1:
Nimm es mit der Ernährung nicht arg zu genau
Entspann dich mal! Könnte man jetzt sagen, mach ich aber nicht. Das sage ich nur, wenn ich einen konstruktiven Tipp habe, wie es wirklich klappt: Entspannen. In diesem Artikel stelle ich dir ein Buch vor, das dir vielleicht hilft, die Dinge nicht ganz so streng zu sehen und etwas gelassener durchs Leben zu gehen. Das hilft nicht zwangsweise der Hüfte, aber deinem Gemüt allemal. Lies hier weiter!

Vorsatz #2:
Nimm öfter mal das Auto um von A nach B zu kommen

Aber nicht zur Arbeit oder zum Einkaufen. Umweltschutz ist wichtig. Ich meine, um mal wieder rauszukommen. Am Besten in die Natur. Frische Luft einatmen, grüne Pflanzen bewundern und die Vögel zwitschern hören. Klar könntest du auch mit dem Zug dorthin, aber Neil, unser Held in “Tief im Land” konnte auch nur mit einem Auto zu seinem kleinen Cottage in Wales, das er dann fünf entspannte Jahre lang bewohnte. Neugierig geworden? Lies hier mehr.

Vorsatz #3:
Geh’ schlecht mit deinen Freunden um
Aber nur, wenn du möchtest, dass sie sich dann von dir entfernen. In „Metrofolklore“ treibt die Protagonistin es so weit, dass ihre Freundin (bald Exfreundin) Annika irgendwann die Flucht in eine liebevollere Beziehung ergreift, um dort ihr Glück zu finden. Wenn du mal wissen möchtest, wie man es besser nicht macht, dann lies hier weiter.

Vorsatz #4:
Vernachlässige deine Eltern

Das klingt hart. Du fragst dich jetzt, ob ich das ironisch meine? Nicht unbedingt. Es gibt Situationen im Leben, in denen wir nicht endlos für andere da sein können. Manchmal ist es wichtig, die eigenen Ressourcen für uns selbst zu nutzen. Es macht dich nicht zu einem schlechten Menschen, wenn du zugibst, deine Eltern nicht pflegen zu können oder zu wollen. Du bist auch nur ein Mensch und hast selbst Bedürfnisse. Achte auf dich. Vielleicht hilft dir dieser Artikel.

Vorsatz #5:
Lass dich scheiden

Ich hoffe, niemand lässt sich unüberlegt scheiden. Aber wenn es nicht mehr geht, dann geht es eben nicht mehr. Und dann sollte ein Ring oder ein Ehe-Vertrag nicht den Rest deines Lebens so beeinflussen, dass du dich und dein Leben nicht mehr leiden magst. Der Möglichkeiten dein Leben zu gestalten, gibt es viele und so schmerzhaft eine Scheidung auch sein mag – sie ist nicht das Ende der Welt. Jan Fleischhauer hat es vorgemacht: Scheiden lassen geht auch mit Humor. Lies mehr.

Vorsatz #6:
Konzentriere dich bloß nicht!

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, muss nicht immer was Schlechtes sein. Viele Erwachsene, auf jeden Fall mehr als bislang diagnostiziert wurden, haben ADS – ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Das wünsche ich dir zwar nicht, aber im Buch von Mina Teichert wird wirklich schön aufgeklärt, dass mit einer Konzentrationsschwäche nicht gleich alles verloren ist, sondern im Gegenteil Menschen, die betroffen sind, dafür ganz andere Stärken haben. Lies hier weiter.

Vorsatz #7:
Wenn dir ein süßer Kerl seine Nummer gibt, ruf ihn nicht an

Das macht Anita nämlich auch nicht in “Das Glück der fast perfekten Tage”, weil sie regelrecht Missverständnisse sucht, um einen Vorwand zu haben, eine Schutzposition einzunehmen. Die Angst verletzt zu werden, hemmt und blockiert unsere Protagonistin. Schön ist das nicht. Zum Glück geht am Ende alles gut aus. Vielleicht gibst du jedoch dem Zufall nicht so viel Raum und rufst doch besser an, nur um auf Nummer sicher zu gehen? Lies mehr.

Vorsatz #8:
Wirf fremde Erwartungen über Bord

Das meine ich jetzt mal wieder ganz ernst. Es ist schon schwer genug, den eigenen Erwartungen zu entsprechen und sich selbst nicht zu enttäuschen. Wenn wir dann auch noch fremde Erwartungen an uns erfüllen sollen – wo bleibt denn da die Lebensqualität. Wie schwierig es ist, die eigenen Erwartungen von fremden zu unterscheiden, darum geht es in “Der Dichter der Familie”. Lies hier weiter.

Vorsatz #9:
Verlasse deine Heimat

Explore the world. Mal rausfahren, die Welt entdecken, den Horizont erweitern. Klar kann es zu Hause gemütlich sein, aber manches ist einfach nur Gewohnheit. Das Unbekannte da draußen hat auch seinen Reiz und den wirst du nie kennenlernen, wenn du immer nur daheim hockst und jeden Tag das machst, was du immer schon getan hast. Und vielleicht ist es ja auch gar nicht so schön “zu Hause”. Für Marianna in “Restwärme” ist es das definitiv nicht. Lies mehr.

Vorsatz #10:
Gib mehr Geld aus

“Last but not least.” Diese Phrase ist abgedroschen, aber ich habe es früher immer geliebt wenn mein großer Bruder sie benutzt hat. Und der war (vielleicht ist er es noch, ich frage ihn besser nicht) ein großer Held im Geldausgeben. Ich bin da anders. Es fällt mir nicht immer so leicht, auch wenn ich Geld gerne nur als Tauschmittel für ein schönes Leben verstehen würde. Dieses Jahr machen wir es besser, okay? Wir gönnen uns schöne Bücher, die unser Leben noch schöner machen. Tolle Romane, erkenntnisreiche Autobiographien und zärtliche Gedichtbände. Lesen macht glücklich und zum Glücklichmachen sollte Geld da sein. Wofür sonst?

Flucht verstehen: Können wir das?

Um Krieg und Flucht zu verstehen, müssen wir zuhören. Dieses Buch gibt uns die Möglichkeit dazu.

Kinder ja, aber nicht mit dir!

Manche Menschen trennen sich, weil sie zusammen keine Kinder bekommen können. Andere heiraten, um eine Familie zu gründen. Und wiederum andere …

Bücher für Angehörige psychisch Erkrankter: Die besten Ratgeber & Tipps

Psychische Erkrankungen belasten nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörige. In diesem Artikel teile ich meine persönlichen Erfahrungen und stelle hilfreiche Bücher vor, die Angehörige unterstützen können. Erfahre, wie du als Angehörige*r deine eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlierst.

Verletzlich und doch stark sein

Du kannst verletzlich und trotzdem stark sein. Wusstest du das? Aber wenn du stark sein musst, dann sei es doch bitte für dich!

Sinn im Leben

Wann hören wir auf einen Sinn im Leben zu suchen? Hören wir dann nicht auf zu leben? Mein Lieblingsspruch: Dein Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone.

Einfach mal gut sein lassen

Wir können nicht immer alles richtig machen. Und zu einem schlechten Menschen macht uns das schon gar nicht. Aber leicht ist es eben auch nicht immer, bewusst nicht das Richtige zu tun.

Abschied von der Angst vorm Abschied

Verbinden wir nicht Abschied mit Verlusten, Trauer, Wehmut und Resignation? Dürfen wir überhaupt etwas Positives an einem Abschied finden oder macht uns das zu oberflächlichen Menschen?

Bin ich queer? 60+ queere Bücher über Identität & Selbstfindung

Bin ich queer? Über 60 queere Bücher zu Identität, Coming-Out & Liebe: Klassiker, Romane, Theorie & mehr, die dir Sprache und Zugehörigkeit schenken.

Leben lernen: Bring Farbe ins Spiel!

Schaust du auch manchmal in den Spiegel und fragst dich, ob dieses Leben noch dein eigenes ist? Kommst du da überhaupt hinterher, bei all den Emails, Terminen und Verpflichtungen? Farbe macht unser Leben nicht nur bunter, sondern auch lebenswerter. Probier es aus!

Die größten Versager sind die erfolgreichsten!

Eigentlich haben Niederlagen und Fehlentscheidungen in unserer leistungs- und wachstumsorientierten Welt ja wenig Raum. Denkt man zumindest. Die Wahrheit ist, das Gegenteil ist der Fall.

Abschied von der Angst vorm Abschied

Abschied von der Angst vorm Abschied

Abschied vor der Angst vorm Abschied

Ich liebe Serien und Filme. Meine Kindheit verbrachte ich teils lesend, teils vor dem Fernseher. Heute kenne ich kaum noch die üblichen Sender und auf die Frage, wie ich das Literarische Quartett finde, muss ich hin und wieder meine Unkenntnis eingestehen.

Frau Westermann kennt Abschiede

Lichter-GlasChristine Westermann war Teil dieser Sendung. Die Lektüre eines ihrer Bücher hat nicht nur mein Interesse an der Sendung geweckt, sondern mich auch auf diese eindrucksvolle Moderatorin aufmerksam gemacht.

Wer ist Christine Westermann?
Christine Westermann ist eine Fernseh-Journalistin, die unter anderem “Zimmer frei!” moderiert hat, mehrere Bücher veröffentlichte und viele Jahre die Welt bereiste. Christine Westermann weiß viel, aber sie stellt vor allem Fragen. Als ich vor über zehn Jahren mein Medizinstudium gegen ein Philosophiestudium eintauschte, war es das, was ich mir wünschte: Fragen stellen können, statt nur noch Antworten zu bekommen.

Fragen und Antworten

Die Medizin stellt auch Fragen und diese müssen immer beantwortet werden. Was nützt all die Forschung, wenn sie keine Menschen heilt? Mediziner sind schlau. Sie wissen viel und sie nutzen dieses Wissen, um Gutes zu tun. Es gibt jedoch Themen und Fragen, die möchten wir gerne beleuchten, untersuchen und analysieren. Wir wollen auf diese Fragen aber keine Antworten vorgekaut bekommen. Je persönlicher ein Thema ist, desto individueller gestaltet sich auch der Zugang zu diesem Thema. Abschied gehört dazu und mit “Manchmal ist es federleicht” halte ich ein Buch in meinen Händen, das eben diesen persönlichen, individuellen Zugang würdigt.

Es ist ein Buch der “kleinen und großen Abschiede” und die Autorin ist niemand geringeres als die bekannte deutsche Fernsehjournalistin Christine Westermann. Dieses Buch, das sie mit fast 70 Jahren zu Papier gebracht hat, überraschte mich.

gelbes Laub am Baum

Leichtfüßig und unbeschwert

“Federleicht” steht da im Titel und dennoch erwartete ich beim Thema Abschied nicht die Leichtfüßigkeit, Unbeschwertheit und diese freundliche Grundstimmung, die Westermann tatsächlich in ihren Zeilen transportiert. Lange hat mich das beim Lesen sogar verwundert. Verbinden wir nicht Abschied mit Verlusten, Trauer, Wehmut und Resignation? Dürfen wir überhaupt etwas Positives an einem Abschied finden oder macht uns das nicht zu oberflächlichen Menschen? Dürfen wir. Frau Westermann zeigt uns mit ihrem Buch, dass das möglich ist ohne dabei an Tiefe und Authentizität zu verlieren. Und sie zeigt auch, dass es möglich ist, ohne nachhaltigen Pessimismus über Abschiede und andere schwierige Phasen unseres Lebens zu sprechen.

Manchmal ist es eben federleicht.

Frau schaut zuversichtlich hochManchmal ist es eben federleicht. Natürlich nur manchmal. Zum Ende ihres Buches werden die Abschiede schwerer. Es geht um den Verlust lieber Menschen, um Beerdigung und Trauer. Beerdigungen sind ja eigentlich nichts, was wir oft und gerne thematisieren. Man könnte also fast meinen, dass es ein bisschen tabuisiert ist darüber zu sprechen. Wenn ich jetzt aber bei Westermann nachlese und merke, dass man auch solch ein gemeinhin emotional besetztes Thema ganz sachlich angehen kann, dann tut das irgendwie gut. Christine Westermann schreibt selbst:

Viel zu lange habe ich geglaubt, dass Abschied gleichbedeutend mit Katastrophe ist.” Und ein paar Seiten später: “Fast ein ganzes Leben später habe ich die Sache mit dem Abschied etwas besser verstanden.

Zu Beginn ihres Buches sind die Abschiede anderer Natur. “Manchmal ist es federleicht” ist auch ein Buch über das Altern und den Abschied von der Jugend. Veränderungen zu akzeptieren fällt nicht immer leicht und erst recht nicht, wenn sie unser Aussehen und unsere Gesundheit betreffen.

Abschied von der Jugend

Dieser Abschied von der Jugend, ist er auch ein Abschied von der Schönheit? Nein! Es ist eine andere Schönheit, die kommt. “Die Fotos, die jetzt entstehen, zwanzig Jahre später, sind umso vieles ehrlicher, klarer, wahrhaftiger. Zeigen so viel mehr unverstellte Persönlichkeit.” Die Schönheit ist eine andere, aber Gesundheit spielt natürlich zunehmend eine Rolle, gerade wenn sie einschränkt.

“Mein Leben verändert sich, weil mein Körper es tut. Er ist jetzt der Bestimmer, gibt Richtung und Geschwindigkeit vor. Vieles, was mir heute noch vergleichsweise leicht fällt, wird irgendwann nicht mehr selbstverständlich sein.”

Was ich sehr mag an der Schreibart von Westermann ist die Relativierung, die nicht nur im Titel vorkommt, sondern das gesamte Buch durchzieht. Es ist eben ein sehr persönliches Buch, welches über Erfahrungen und Einblicke berichtet ohne dabei strikte Handlungsanweisungen zu geben. Für diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar.

Verlustängste kennen wir alle

Verlustängste beispielsweise suchen jede und jeden irgendwann einmal heim. Westermann schreibt über den Mut loszulassen und zwar nicht nur die großen Errungenschaften im Leben, sondern auch die eigene Fassade, die man sich aufgebaut hat. Und auch den Wunsch, alles richtig zu machen, auch diesen muss man früher oder später einmal loslassen. Christine Westermann ist eine Frau, die Tatort schaut, nicht besonders technikaffin ist und zu Hause gerne gemütlichere Garderobe trägt als vor der Kamera. Loszulassen fällt nicht immer leicht. Die Autorin scheint ihre Zeit dafür gebraucht zu haben. Sie gibt sich in solchen Dingen sehr nahbar. Auch das macht das Buch lesenswert.

“Zu meiner Überraschung sind mir innerhalb weniger Minuten diese zwei Sätze herausgerutscht: “Das werde ich nicht mehr erleben” und “Wenn Sie erst mal so alt sind wie ich”. Wo kamen die auf einmal her? Wo hatten sie sich versteckt? Wie konnten sie sich von mir unbemerkt in meinem Kopf nach vorne drängen, meine Sprache infiltrieren. Kommt da noch mehr? Geht das so weiter?”

Frau hält Strauß

Zuzugeben, dass man im Angesicht des Alters unsicher wird, Schwächen zulassen muss und manches nicht mehr kann, das erfordert Größe. Auch ganz offen über die eigenen Macken und Kontrollzwänge berichten – würde uns das so schnell von der Hand gehen? Frau Westermann legt vor und ermutigt mit ihrem Schreiben auch implizit mich als Leserin es ihr gleichzutun. Wie sehr war ich bei solchen Zeilen über vergangene Sehnsüchte ganz bei ihr:

“Warum der Gedanke so stark war, kann ich erst heute, mit vielen Jahren Abstand, vermuten: weil damals die Lust, beinahe schon die Begierde auf neue Erfahrungen, auf große und kleine Mutproben, die unweigerlich zum Leben in einer anderen Kultur gehören, beinahe übermächtig war. Ich wollte sie erleben und bestehen. Sich davon verabschieden? In diesem Stadium undenkbar. Wann es over und aus ist, wollte ich immer selbst bestimmen.”

Schwach zu sein, traurig, unperfekt – es geht leichter wenn uns das jemand vormacht. Danke, liebe Christine Westermann, für dieses federleichte, kluge Buch.

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Wenn nichts mehr geht

Der ewige Druck zu funktionieren und die unsichtbare Gewalt, die dich daran hindert. Wer soll das verstehen, wenn er es nicht selbst erlebt hat?

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Welche Lebensfragen stellst du dir?

Wohin führt dich das Leben? Woher kommt all diese Unsicherheit? Manchmal sind wir auf der Suche nach Antworten deren Fragen wir nicht mal kennen und diese Antworten können für uns die Welt bedeuten.

Toys und Bücher, die deine sexuelle Intelligenz stärken

Erotische Inspiration? Ich stelle dir besondere Bücher und Toys vor, die deine sexuelle Intelligenz stärken.

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

So wichtig sind Geschwister

Die Beziehung, die wir zu unseren Geschwistern pflegen ist in der Regel die längste Beziehung unseres Lebens. Damit kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Wie können wir ihnen gerecht werden?

Sinn im Leben

Wann hören wir auf einen Sinn im Leben zu suchen? Hören wir dann nicht auf zu leben? Mein Lieblingsspruch: Dein Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone.

Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren

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Höre nicht auf zu wachsen

Stell dir einen Baum vor. Einen großen, prächtigen Baum mit starken Ästen, tiefen Wurzeln und Blättern so dicht, dass du nicht siehst, was dahinter ist. Was wenn du dieser Baum bist?

Lies dich sexpositiv: 3 Bücher

Sprichst du offen über Sex? Menschen sind sehr sexuelle Wesen und trotzdem ist unser Verhältnis zu unserem Körper und unserer Lust nicht immer ganz unbefangen.

Kinderbücher, die wir liebten

Kinderbücher, die wir liebten

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Wenn du nicht viel Zeit hast, um den ganzen Artikel zu lesen: Hier sind meine Top 3!

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Geliebte Kinderbücher

“Schaut, die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Ihr Leben kommt ihnen vor wie eine Dauerwurst, die sie allmählich aufessen, und was gegessen worden ist, existiert nicht mehr. … Nun, die meisten leben so. … Früher waren sie Kinder, dann wurden sie Erwachsene, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.” Erich Kästner

In diesem Artikel wirst du bestimmt in alte Kindheitserinnerungen eintauchen oder ganz neu inspiriert werden. Zum Schluss verrate ich dir sogar, welche Bücher mir persönlich besonders viel bedeuten. Wenn du nur die schönen Buch-Empfehlungen anderer LeserInnen möchtest, scroll hier unter: Lese-Empfehlungen.

spielende Kinder

Tu mal nicht so erwachsen

Unsere Gesellschaft erwartet, dass wir morgens aufstehen, gebügelte Kleidung aus dem Ikea-Schrank holen, einen Kaffee trinken, pünktlich bei der Arbeit sind und uns dort ganz wie Erwachsene verhalten. Wenn uns etwas stört, sagen wir nicht “Fuck you!”, sondern “Ja, okay.”. Die Pause verbringen wir nicht unten auf dem Weihnachtsmarkt mit einer Zuckerwatte, sondern mit einem frischen Salat und vielleicht noch einem Kaffee.

Mädchen lesen

Aber wir kaufen doch auch Spielekonsolen, gehen zum Karaoke und veranstalten Themenparties.

Wenn ich jetzt von Spieltrieb rede, meine ich damit weder den zermürbenden Bestseller von Juli Zeh, noch die berechnenden Verhaltensweisen bei der Balz. Wir alle haben noch ein bisschen Spieltrieb in uns und besser erinnern kannst du dich vielleicht daran, wenn du mal an die schönen Kinderbücher denkst, die deine eigene Kindheit erhellten.

Der Internationale Kinderbuchtag

Der zweite April 2018 ist nicht nur Ostermontag, sondern auch der Internationale Kinderbuchtag. Für die meisten Literaturfreunde unter uns, begann die Lesekarriere bereits in den frühen Jahren der Kindheit. Man hat uns vorgelesen, wir lauschten Hörspielen oder blätterten in farbenfrohen Bilderbüchern, die Großeltern, Onkel und Tanten uns mitgebracht hatten.

Nun lasse ich ein paar meiner Freunde zu Wort kommen, die ich per Whatsapp und E-Mail befragt habe.

Die Frage lautete: Welche Kinderbücher waren früher für dich wichtig und was hat dir an ihnen gefallen?

Prägende Kinderbücher

grünes BuchcoverRobert
Ich habe super viel gelesen als Kind. Von Alexander Melentjewitsch Wolkow “Der Zauberer der Smaragdenstadt”. Ich dachte früher, das wäre das Original zum “Zauberer von Oz”, aber es ist leider andersherum. Dann fand ich schon immer den Buchcover Harry PotterHype um die “Harry Potter”-Reihe von Joanne K. Rowling absolut gerechtfertigt. Je älter man wird, desto mehr nimmt man Abstand von Harry und kann sich auch immer weniger mit ihm identifizieren. Aber gerade die ersten drei Bücher waren großartig. Natürlich war ich da schon kein Kind mehr, sondern eher so jugendlich.

Dann fällt mir sofort “Die Brüder Löwenherz” von Astrid Lindgren ein. Auch eine fantastische Welt. Und ein unglaublich trauriges Ende. Obwohl irgendwo doch hoffnungsvoll. GBuchcover mit zwei Jungenerade das Ende musste ich viele Male lesen. Das Buch hinterließ in mir einen lange anhalten Eindruck. Auch wenn Lindgren kritisiert worden ist, ich glaube, besser kann man sich des Themas Tod kaum annehmen. Aber darauf würde ich es auch nicht reduzieren. Ich weiß nur, dass das Buch sehr viele kraftvolle Bilder hatte. Wie die beiden Brüder auf dem Hof hausen und ringsherum kräftige saftige Äpfel an den Bäumen hängen. Die Bilder von den beiden sind immer noch sehr lebendig in mir. Nach all den Jahren.“

Mutter füttert ihr Kind

Buchcover "Erzähl mir vom kleinen Angsthasen"Eduard
„Erzähle mir vom kleinen Angsthasen” Das ist eine von vielen Vorlesegeschichten, die meine Eltern mir vorgelesen haben und die ich jetzt meiner kleinen Tochter vorlese.

Ava
Ich mochte “Die kleine Hexe” (Otfried Preußler), weil sie meine Phantasie beflügelte und mir vor Augen führte, dass alles sein kann. Außerdem “Der kleine Wassermann” (auch Otfried Preußler) und “Pipi Langstrumpf” (Astrid Lindgren). Ihre Stärke und ihr Selbstbewusstsein haben mich sehr beeindruckt und später die Bücher von Enid Blyton … die Detektivgeschichten um ein Geheimnis … ich wollte dann als Kind lange Zeit Detektiv werden.

Manuel
“Vorstadtkrokodile“ Warum? Ich fand die unheimlich cool, die Clique. Und ich habe so überhaupt erst erfahren, was eine Clique ist.

Buchcover "Onkel Tobi"Lena
Wir alle lieben die „Onkel Tobi“ Bände! Hatten wir schon als Kinder, schön illustriert und die Reime bleiben für immer im Kopf. Als meine Schwiegermutter, die Bücher vor ein paar Jahren meinem Sohn schenkte, habe ich mich wieder neu verliebt.

Kira
“Die kleine Raupe Nimmersatt“ (Eric Carle): Ich mochte die Farben so gerne! Zum Lesen war es “Die kleine Hexe” (Otfried Preußler).

Mohammed
“Räuber Hotzenplotz“ (Otfried Preußler), „Ronja Räubertochter“ (Astrid Lindgren) … Ich mag die zum Teil unheimlichen Welten und Geschichten … Achso: „Die unendliche Geschichte“: Gut zum Wegträumen.

Buchcover Axel
“Die kleine Raupe Nimmersatt” (Eric Carle) und “Die Kinder aus der Krachmacherstraße” (Astrid Lindgren). Bei der Raupe war die Buchform so schön. Das Interaktive mit den Löchern war cool. Und Lotta waren Geschichten aus einer heilen Familie…

Meine liebsten Kinderbücher

Ich habe als Kind sehr viel gelesen, aber auch viel vorgelesen bekommen. Unter anderem erinnere ich mich an “Hirsch Heinrich” (von Fred Rodrian und Werner Klemke). Das Buch berührt mich noch heute, wenn ich daran denke und hat sicher in vielen Punkten Einfluss auf mein heutiges Verständnis von Tierethik gehabt. Außerdem liebe ich das Buch “Der kleine Häwelmann” (Theodor Storm). Immer höher und weiter möchte der kleine Häwelmann und nie ist er zufrieden. Zum Glück ist er nicht ertrunken, als er ins Meer plumpste. Die meisten Kindergeschichten gehen ja gut aus.

Ich habe noch ein paar mehr Antworten bekommen, für die ich mich an dieser Stelle bedanke. Oft wurde “Harry Potter” genannt. Ich habe die Reihe auch so sehr geliebt. Astrid Lindgren und Otfried Preußler sind wohl unerreichte Champions unter den Kinderbuchautorinnen und Autoren.

Wenn du mal wieder das Kind in dir wecken möchtest, versuche es mit einem schönen Kinderbuch. Es klappt bestimmt.
Und DU? Schreibe gerne deine Lese- und Vorleselieblinge aus Kindheitstagen unten in die Kommentare.

 

Bücher, die dir helfen dein Leben zu verändern?

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An alle Mamas dieser Welt: SO NICHT!

Mutter sein. Was bedeutet das eigentlich? Wird deine Arbeit angemessen wertgeschätzt? Wird anerkannt, was du jeden Tag leistest? Falls nicht, dann ist dieser Artikel für dich.

Krankheit verstehen und den Schmerz aussprechen

Die Krankheit Krebs ist immer Auslöser für eine neue Perspektive auf das Leben. Solch eine weitreichende Diagnose zu bekommen, lässt uns …

So wertvoll ist dein Leben

Worte finden für das was manchmal unaussprechlich scheint. Oft sind es Worte, die unsere Gedanken formen. Wie möchtest du deine Gedanken gestalten?

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

Schwanger? Mach dich doch nicht verrückt!

Die Schwangerschaft ist eine Lebensphase, die von vielen extremen Emotionen begleitet wird. Extrem können sie nach oben, aber auch nach unten verlaufen. Wichtig ist: Mach dich nicht wahnsinnig, aber lass dich auch nicht wahnsinnig machen.

Feministisch denken und argumentieren: Bücher, die echten Support leisten

Feministisch argumentieren stellt dich vor eine Herausforderung? Diese Bücher supporten! Sie zeigen auf, was falsch läuft und sie empowern dort, wo bereits gute Ansätze bestehen.

Wie schön muss ich sein?

Spieglein, Spieglein, muss ich mir wirklich die Beine rasieren? Oder die Augenbrauen zupfen? Soll ich meine Fingernägel lackieren oder besser meinen Po trainieren?

Feminismus für Männer: Bücher über Männlichkeit, Emotionen und Veränderung

Im Patriarchat werden auch Männer zu Opfern. Erwartungen, Rollenbilder, sozialer Druck …

Sei die pure Leidenschaft!

Sicher gibt es auch in dir eine Sehnsucht, die dich antreibt, dich zweifeln lässt und deine Gedankenwelt genau dann aufwühlt, wenn du es gerade eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kannst. Wenn du dich manchmal schon gefragt hast, wonach du dich da eigentlich sehnst, dann ist das hier vielleicht die Antwort: Leidenschaft.

Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren

Entdecke Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren. Von Selbstreflexion bis kreative Freiheit.

Wenn die Schuld kaum zu ertragen ist

Wenn die Schuld kaum zu ertragen ist

“Alle meine Freunde haben wen umgebracht” – das klingt ein bisschen wie der Zeichentrickdino, dessen Sprechblase mit den Worten “Alle meine Freunde sind tot” gefüllt sind.

Nur düsterer irgendwie.

Das Buch, von Curtis Dawkins, war mein Lustkauf auf der Leipziger Buchmesse 2018, die Mitte März stattgefunden hat. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich es mir zwar während der LBM, aber nicht auf dem Messegelände, sondern in der Leipziger Bahnhofsbuchhandlung gekauft.

Jedesmal wenn ich in Leipzig bin, nehme ich mir Zeit und genieße die kompetente Beratung vor Ort. Dieses Büchlein jedoch hat mich von allein gefunden. Es ist ein besonderer Fund.

Der Autor, Curtis Dawkins, sitzt nicht etwa in einem abgelegenen Landhaus und erschafft komplexe Charaktere, um uns Leserinnen und Leser zu unterhalten. Er schlürft auch nicht in einem New Yorker Café an einem Latte mit aufgeschäumter Hafermilch.

“Curtis Dawkins schreibt aus ungewöhnlicher Perspektive. Den Weg des Schriftstellers hatte er eingeschlagen, in namhaften Magazinen veröffentlicht, geheiratet, drei Kinder bekommen. […] Jetzt sitzt er lebenslänglich im Knast.”

Im Film sieht alles immer ganz einfach aus

Diese Zeilen auf dem Buchrücken haben mich zum Kauf verlockt. Als ob es relevant wäre, ob jemand vorher oder erst nach einer Straftat den Weg des Schriftstellers einschlüge. Als ob drei Kinder haben und verheiratet sein einen Unterschied mache.

Aber es macht einen Unterschied.

Die Tragik fühlt sich schwerer an. Noch mehr Verlust und Leid wird damit transportiert als durch eine für sich stehende Straftat. Wir erfahren auch schon auf der Buchrückseite, warum der Autor im Gefängnis sitzt: Unter Drogeneinfluss hat Dawkins einen Menschen getötet. Erschossen um genau zu sein.

Auch dem Protagonisten der Geschichte sind Drogen nicht fremd.

“Als ich aufwachte, steckte die Nadel noch, und die Haut hatte angefangen, um das Metall zu heilen. Ich musste die Nadel drehen, um sie zu befreien, und Druck mit dem Wattebausch ausüben. Im Film sieht alles immer ganz einfach aus, aber in Wirklichkeit erfordert Drogenkonsum einige Übung.”

Dawkins Erstlingswerk „Alle meine Freunde haben wen umgebracht“ handelt von Drogen, Schuld und dem Leben im Knast. Die autobiographischen Züge sind offensichtlich.

Die Authentizität, die damit einher geht, erdrückt.

Ich stellte mir die Frage, ob Curtis Dawkins ähnlichen schriftstellerischen Ruhm erfahren hätte, wenn seine persönliche Geschichte irrelevant gewesen wäre. Ich kann es ehrlich gesagt auch jetzt nach der Lektüre nicht beurteilen. Ich mag, wie Dawkins schreibt und seine Zeilen berühren mich, kratzen an mir und sie schockieren auch.

Dawkins selbst hat Schuld auf sich geladen und büßt nun sein Leben lang dafür. Ich glaube, noch kein Buch gelesen zu haben, das ähnlich eindringlich darüber nachdenken macht, was denn Schuld bedeute und welche Rolle wir ihr im Leben zugestehen.

Darf Schuld ganze Familien zerreißen, Leben beenden, lebenslängliche Strafen nach sich ziehen?

Im Philosophiestudium habe ich mich mehr als einmal mit der Bedeutung von Strafen auseinander gesetzt. Die Theorien sind interessant, aber die Realität bitter.

Zurück zum Buch. In Ausschnitten erfahren wir von dem Leben “draußen” unseres Protagonisten. Dem Leben, das er vor seiner Inhaftierung führte. Diese Ausschnitte sind nicht lang und sie haben immer einen fließenden Übergang in die Enge der Gegenwart.

Eine Gegenwart, die keine Handlungs- und Meinungsfreiheit kennt. Ich nehme an, dass in solchen Situationen viel Zeit bleibt, um über die Vergangenheit zu räsonieren.

Ähnlich wie Dawkins im Roman habe ich beim Schreiben dieses Artikels Mühe und Not, um meine Worte nicht abgedroschen klingen zu lassen. Ich mache mir beispielsweise Gedanken darüber, wie viel Moral ich einbringen darf und ob es mir überhaupt zusteht von Moral zu sprechen.

Außerdem frage ich mich, ob es nicht makaber ist, wenn ich einen Gefängnisroman auch in die Kategorie “Freiheit” einordne. Aber es sind schließlich oft die Kontraste, die uns etwas spürbar machen.

Freiheit wertschätzen

Ich kenne jemanden, der mal ein paar Monate gesessen hat. Er meinte zu mir, dass kaum eine Lebenserfahrung ähnlich effektiv gewesen sei, ihn die (später wiedererlangte) Freiheit wertschätzen zu lassen. Auf Freiheit werde ich gleich nochmal eingehen.

Vorher kurz zu einer literarischen Besonderheit des Autors. Unser Protagonist begibt sich seinerseits immer wieder auf eine Metaebene und reflektiert vor und für uns sein Schreiben:

“Ein Wärter sagte uns nur: “Bücherei.” Micky und ich zögerten, weil wir den Weg nicht wussten, und er nannte uns zwei dumme Arschlöcher. Ich wusste, dass auch er gekünstelt wirken würde, wenn ich sein jämmerliches Speckgesicht und seine feine Wortwahl beschrieb, aber da war nichts zu machen.”

Ich erinnere mich nicht, auch nur in einem der unzähligen Bücher, die ich in meinem Leben schon gelesen habe, eine derartige Reflexion des Autors über seinen Schreibstil noch innerhalb der Geschichte mitverfolgt zu haben. Ich muss sagen, dass mir das sehr gut gefällt.

Auf Freiheit wollte ich zu sprechen kommen. Bücher, die sich um Freiheit drehen, gibt es viele. Ratgeber, Sachbücher, auch Romane, die sehr positiv daherkommen und dadurch besonders viel Energie versprühen.

“Alle meine Freunde haben wen umgebracht” versprüht keine Energie und kommt auch nicht positiv daher.

Vergeblich sucht die Leserin oder der Leser Humorvolles und nur an einer Stelle im Buch glaube ich ein Fünkchen Ironie entdeckt zu haben: Nämlich als unser Protagonist und ein paar andere Insassen in ein anderes Gefängnis verlegt werden.

“In Jackson würden wir eine Einzelzelle und etwas mehr Freiheit haben als vorher, also freuten wir uns alle darauf, als wäre es ein tropisches Ferienparadies.”

Es ist ein ernüchterndes, trauriges, schweres Werk, aber – und darin liegt Dawkins Charme – auch ein intelligentes und verständnisvolles. Literatur ist Kunst und es wäre unklug in jedem Roman einen literarischen Selbsthilferatgeber zu erwarten.

Was du und ich aus einem Roman mitnehmen, liegt an uns und ich schreibe das an dieser Stelle genau deshalb nochmal so eindringlich, weil ich nicht möchte, dass eine Leserin oder ein Leser enttäuscht wird.

Diese Lektüre wird dich kaum aufmuntern. Sie wird dich Dinge verstehen lassen, Augen öffnen und Horizonte erweitern, aber es geht auch und vor allem ums Leben.

Und, nunja, das ist nicht immer schön. Im Gefängnis passieren häufiger Suizide, Mobbing bekommt eine neue Dimension und am allerschlimmsten ist für mich von der Hoffnungslosigkeit zu lesen, die viele Menschen heimsucht.

Hoffnungslosigkeit vertreibt die Menschlichkeit. Schreiben hingegen weckt Hoffnung und trotz allem bin ich neugierig auf weitere Werke von Curtis Dawkins. Ich bin optimistisch, dass es sie geben wird und möchte mit ein paar Zeilen als der Danksagung des Autors selbst schließen:

“Oft habe ich solche Trauer und solchen Schmerz im Herzen, dass es mir vorkommt, als würde ich fast explodieren. Aber innerhalb der ersten vierundzwanzig Stunde, nachdem man die Gefängnistür hat zuschlagen hören, versteht man, dass man entweder an der Vergangenheit zugrunde geht oder lernt in der Gegenwart zu leben. Die Literatur ist für mich ein großer Teil dieser Gegenwart, und ich halte mich daran fest wie an einem Rettungsboot, das täglich aus dem Nebel hervortreibt.”

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Eigentlich.

In letzter Zeit hat das kleine Wörtchen “eigentlich” immer mal wieder eine Rolle gespielt. Eigentlich hatte ich schon einen vollgepackten März mit vielen interessanten Termin und einem großen Bücherstapel, den es zu bearbeiten galt.

Eigentlich. Und dann kam die Leipziger Buchmesse. Kein Weg führte daran vorbei und ich muss auch sagen, dass meine Neugier zu groß war, um dieses bibliophile Event auszulassen.

Selber ausstellen wollte ich nicht, aber Besucherin sein, Eindrücke gewinnen und mich inspirieren lassen. Und weil nicht alle die Gelegenheit hatten nach Leipzig zu fahren, teile ich hier mit dir meine Eindrücke und ein paar fun facts über die zweitgrößte Buchmesse in Deutschland.

#1 So viele Menschen

Um die 200000 Besucherinnen und Besucher haben die Leipziger Buchmesse dieses Jahr besucht. Und nochmal um die 100000 Menschen waren auf der MangaCon, die zur gleichen Zeit am gleichen Standort abgehalten wird.

Mir wurde vorher ausdrücklich dazu geraten den Freitag als Besuchstag anzuvisieren und daran habe ich mich artig gehalten. Glückskind, ich. Dem großen Schneesturm, der am Wochenende Leipzig und die Bahn in einen Ausnahmezustand versetzt hat, bin ich ganz knapp entronnen. Ein Besuch lohnt sich auf aber auf jeden Fall. Es macht schon Spaß mal von so vielen Gleichgesinnten umgeben zu sein: überall wird gelesen, vorgelesen, geblättert, gestöbert und gefühlt. Gefühlt? Na klar, ein Buch muss man fühlen. Und wenn es nicht das Papierbuch ist, dann eben das Gefühl vom E-Book-Reader in den Händen, oder das schöne Cover eines Hörspiels. Alle Sinne einbinden!

#2 Die Buchmesse ist bunt

Und mit bunt meine ich jetzt nicht die farbenfrohe Reizüberflutung, die mich schon bald nahezu in die Knie zwang. Ich muss schon einräumen, dass es mir an irgendeinem Zeitpunkt (vielleicht so nach circa 5 Stunden?) nicht mehr so gut gelang, neue Informationen aufzunehmen, geschweige denn noch mehr Flyer und Goodies zu tragen.

Mehrfach musste ich mich hinsetzen und meine drei Taschen umsortieren. Mein Tipp fürs nächste Mal: keine Schultertaschen (Aua!), sondern ein ergonomisch-freundlich-konzipierter Rucksack, der den Körper entlastet. Natürlich nicht übergroß – um sich in großen Menschenmengen keine Feinde zu machen, aber immerhin groß genug, um ein paar der schönen Messematerialien mit nach Hause zu bringen.

Mit bunt meine ich vor allem auch die groß angelegte Verlagsaktion gegen Rechts. An jedem zweiten Stand lagen Flyer und Lesezeichen aus, die für Respekt und Vielfalt warben. Es hat mich sehr berührt, dass die Buchbranche sich gemeinsam gegen rechtes Gedankengut ausspricht. Danke dafür.

#3 Über den Tellerrand geschaut

“Internationalität gehört in Leipzig zum Programm. Aussteller aus 43 Ländern bieten den Besuchern wichtige Einblicke in die Literaturentwicklung rund um den Globus.” (Quelle: www.leipziger-buchmesse.de)

43 Länder!

Überleg‘ mal genau wieviele das sind. Nicht nur 10, 20, oder 30. Über 40 Länder waren auf der Leipziger Buchmesse vertreten und Rumänien dieses Jahr als Gastland.

Ich lebe ja in Berlin und bin es gewohnt, dass um mich herum viele verschiedene Sprachen gesprochen werden. Aber so einen großen Basar mit einem solch vielfältigen Angebot gibt es wirklich nicht überall. Besonders schön fand ich zum Beispiel die Buchstempel einer Ausstellerin aus Litauen.

#4 Neues entdecken

Ich habe wirklich wahnsinnig viel Neues gelernt. Zum ersten Mal hat mir jemand den Unterschied zwischen Urban Fantasy und High Fantasy erklärt. Am Stand der deutschen Schrift und Sprache hat mir eine freundliche Bookcrosserin Wissenswertes über die deutsche Schreibschrift erzählt und bei den Jungen Verlagsmenschen gewann ich Lust, die Branche gleich als Mitglied zu unterstützen.

Der befreundete Autor und Verleger Hans Jörg Rafalski bot mir Einblicke in die Welt der Selfpublisher. Beim Loveletter-Gewinnspiel habe ich leider nicht gewonnen, aber dafür etwas später ein kleines Lesewerk der “Büchergilde Gutenberg” abgestaubt: “Du bist, was du liest”.

Das Cover zeigt eine junge lesende Frau, die abwesend ihre Kakteen ersäuft und dabei selig in ihrer Lektüre versunken ist. Da man dieses kleine schöne Heft eigens für mich aus einem Schrank holte, ich keine ISBN finde und auch nicht weiss, wie man sonst dazu kommt, werde ich es bald als Buch-Ring bei Bookcrossing anbieten, um möglichst viele teilhaben zu lassen. Wenn du auch mitlesen möchtest, schreibe mir einfach eine Nachricht.

#5 Gemischte Gefühle

Hektisch, laut, anstrengend und trotzdem überwältigend. So habe ich die Buchmesse empfunden. Gefreut hat mich, dass auch ein großes junges Publikum anwesend war – auch außerhalb der vielen Jugendlichen, die im Klassenverband einen Pflichtbesuch abhielten.

Etwas hat mich jedoch auch befremdet und ich bin noch nicht ganz sicher, wie ich das in Worte fassen kann. Es hat etwas mit Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Konsum zu tun.

Also erstmal kann ich schon sagen, dass ich es schade fand, dass manche Zeitschriften-Verlage ihre Stände durch Promoterinnen und Promoter betreuen ließen. Die Marketingtricks, die diese zum Teil anwenden mag ich weniger und bin dann auch nicht willig mir ein Probeabo zu holen.

Positiv ist mir hingegen der Funkturm aufgefallen. Ich ließ mich sehr bereitwillig vom freundlichen Moritz beschwatzen ein Heft zu kaufen. Ob es was taugt kann ich noch nicht sagen, aber die Ansprache war kompetent und verbindlich. So möchte ich gerne als Kundin behandelt werden.

Ich komme nochmal zurück auf meine Befremdlichkeiten: Ich finde es toll, dass ganz viele Menschen schreiben und glaube, dass auch fern der renommierten Verlage Menschen verdient haben, veröffentlicht zu werden.

Schade finde ich es, wenn diese Menschen an Verlage geraten, die eher Profit durch Autorinnen und Autoren machen statt durch die Leserinnen und Leser. Aber das ist hoffentlich die Ausnahme.

So, jetzt möchte ich aber nicht mit diesem negativen Gedanken schließen. Die Leipziger Buchmesse ist wirklich eine wundervolle Institution mit zahlreichen Lesungen, Workshops, Veranstaltungen und der endlosen Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen. Viele meiner Inspirationen werdet ihr hier auf Literaturpower verfolgen können.

Ich freue mich schon auf die nächste Buchmesse im Herbst. Dann die größte in Deutschland: die Frankfurter.

Kannst du bitte mal zuhören?

Im Grunde hat doch jeder Mensch etwas zu sagen. Jede und jeder hat eine eigene Geschichte. Manchmal sogar sehr viele. Ja vielleicht haben wir alle eine ganze Bibliothek an Geschichten in uns.

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Männer müssen so und so sein. Neben Vorurteilen und Unterstellungen prägen eine Menge Erwartungen unsere Gender-Vorstellungen und skizzieren klare Rollenbilder, die im Grunde nur falsch sein können.

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Niemand ist immer nur zufrieden mit seinem Leben. Klar wollen wir bewusster leben. Und unsere Zeit nicht verschwenden.

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Liebe verändert uns und sie leitet uns. Manchmal hinterlässt sie Chaos und oft macht sie uns verletzlich.

Was macht dich bloß so resilient?

Wie viele Enttäuschungen verzeihen wir dem Leben? Resilienz ist erlernbar. Wie aber lernen wir aus der Vergangenheit und schauen trotzdem nach vorne?

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