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Die Mitternachtsbibliothek

Titel: Die Mitternachtsbibliothek

Autor: Matt Haig
Verlag: Droemer Knaur

Wir alle kennen diese Fragen: Was wäre gewesen, wenn? Was, wenn ich damals anders entschieden hätte? Habe ich Chancen verpasst? Matt Haigs Roman Die Mitternachtsbibliothek öffnet eine Tür zu genau diesen Gedanken – aber statt in Grübelei zu versinken, zeigt er eine neue Perspektive: Was, wenn wir tatsächlich nachsehen könnten, wie unser Leben verlaufen wäre, wenn wir andere Wege eingeschlagen hätten?

genug sein, schön leben

Wenn ein Buch den Blick auf das eigene Leben verändert

Ich habe beim Hören des Hörbuchs Rotz und Wasser geheult – und wusste nicht mal genau, warum. Oder doch: Weil es mich an so vielen Stellen tief berührt hat. Die Protagonistin Nora steht an einem Wendepunkt. Sie glaubt, zu viele falsche Entscheidungen getroffen zu haben, fühlt sich verloren und ausgebrannt. Doch bevor ihr Leben zu Ende sein kann, findet sie sich in einer mysteriösen Bibliothek wieder – einem Zwischenreich, in dem jedes Buch eine alternative Version ihres Lebens enthält. Sie springt durch diese Möglichkeiten, probiert aus, erlebt die Konsequenzen. Und stellt fest: Auch die scheinbar perfekten Leben haben ihre Schattenseiten. Verluste, Zweifel und Unwägbarkeiten gibt es überall.

Mich hat vor allem die philosophische Tiefe des Romans beeindruckt. Die Mitternachtsbibliothek ist kein bloßer Trostspender – ich gebe zu, früher hatte ich genau das von Haigs Büchern erwartet. Aber dieses hier lädt vielmehr dazu ein, unser Leben und unsere Entscheidungen bewusster wahrzunehmen. Es stellt die Frage: Woran messen wir unseren Wert? Welche Verantwortung tragen wir für unser eigenes Glück? Und wäre ein anderes Leben wirklich besser – oder nur anders?

Warum es reicht, einfach zu sein

Es gibt diese Momente, in denen wir uns fragen: Bin ich genug? Habe ich genug erreicht? Habe ich das Richtige getan? Die Mitternachtsbibliothek gibt keine einfachen Antworten, aber eine tröstliche Erkenntnis: Wir sind immer genug. Es geht nicht darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen oder ein fehlerfreies Leben zu führen. Es geht darum, unser Leben als das anzunehmen, was es ist – ein Zusammenspiel aus Entscheidungen, Umwegen und unerwarteten Entwicklungen. Jeder Schritt bringt neue Erfahrungen, jede Wahl schließt andere Wege aus. Aber das ist kein Scheitern – das ist das Leben.

„An der Natur teilzuhaben, bedeutete, auch am Überlebenswillen teilzuhaben. Wer zu lange an einem Ort verweilt, vergisst die riesige Ausdehnung der Erde. Er verliert das Gefühl für die Dimension dieser Längen- und Breitengrade. So wie es wohl auch schwierig ist, ein Gefühl für die ungeheuren Dimensionen innerhalb des menschlichen Bewusstseins zu entwickeln.“

Ein wunderschöner Gedanke: Wir verlieren uns oft in Details, in Reue über vergangene Entscheidungen. Dabei vergessen wir, wie groß die Welt ist – und dass unser Leben nicht aus verpassten Möglichkeiten besteht, sondern aus den Wegen, die wir tatsächlich gehen.

schön leben, wählen können

Leben ohne Reue

Dieses Buch zwingt uns, unsere inneren Monologe zu hinterfragen. Wie oft werten wir unser eigenes Leben ab, weil wir glauben, eine andere Version wäre „besser“ gewesen? Wie oft lassen wir uns von Selbstzweifeln oder gesellschaftlichen Erwartungen kleinhalten? Was wäre, wenn wir stattdessen akzeptieren, dass unser Leben – mit all seinen Fehlern, Wendungen und Überraschungen – genau das ist, was es sein soll?

Ich habe mich in Noras Zögern, ihrer Angst vor verpassten Chancen, oft wiedererkannt. Diese Sorge, dass sich Türen für immer schließen könnten, begleitet viele von uns. Und genau diese Angst raubt uns manchmal die Kraft, das Leben zu würdigen, das wir jetzt haben. Die Mitternachtsbibliothek erinnert daran: Es geht nicht darum, das perfekte Leben zu führen. Es geht darum, eines zu führen, das sich für uns echt anfühlt.

Wer „Vom Libellenflug“ von Matthias Hübener mochte, wird auch dieses Buch lieben – beide Romane laden dazu ein, das eigene Leben um neue Perspektive zu bereichern und den Wert der eigenen Entscheidungen zu erkennen.

Venedig Mood

Perspektivwechsel schenken Mut

Ich liebe es, vom Leben anderer Menschen zu erfahren – ihre Routinen, Überzeugungen, Ängste, Sehnsüchte. Und genau das macht dieses Buch so besonders. Nora durchlebt so viele verschiedene Versionen ihrer selbst, dass man gar nicht anders kann, als sich zu fragen: Wie viele Möglichkeiten trage ich selbst in mir? Es war ein Genuss, ihr zuzuhören und dabei zu spüren, wie unendlich vielschichtig das Leben sein kann.

Wenn du gerade mit Entscheidungen haderst, wenn du an deinen vergangenen Wegen zweifelst oder dich nach mehr Selbstakzeptanz sehnst – dann lies dieses Buch. Es zeigt uns: Wir müssen nicht mehr werden, als wir sind. Wir verdienen ein gutes Leben, einfach weil wir es leben.

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Reflexion und Planung: 7 Journals und Workbooks, die dich verändern werden

Ein gutes Journal ist ein Werkzeug, das du aktiv nutzt. In diesem Artikel möchte ich dir einige Journals und Workbooks vorstellen, die mich in den letzten beiden Jahren begleitet haben. Sie helfen mir, meine aktuelle Position zu verstehen, das Erlebte zu ordnen und Mut und Inspiration für die Zukunft zu finden.

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Selbstexperimente und ich, das ist so eine Sache. Hin und wieder möchte ich mein Leben mit neuen Impulsen aufmischen und dieses Mal ist das dabei herausgekommen: 31 Bücher von 31 Autorinnen in 31 Tagen.

Sanddornbusch Tatsächlich habe ich, inspiriert durch den Roman Tolstoi und der lila Sessel von Nina Sankovitch, so etwas Ähnliches schon mal gemacht. Letztes Jahr waren es ganze 100 Tage, in denen ich jeden Tag ein Buch oder Hörbuch beendet habe. Kein bestimmtes Thema, kein Teilen auf Social Media, einfach nur ich und die Frage: Wie fühlt sich das an? Damals war das Teil eines größeren Projekts, bei dem mich das Journal „Ein Gutes Projekt“ begleitete. Den Artikel dazu findest du übrigens hier: 7 Journals und Workbooks, die dich verändern werden.

Hören, was andere zu sagen haben

Dieses Jahr war alles etwas spontaner. Der Dezember ist für mich eine Zeit des „Runterfahrens“. Meine reguläre Arbeit läuft weiter, aber viele andere Projekte dürfen in den Winterschlaf. So gab es Raum für einen neuen Fokus, und voilà: Eine neue Challenge war geboren.  Vielleicht findet ihr in meiner Liste Inspiration, vielleicht bringt euch eines der Bücher genauso viel Freude oder Erkenntnis wie mir. Am Ende gebe ich noch ein paar Einblicke in meine Hörbuch-Gewohnheiten. Und wie ich tatsächlich jeden Tag ein Buch schaffte, ohne dabei durchzudrehen. Okay, hin und wieder habe ich geschoben, aber immerhin habe ich nicht meine Nächte geopfert.  Angehörige unterstützen

31 Bücher, 31 Tage

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  1. Dann schlaf auch du – Leïla Slimani: Intensiv und berührend, gibt tiefe Einblicke in Sehnsüchte, enttäuschte Hoffnungen und die Einsamkeit, mit der Menschen oft allein gelassen werden.
    Buchcover
  2. Die Heldin reist – Doris Dörrie: Ein erfrischendes Buch, das garantiert bald in einem Artikel über mein Nomadinnen-Dasein auftauchen wird.
  3. Die Glasglocke – Sylvia Plath: Ein Klassiker, auf den ich dank Nicole Seifert bei einer Lesung zu ihrem Buch Frauen Literatur aufmerksam wurde.
  4. Kummer aller Art – Mariana Leky: Mariana Lekys Was man von hier aus sehen kann war wundervoll und da dieses auch sehr gehyped wurde in meiner Buchbubble, war ich neugierig.
    ImÜberschwang
  5. Im Überschwang – Hannelore Elsner: Hannelore Elsner war ein prägender Teil meiner Kindheit vorm Fernseher. Dieses Buch erlaubt Einblicke in ein lebendiges, beschwingtes Leben.
  6. Kindheit – Tove Ditlevsen: Der erste Teil einer autobiografischen Trilogie. Die nächsten beiden Teile landen auf meiner Liste für das kommende Jahr.
  7. Patti Smith – Helene Hegemann: Doppelte Premiere: Mein erstes Buch von Helene Hegemann und zugleich eine Annäherung an Patti Smith.
  8. Der dressierte Mann – Esther Vilar: Satire, die eigentlich nur traurig macht, weil sie zeigt, wie wenig sich in so vielen wichtigen Themen wirklich verändert hat.
  9. The City Born Great – N.K. Jemisin: Eine faszinierende Kurzgeschichte, die mich neugierig auf mehr Werke von N.K. Jemisin gemacht hat. Wie schön die Idee, dass Städte ihre eigene Seele haben!
    The City Born Great
  10. Muscheln in meiner Hand – Anne Morrow Lindbergh: Einfach wundervoll.
  11. Ich träume also – Marguerite de Moor: Ein Geschenk für eine Freundin und mein erstes Buch dieser Autorin. Toll!
  12. Mother Hunger – Kelly McDaniel: 2025 steht bei mir viel Trauma-Arbeit an, und ich plane einen Artikel zu diesem wichtigen Thema. Verletzlichkeiten, Glaubenssätze und Trigger zu bearbeiten ist eine Herausforderung, aber eine wertvolle.
  13. How to Overcome Your ChildhoodThe School of Life: Keine Ahnung, wer genau es geschrieben hat, aber The School of Life schafft es immer wieder, mich mit klaren Einsichten und praktischen Ansätzen zu überraschen.
  14. Devotion – Patti Smith: Patti Smith beeindruckt mich, aber ich finde ihren Platz in meinem literarischen Kosmos noch nicht ganz.
  15. Trauma Recovery – Ariel Schwarz: Ein weiterer wertvoller Begleiter für alle auf Heilungsreise. Siehe auch 12. Mother Hunger – beides hat mir neue Perspektiven eröffnet.
  16. How to Meet Yourself – Dr. Nicole LePera: Nicole LePera liefert immer starke Impulse. Ich kannte es schon und wollte einiges auffrischen.
  17. Gott, hilf dem Kind – Toni Morrison: Toni Morrison ist eine Autorin, von der ich unbedingt noch viel mehr lesen muss.
  18. People of Deutschland – Diverse Autor*innen: Eine Sammlung, die berührt und augenöffnet. Die Geschichten verschiedener Autor*innen bleiben lange nach dem Lesen präsent.
    Buchcover "People of Deutschland"
  19. Die Revolte des Körpers – Alice Miller: Ein spannendes Sachbuch, das sicher auch Fans von The Body Keeps the Score anspricht. Psychoanalytische Perspektiven – dafür steht auch noch ein Artikel an.
  20. Eine Frau erlebt die Polarnacht – Christiane Ritter: Reale Abenteuerberichte von Frauen haben mich in letzter Zeit immer mehr begeistert.
  21. Nörgler, Besserwisser, Querulanten – Evelyn Summhammer: Ein Hörbuch, das ich größtenteils durchgeskippt habe, aber trotzdem viele hilfreiche Einsichten mitnehmen konnte. Der Fokus auf Verständnis statt Manipulation gefällt mir.
    Midlife
  22. Midlife. Das Buch über die Mitte – Katja Bigalke und Marietta Schwarz: Auch bei mir rückt die Lebensmitte in den Fokus. Dieses Buch könnte in einen Artikel übers Älterwerden einfließen.
  23. Sorry, aber – Tara-Louise Wittwer: Ein Must-Read für alle Frauen, die sich zwischen Erwartungen und eigenen Bedürfnissen zerreiben. Klug, scharf und wichtiges Tool gegen das People-Pleasing.
  24. Musterbruch – Patricia Cammarata: Ich habe schon viel über Care-Arbeit gelesen, und dieses Buch wird Teil eines Artikels zu dem Thema.
    Musterbruch
  25. No One Is Too Small to Make a Difference – Greta Thunberg: Greta Thunbergs Worte machen wütend, nachdenklich und entschlossen. Gerade jetzt reden wir wieder viel zu wenig über die Klimakrise.
  26. Money Kondo – Hava Misimi: Ein weiteres Buch, das ich sofort in meinen Artikel über Frauen und Finanzen aufnehmen werde. Wichtiges Grundlagenwissen!
  27. An das Wilde glauben – Nastassja Martin: Das beste Weihnachtsgeschenk. Habe es regelrecht inhaliert.
  28. Hope – Jane Goodall und Douglas Abrams: Die Forscherin im Dialog.
  29. Automaton – Berit Glanz: So vieles kommt sehr vertraut vor.
    Unmöglicher Abschied von Han Kang
  30. Unmöglicher Abschied – Han Kang: Ich wollte endlich ein Buch der Nobelpreisträgerin lesen. Mochte es sehr, aber kein leichter Stoff.
  31. Wenn ich dich nicht hätte – Susanne Fröhlich und Constanze Kleis: Weil ich 2025 meine Freundschaften noch mehr feiern möchte.

Laub im Herbst

Was bleibt hängen?

Ich höre Audiobooks – je nach Inhalt und Sprecher*in – meist auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit, während ich den Haushalt erledige, spazieren gehe oder unterwegs bin. Klar, die volle Aufmerksamkeit ist da nicht immer dabei, aber es geht mir auch weniger um jedes Detail als um die Atmosphäre und das Eintauchen in die Geschichten. Das ist umstritten (will heißen, ich streite mich darüber mit Freund*innen) und ich kann es auch nicht allen empfehlen … Jeder Mensch hat da letztlich wohl eigene Präferenzen. Zugegeben … es gibt Bücher, von denen weiß ich nach einem halben Jahr schon nichts mehr. Aber bei Filmen und Serien ist das doch auch normal. Manches ist eben Fast Food … an die literarischen Gourmet-Häppchen denke ich dann trotzdem noch lange!  Manchmal höre ich mehrere Audiobooks an einem Tag weiter. Außerdem versuche ich, in der Bahn oder in der Warteschlange nach einem Buch zu greifen, anstatt mich automatisch ins Handy zu vertiefen. Als ich mal meine Bildschirmzeit genauer betrachtete, wurde mir klar, wie viel ungenutzte Zeit eigentlich da ist – und dass „keine Zeit“ oft eher eine Frage der Priorität ist. Jetzt habe ich mein Handy weitgehend entrümpelt, nutze Digital-Detox-Apps und lasse mich immer wieder daran erinnern, dass ich eigentlich lieber lesen möchte. 

Woher Zeit und Stoff? 

Ich habe keine Kinder, meine Freunde und Lover*innen leben nicht mit mir an einem Ort, viele Stunden des Tages verbringe ich selbstgewählt allein. Ich habe kein Netflix und höre kein Radio. Podcasts und Audiobooks sind meine Gesprächspartner, wenn ich Input wünsche. Aktuell verbringe ich den Winter in einer größeren Wohngemeinschaft und ich genieße die Gespräche beim Abendbrot, aber wir haben alle unsere eigenen Rhythmen und nach ein bis zwei gemeinsamen Stunden ist es auch wieder schön, Me-Time zu genießen. Ich nutze sehr viel die digitalen Angebote von Bibliotheken (liebe die Libby-App!!!) und hole mir hin und wieder monatsweise Bookbeat oder Audible, für manches geht auch Spotify. Für physische Exemplare, die ich verschenke, ist natürlich immer eine Buchhandlung meine erste Anlaufstelle. Gebrauchte Bücher in entsprechenden Läden oder offenen Bücherregalen. Da ich keine feste Wohnstätte habe, schaffe ich mir kaum etwas selbst an. Was ich lese, wird weiterverschenkt. Gerne auch an meine Steady-Mitglieder. Literaturpower Mitgliedschaft

Woher die Inspiration?

Buchtipps bekomme ich durch die sozialen Medien, durch Freund*innen, aus Verlagsvorschauen und ganz oft stöbere ich stundenlang durch meine Buch-Apps und lasse mich inspirieren. Vielleicht hilft Dir der ein oder andere Tipp, um auch mehr Zeit mit Büchern zu verbringen – aber bitte, zieh‘ nicht extra auf eine einsame Insel. Das wäre dann doch zu viel des Guten! Ich wünsche viel Freude beim Entdecken und bin schon gespannt, welche Lektüren euch diesen Winter begleiten werden!

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Kannst du bitte mal zuhören?

Im Grunde hat doch jeder Mensch etwas zu sagen. Jede und jeder hat eine eigene Geschichte. Manchmal sogar sehr viele. Ja vielleicht haben wir alle eine ganze Bibliothek an Geschichten in uns.

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Hast du denn gar keine Phantasie?

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Wie du dir deine Liebe bewahrst

Verliebt sein, Händchen halten, sich gegenseitig stützen und Bewunderung zeigen, kleine Geschenke machen, die Partnerin überraschen, den Partner verwöhnen: Liebe hat viele Facetten. Doch wie können wir sie bewahren, wenn Alltag und Routine Einzug halten?

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Reflexion und Planung: 7 Journals und Workbooks, die dich verändern werden

Reflexion und Planung: 7 Journals und Workbooks, die dich verändern werden

Reflexion und Planung: 7 Journals und Workbooks, die dich verändern werden

Jedes Jahr im Dezember nehme ich mir Zeit, um aufs vergangene Jahr zu schauen und das kommende zu organisieren. Machen sicher viele so: die Monate Revue passieren lassen, an die schönen Momente denken, an die Herausforderungen, daran, was ich gelernt habe – und was ich mitnehmen möchte. 2024 fühlt sich dabei plötzlich anders an.

Weekly Journal

Es war mein zweites Jahr als digitale Nomadin, aufregend und voller Veränderungen, und doch: trotz der vielen Länder, die ich dieses Jahr mit endlosen Flixbus-Nachtfahrten und verspäteten Zügen bereist habe, einer neuen Therapie, zwei intensiven Coachings und der Aussicht auf eine völlig neue Fotografie-Karriere fühlte sich dieses Jahr … ruhig an. Geerdet.

Ich schiebe es aufs Alter. Mit 38 scheint sich etwas zu verändern. Früher habe ich es bei Menschen in diesem Alter oft beobachtet, bei Dates oder im Freundeskreis: Es gibt eine Phase, in der vieles plötzlich reflektiert werden muss – alte Muster, neue Ziele, offene Fragen. Jetzt scheint diese Phase bei mir angekommen zu sein. Ich verarbeite vieles, mehr als mir manchmal lieb ist, aber was mich überrascht, ist diese neue Gelassenheit. Es ist, als ob sich mein inneres Tempo mit der Zeit verändert hat.

Demnächst schreibe ich mal einen Artikel darüber, wie das Leben als Nomadin für mich aussieht. Auf Social Media halte ich mich damit oft zurück – aus verschiedenen Gründen. Einer davon ist, dass mein Leben eben meines ist, geprägt von Entscheidungen, die nicht immer den Erwartungen der Gesellschaft entsprechen. Als kinderlose, unverheiratete Frau ohne Haus, Auto oder klassische Wurzeln werde ich oft hinterfragt. Ich lebe nicht den Traum aller anderen, sondern meinen eigenen. Und dass ich das kann ist richtig schön.

Den eigenen Weg zu gehen, bringt viele Herausforderungen und wertvolle Erkenntnisse mit sich. Dabei unverzichtbar ist für mich die Fähigkeit, mich selbst zu reflektieren: meine Werte, Wünsche, Sehnsüchte und Grenzen. Hier kommen Journals ins Spiel.

In diesem Artikel möchte ich dir einige Journals und Workbooks vorstellen, die mich in den letzten beiden Jahren begleitet haben. Sie helfen mir, meine aktuelle Position zu verstehen, das Erlebte zu ordnen und Mut und Inspiration für die Zukunft zu finden. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei.

Für das kommende Jahr wünsche ich dir, dass du etwas Wichtiges über dich selbst lernst, dass du deinen Träumen näherkommst und Herausforderungen mit Lebensfreude und Neugier begegnest. Möge das kommende Jahr eines voller Entdeckungen sein. Auf dass du es mit offenen Armen willkommen heißt.

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1. Weekly Journal 2022 – Ein Zufallsfund, der mich begleitet

Ich starte mit meinem oben abgebildeten aktuellen Wochenkalender: dem Weekly Journal 2022 – Classic Edition. Gleich vorweg: Dieses Journal gibt es so nicht mehr zu kaufen. Es war sogar schon 2023 nicht mehr erhältlich. Wie ich trotzdem dazu gekommen bin? Eher zufällig. Bei einem Spaziergang letztes Frühjahr durch Berlin-Neukölln habe ich es in einem offenen Bücherregal entdeckt – unbenutzt, aber auf 2022 datiert. Also habe ich es mitgenommen, die Daten überschrieben und seitdem begleitet es mich Woche für Woche.

Es ist ein schlichtes, durchdachtes Design von Els & Nel, und ich mag es wirklich sehr. Es ist übersichtlich und bietet mir den Platz, den ich brauche: für Wochenübersichten, Tagesplanung und all die kleinen Details, die mir wichtig sind. Kalender wie diese helfen mir im Moment zu bleiben, mindful und fokussiert zu sein. So sehr ich KI für viele andere Aufgaben schätze und nutze, meine Planung gehört weiterhin – zumindest teilweise – aufs Papier. Leider sind nur noch ein paar Monate übrig, und ich weiß noch nicht, womit ich es ersetzen werde. Wenn du einen Tipp für einen ähnlich schönen und funktionalen Planer hast, lass es mich bitte wissen – ich bin offen für Inspiration!

2. Ein gutes Projekt – Planung, die mir Raum lässt

Bevor ich dieses Fundstück in die Hände bekam, habe ich mit Ein gutes Projekt von den Macher*innen von Ein guter Plan gearbeitet – und es hat meine Herangehensweise an Planung verändert. Vielleicht kennst du die Marke schon? Ihre Journals sind bekannt für den Fokus auf Achtsamkeit und realistische Ziele. Das hat mir in einer Zeit geholfen, in der ich manchmal an meinen eigenen Erwartungen gescheitert bin.

Ein gutes Projekt ist auf 100 Tage angelegt und unterstützte mich dabei, ein konkretes Vorhaben in greifbare Schritte zu zerlegen. Eine Leseprobe findest du hier: Ein Gutes Projekt. Ich kann sagen: dieses Journal hilft, dranzubleiben, auch wenn das Leben mal dazwischenkommt. Es war für mich eine wertvolle Erfahrung, und ich könnte mir gut vorstellen, es wieder zu nutzen, wenn der richtige Zeitpunkt kommt. ZUM PLANER

3. Conscious You – Ein Selfcare-Journal als fürsorglicher Begleiter

Conscious You Cover

Letzten Herbst zog ein weiteres Journal bei mir ein: Conscious You von Susanne Scholz aus dem &Töchter-Verlag. Selfcare ist für mich ein großes Thema, weil ich im Leben lernen musste, gut auf mich zu achten. Dieses Journal ist auf 60 Tage angelegt und ich würde sagen: ideal für jene, die nach einem Einstieg suchen, um sich mehr um ihre eigenen Bedürfnisse zu kümmern.

Was ich daran besonders schätze, ist der sanfte und ermutigende Ansatz. Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder ein unrealistisches Ideal zu verfolgen, sondern darum, sich selbst ein Stückchen besser kennenzulernen und achtsamer zu werden. Für mich fühlt sich dieses Journal wie eine liebevolle Begleitung an. ZUM JOURNAL

4. Be Your Own F*cking Hero – das Workbook

Be Your Own Hucking Hero Workbook Cover

Ich gebe es zu: Finanzen sind immer noch ein Bereich, in dem ich mich herausgefordert fühle. Als Selbstständige habe ich mich zwar intensiv mit Themen wie Altersvorsorge, Investment und Steuern auseinandergesetzt, aber vieles bleibt ein Lernprozess.

“Be Your Own F*cking Hero – das Workbook” von Tijen Onaran hat mich dabei unterstützt, klarer über meine Glaubenssätze nachzudenken – besonders jene, die mich vielleicht unbewusst bremsen. Es ergänzt den gleichnamigen Ratgeber und fordert dich auf, Verantwortung für deine Zukunft zu übernehmen. Für mich war es eine Bereicherung, weil es nicht nur um Zahlen geht, sondern auch darum, wie wir über uns selbst denken. ZUM WORKBOOK

5. Polysecure-Arbeitsbuch – Bindungen und Verletzlichkeit

Polysecure Workbook

Ein weiteres Arbeitsbuch, das ich dir ans Herz legen möchte, ist das Polysecure-Workbook von Jessica Fern. Ich hatte es bereits in meinem Artikel über Polyamorie erwähnt, aber ich finde, es verdient hier nochmal einen Platz – und zwar unabhängig von der Beziehungsform, in der man lebt.

Im Kern geht es darum, deine Bindungsmuster zu verstehen, emotionale Mauern abzubauen und Verletzlichkeit zuzulassen. Nicht immer einfach, aber für mich ist es immer wieder unglaublich befreiend, mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Gesunde Beziehungen – ob zu anderen oder zu mir selbst – erfordern Mut, und dieses Workbook hilft. ZUM WORKBOOK

6. How to Meet Your Self: Erkenne. Dich. Selbst.

How To Meet Your Self Workbook

Nicole LePera gehört zu den Autorinnen, die mich immer wieder inspirieren. Ihr Workbook How to Meet Your Self (Erkenne. Dich. Selbst.) ist nichts für schwache Nerven – es stellt dir genau die Fragen, denen du vielleicht lieber aus dem Weg gegangen wärst. Aber genau darin liegt sein Wert: Wo du dich mit dir selbst reibst, entsteht Wachstum.

Dieses Workbook ist keine Therapie, aber eine wertvolle Ergänzung für alle, die bereit sind, sich intensiver mit sich selbst auseinanderzusetzen. Es hat mich auf eine Weise herausgefordert, die ich anfangs nicht erwartet habe – und genau das hat es für mich so bereichernd gemacht. ZUM WORKBOOK

7. Start-up Journal – Klarheit für die Gründung

Startup Journal

Zum Schluss möchte ich noch ein Journal vorstellen, das mich auf meinem aktuellen beruflichen Weg als Fotografin begleitet: das Start-up Journal von Tim Jaudszims aus dem Leuchtturm1917-Verlag. Obwohl ich schon mehrfach gegründet habe, schätze ich es immer wieder, meine Ideen und Visionen auf Papier festzuhalten. Gerade als Fotografin – in einer so vielfältigen und kreativen Branche – finde ich es unglaublich wertvoll, mit klaren Zielen und einer guten Struktur zu arbeiten.

Dieses Journal bietet eine perfekte Balance zwischen klarer Struktur und ausreichend Freiraum, um die eigenen Ideen zu entfalten. Es ist besonders hilfreich, wenn du darüber nachdenkst, dein eigenes Unternehmen zu gründen oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Die gezielten Fragen und Aufgaben helfen, den Überblick zu behalten und die richtigen Prioritäten zu setzen. Persönlich liebe ich auch das Design und die Haptik des Journals – typisch Leuchtturm, funktional und doch mit einem angenehmen, fast schon beruhigenden Gefühl in der Hand. Übrigens: Als Teil meiner neuen beruflichen Reise starte ich bald meine eigene Fotografie-Website! Ich freue mich sehr darauf, mehr darüber mit dir zu teilen – bleib gespannt! ZUM JOURNAL

Mann auf dem Flohmarkt

Das ist mein Bruder Rudolph, den ich immer wieder gerne fotografiere. Bestes Model ever.

Ein gutes Journal ist ein Werkzeug, das du aktiv nutzt. Für mich ist Schreiben ein Tool, um Klarheit zu finden, mich selbst zu sortieren und Neues zu entdecken. Ich bin gespannt, was das neue Jahr bringt. (Ich hoffe auf ein paar weitere Steady-Mitglieder und viele neue Artikel!) Wir lesen uns wieder. Auf bald!

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Das willst du wirklich

Warum gehst du eigentlich oft so pessimistisch an die Dinge heran? Warum fällt es uns so schwer positiv zu bleiben und …

Was ist Heimat für dich?

Heimat wird bei uns meist mit einem Raum verbunden, in den wir hineingeboren werden. Oder ein Ort, den wir schon lange bewohnen und der ein Wohlgefühl in uns auslöst. Manchmal widersprechen sich diese Herangehensweisen.

Lesbisch, einsam und lebenshungrig

Versagensängste in der Familie kennen wir. Wir kennen auch die Frustration, die mit nicht erfüllter Sexualität einhergeht und die Scham und Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit. Oft genug kommt leider alles zusammen.

Wenn nichts mehr geht

Der ewige Druck zu funktionieren und die unsichtbare Gewalt, die dich daran hindert. Wer soll das verstehen, wenn er es nicht selbst erlebt hat?

Ich wünsche mir Zuwendung

Homophobie, Bindungsunfähigkeit oder die pure Ignoranz… Manchmal leidest du darunter, dass andere Menschen nicht die nötige Rücksicht aufbringen können und völlig empathielos auf dir rumhacken?

Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren

Entdecke Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren. Von Selbstreflexion bis kreative Freiheit.

Verliebt in eine Heterofrau?

Du bist lesbisch. Sie nicht. Trotzdem geht sie dir nicht mehr aus dem Kopf.

Kämpfe wie eine Frau!

Was, wenn ich morgen ein ganz anderer Mensch sein kann – einfach weil ich mich dafür entscheide?!!

Sinn im Leben

Wann hören wir auf einen Sinn im Leben zu suchen? Hören wir dann nicht auf zu leben? Mein Lieblingsspruch: Dein Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone.

Bücher für Angehörige psychisch Erkrankter: Die besten Ratgeber & Tipps

Bücher für Angehörige psychisch Erkrankter: Die besten Ratgeber & Tipps

Bücher für Angehörige psychisch Erkrankter: Die besten Ratgeber & Tipps

Disclaimer: In diesem Artikel spreche ich potenzielle Triggerthemen wie Depression, Suizid und Trauer an. Bitte entscheide selbst, ob du weiterlesen möchtest.

Bücher für Angehörige psychisch erkrankter Menschen können eine wichtige Stütze sein, denn Angehöriger zu sein, bedeutet oft eine enorme Herausforderung. Vielleicht steckst du gerade mitten in dieser Situation oder hast sie bereits erlebt: Du bist nah an einer psychisch erkrankten Person, fühlst dich überfordert, unverstanden oder allein gelassen. Dieses Gefühl kenne ich sehr gut – als Kind psychisch kranker Eltern und später auch in einer langjährigen Beziehung.

Direkt zur Buchliste? Hier entlang!

Bücher für Angehörige

Warum Unterstützung für Angehörige so wichtig ist

Ich erinnere mich noch gut an die Tage, an denen ich mich überfordert und isoliert fühlte. Zur Scham und Überforderung kam die Angst vor Stigmatisierung und Verurteilung. Meine vorsichtigen Versuche, mir Hilfe zu holen, blieben oft erfolglos. Ich fragte mich immer wieder: „Wie viel ist meine Verantwortung? Welche Erwartungen darf ich haben? Was sind gesunde Grenzen und wie setze ich diese durch? Wann muss ich gehen?“ Vielleicht stellst du dir gerade ähnliche Fragen.

Wir lernen oft nicht gut mit unseren eigenen Emotionen umzugehen. Wie erst mit denen der Menschen, die uns am nächsten sind. Was passiert, wenn eine Schulter wegfällt, eine Hand, die mit anpackt? Was, wenn wir deren Aufgaben übernehmen müssen? Was, wenn wir nicht mehr können? Dürfen wir uns beschweren? Wir sind doch nicht die, die krank sind. Haben wir ein Recht auf Aufmerksamkeit?

Emotional Labour und Care-Arbeit sind unsichtbare Lasten

In unserer Gesellschaft ist es noch immer ein Tabu, darüber zu sprechen, wenn du als Angehörige*r leidest. Doch das müssen wir ändern. Wenn wir psychische Krankheiten entstigmatisieren wollen, müssen wir auch den Angehörigen zuhören und sie besser unterstützen. Emotionale Arbeit wird oft ganz selbstverständlich eingefordert und behandelt, als sei dies eine unendliche Ressource. Ist sie nicht. Deshalb möchte ich hier hilfreiche Bücher vorstellen: für diejenigen, die vielleicht nicht so offensichtlich Hilfe brauchen und sie dennoch dringend benötigen.

Bücher für Angehörige: Orientierung und Unterstützung

Inzwischen gibt es viele gute Bücher und Ratgeber zum Thema „Hilfe für Angehörige“. Wenn auch du jemanden hast, dem es nicht gut geht, und du dir mehr Unterstützung wünschst, könnten diese Bücher ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Sei dir immer bewusst: Es gibt Hilfe, und wenn der eine Weg nicht weiterführt, öffnen sich noch viele andere Türen. Du musst da nicht alleine durch.

Ich habe eine Auswahl an Büchern zusammengestellt, die dir helfen können, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, Grenzen zu setzen und dich selbst zu schützen.

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„Aufopfern ist keine Lösung. Mut zu mehr Gelassenheit“ von Janine Berg-Peer

„Ich schreibe das Buch weder, weil ich die perfekten Ratschläge habe, noch erhebe ich den Anspruch, alle relevanten Themen für Angehörige erschöpfend abzuhandeln. Mir geht es darum, die positiven Erfahrungen weiterzugeben, die es mir ermöglicht haben, gelassener zu werden.“

Janine Berg-Peer beschreibt in ihrem Buch, wie leicht Angehörige psychisch erkrankter Menschen in die Falle der Selbstaufopferung geraten: Sie übernehmen Verantwortung, die ihnen eigentlich nicht zusteht, fühlen sich schuldig oder zuständig für die Heilung und verlieren dabei ihre eigenen Bedürfnisse völlig aus dem Blick. Mit persönlichen Erfahrungen und klaren Beispielen zeigt Berg-Peer, wie wichtig es ist, Grenzen zu ziehen, Schuldgefühle zu hinterfragen und Kontrolle abzugeben. Statt in Daueranspannung und Hilflosigkeit zu verharren, plädiert sie für mehr Gelassenheit, Humor und Vertrauen in die Eigenverantwortung der Erkrankten. ZUM BUCH

„Wahnsinnig nah. Ein Buch für Familien und Freunde psychisch erkrankter Menschen“ vom Bundesverband der Angehörigen psychisch kranker Menschen

Buchcover

Schön an diesem Ratgeber finde ich, dass er persönliche Erfahrungsberichte von Angehörigen mit fachlichen Beiträgen von Expert*innen vereint. Dadurch entsteht eine Mischung aus emotionalem Verständnis und sachlicher Information. Angehörige finden sich in den beschriebenen Situationen oft sofort wieder: das Hin- und Hergerissensein zwischen Verantwortung, Schuldgefühlen, Wut und Erschöpfung. Wichtig auch: Angehörige bekommen nicht nur Trost, sondern auch Handlungsoptionen: Was kann ich tun, wenn es mir zu viel wird? Wie spreche ich über meine Sorgen? Wie kann ich Nein sagen, ohne Schuldgefühle zu haben? ZUM BUCH

„Angehörige sind Erfahrene. Ein Ermutigungsbuch“ von Fritz Bremer und Hartwig Hansen

Buchcover

In persönlichen Berichten von Eltern, Partner*innen und Geschwistern wird deutlich, dass Angehörige nicht nur mittragen, sondern auch wichtige eigene Sichtweisen und Stärken entwickeln. Das Buch ermutigt, diese Expertise ernst zu nehmen, das eigene Wissen über den Alltag mit psychischer Erkrankung wertzuschätzen und daraus Kraft zu schöpfen. Statt allein die Last zu betonen, zeigt es Wege auf, Selbstbewusstsein, Abgrenzung und Selbstfürsorge zu entwickeln. ZUM BUCH

„Depression. Das Richtige tun: Ein Ratgeber für Angehörige und Freunde“ von Dr. Christine Hutterer und Prof. Dr. Rummel-Kluge 

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„Für die Bedürfnisse anderer Personen ist wenig Raum. Ganz anders in diesem Buch, das die Bedürfnisse der Angehörigen in den Mittelpunkt stellt. Dabei soll das große Leid des Betroffenen keineswegs aus dem Blickfeld geraten. Doch gerade bei einer Krankheit wie einer Depression sind die nahestehenden Angehörigen und enge Freunde stark mitbetroffen, stärker als bei vielen anderen Erkrankungen.“

In diesem Ratgeber der Stiftung Warentest wirst du auch deine herausfordernden Emotionen validiert sehen. Du wirst hören, dass deine Wut in Ordnung ist, dass du enttäuscht sein darfst und verletzt. Du wirst lernen, dass du nichts Übermenschliches leisten musst. Hier geht es auch um Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Weitere Themen: Sorge vor dem Suizid, Umgang mit akuten Symptomen, Wenn es zur Trennung kommt, u.a. ZUM BUCH

„Mit psychischer Krankheit in der Familie leben“ BApK / Familienselbsthilfe (Hg.)

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„Wir Angehörigen machen uns ja gerne klein. So vermeiden wir, allzu oft und allzu heftig anzuecken – sorgen aber gleichzeitig dafür, dass wir mit unseren Bedürfnissen kaum wahrgenommen werden! Wir vergessen allzu gern, dass auch wir Autoritäten, Fachleute sind. Dass wir als Experten des häuslichen Alltags eine Menge zu bieten haben.“

In dieser Broschüre des Bundesverbandes der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen werden verschiedene Perspektiven beleuchtet und umfangreiches Wissen geliefert, um Menschen zu helfen, die an ihre Belastungsgrenzen kommen. Auf der Website des Psychiatrie-Verlags findet sich dieses Fazit: Wer gut informiert ist, kann leichter Grenzen ziehen, Vorurteilen gelassener begegnen und sich selbst notwendige Hilfen holen. Weitere Themen: Kommunikationstechniken, Verantwortung & Selbstbestimmung, Recht & Gesetze, u.a. ZUM BUCH

„Wir schaffen es. Leben mit dem depressiven Menschen“ von Josef Giger-Bütler

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„Für sich verantwortlich sein verhindert auch, sich als Opfer zu sehen und den Depressiven dafür verantwortlich zu machen. Selbstverantwortung heißt nicht, einfach nur zu reagieren, sondern meint, ganz bewusst zu entscheiden und über sein Handeln selbst zu bestimmen und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen.“

Es gibt Dinge, die sind schwer zu verarbeiten. Für mich war das zum Beispiel, dass Liebe nicht alles überwindet. Ich habe als Angehörige nicht alles richtig gemacht und wichtig für mich war zu lernen, dass das nicht meine Aufgabe und Verantwortung ist. Ich bin auch nur ein Mensch und meine Verantwortung gilt vor allem mir selbst. Ein großes Kapitel in diesem Buch ist dem Thema „Überforderung“ gewidmet und auch so schwierige Aspekte wie die Angst vor dem Suizid eines Partners kommen zur Sprache. Weitere Themen: das Leiden verstehen, die Frage nach der Schuld, sich selbst helfen, u.a. ZUM BUCH

Selbstfürsorge, Grenzen setzen: auf dich achten und Unterstützung finden

Es gibt zahlreiche Bücher, die Orientierung und Wissen vermitteln können. Je nach deinen Bedürfnissen kann es sinnvoll sein, ein Buch zu wählen, das dir hilft, besser zu verstehen, was genau vor sich geht. Vielleicht benötigst du Unterstützung dabei, zu kommunizieren, was du brauchst und wie du klare Grenzen setzt. Manchmal geht es auch darum, genauer hinzuschauen: Was davon entspricht wirklich deinen eigenen Werten und was entsteht vielleicht aus alten Verletzungen („Wert oder Wunde“)?

Manchmal geht es darum, Trost und Komfort zu finden, oder ein Buch zu lesen, das dir deutlich macht, dass du in deiner Aufopferung zu weit gehst. Jede Beziehung ist einzigartig und doch bist du mit deinen Herausforderungen nicht allein.

Bücher für Angehörige: Weil ich sie gebraucht hätte

Ich schreibe diesen Artikel auch, um eine Leerstelle in meinem eigenen Lebenslauf aufzuarbeiten. Ich hätte diese Bücher damals gebraucht. Ich erinnere mich an meinen Nervenzusammenbruch, der alles änderte. Nach einer dreitägigen Familienfeier saßen mein Partner und ich vor einem Bahnhof in Bayern. Wir hatten uns gestritten, und ich sah in diese leeren, verständnislosen Augen und wollte einfach nur noch schreien. Ich konnte nicht mehr. Das Einzige, was ich noch konnte, war, seiner Familie zu schreiben. Sie müssten ihren Sohn abholen. Sofort.

Wir wurden beide abgeholt und nach Hause gebracht. In diesem Augenblick wusste ich, dass niemand die ganze Last, die ich trug, wirklich sehen konnte. Aber das Eingreifen seiner Familie war ein entscheidender Wendepunkt für uns alle. Es war eine Erleichterung, dass sie die Situation anerkannten und uns halfen. Dieses Verständnis und diese Unterstützung waren für mich von unschätzbarem Wert. Einige Wochen später fand ich den Mut und die Kraft, die Beziehung zu beenden und einen neuen Weg für mich zu finden.

Ich denke oft zurück an diesen Tag. An meine Verzweiflung, an den Zusammenbruch unter der Belastung, an die Scham, die Schuld, die Ängste. An die Liebe und dann doch wieder die Verzweiflung. Ich denke an all die Co-Abhängigkeiten, die sich entwickelt hatten, an die Gewalt, die wir uns antaten und das schier endlose Loch, in das wir gefallen waren. Das klingt dramatisch, aber das war es für mich ja auch. Ich wünsche dir, dass du früher auf dich hörst und wahrnimmst, was du brauchst.

Ich kam aus diesem Loch mit professioneller Hilfe und bin unwahrscheinlich dankbar, dass ich diese Form des Supports in Anspruch nehmen konnte.

Angehörige unterstützen

Ich hoffe, dass du vor aller Liebe und Verantwortungsübernahme deine eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlierst. Es ist manchmal unheimlich schwer für jemanden da zu sein. Sei gut zu dir selbst und achte auf dich. Lerne, Grenzen zu setzen und auch mal Nein zu sagen. Kennst du die Parabel mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug? Ehrlich gesagt kann ich sie langsam schon nicht mehr hören, aber dieses Bild ist so kraftvoll, wenn du es einmal wirklich verstanden hast: Hilf immer zuerst dir selbst – nur dann kannst du verlässlich anderen helfen. Alles Gute und viel Kraft!

Bücher, die dir helfen dein Leben zu verändern?

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Auf diese Aufgaben bereitet das Leben nicht vor

Alle Eltern werden irgendwann alt und manche im Alter sogar krank. Oft werden dann die Rollen getauscht und …

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen

Niemand ist immer nur zufrieden mit seinem Leben. Klar wollen wir bewusster leben. Und unsere Zeit nicht verschwenden.

Bücher über Klassismus: Literatur gegen Ausgrenzung und Ungerechtigkeit

Klassismus wird immer noch viel zu wenig thematisiert. Dabei begegnet er uns überall: in Schule, Studium, Arbeit, Freundeskreis und Familie. Er macht krank und sorgt für Angst, Unsicherheit, Scham. Vor allem beeinflusst er, wie wir uns selbst sehen...

Kinder ja, aber nicht mit dir!

Manche Menschen trennen sich, weil sie zusammen keine Kinder bekommen können. Andere heiraten, um eine Familie zu gründen. Und wiederum andere …

Breaking the Cycle: Den Kreislauf familiärer Gewalt durchbrechen

Familiäre Gewalt ist kein Einzelfall, sondern ein System. Sie ist ein stiller Abdruck in Biografien, der in Körpern, Beziehungen und Selbstbildern nachwirkt. Und doch fehlt oft die Sprache, um sie zu fassen, oder der Mut, sie auszusprechen.

Was weißt du schon über Bipolarität?

„Etwas stimmt nicht.“ Mit dieser Erkenntnis kommentieren Melles Freunde seinen ersten Ausbruch. Ich lese die ersten Seiten der Autobiographie und denke auch: Etwas stimmt nicht.

Sei die pure Leidenschaft!

Sicher gibt es auch in dir eine Sehnsucht, die dich antreibt, dich zweifeln lässt und deine Gedankenwelt genau dann aufwühlt, wenn du es gerade eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kannst. Wenn du dich manchmal schon gefragt hast, wonach du dich da eigentlich sehnst, dann ist das hier vielleicht die Antwort: Leidenschaft.

Wie schön muss ich sein?

Spieglein, Spieglein, muss ich mir wirklich die Beine rasieren? Oder die Augenbrauen zupfen? Soll ich meine Fingernägel lackieren oder besser meinen Po trainieren?

An alle Mamas dieser Welt: SO NICHT!

Mutter sein. Was bedeutet das eigentlich? Wird deine Arbeit angemessen wertgeschätzt? Wird anerkannt, was du jeden Tag leistest? Falls nicht, dann ist dieser Artikel für dich.

Leben lernen: Bring Farbe ins Spiel!

Schaust du auch manchmal in den Spiegel und fragst dich, ob dieses Leben noch dein eigenes ist? Kommst du da überhaupt hinterher, bei all den Emails, Terminen und Verpflichtungen? Farbe macht unser Leben nicht nur bunter, sondern auch lebenswerter. Probier es aus!

Bücher über Hochsensibilität, die dir Türen öffnen

Bücher über Hochsensibilität, die dir Türen öffnen

Sensibel, stark, erfolgreich: Bücher über Hochsensibilität, die dir Türen öffnen

In einer Gesellschaft, die oft nach Schnelligkeit, Effizienz und Rationalität strebt, kann die Erfahrung hochsensibler Menschen manchmal auf Unverständnis oder sogar Ablehnung stoßen. Wie oft habe ich mich selbst gefragt, ob meine Empfindsamkeit eine Gabe oder ein Fluch ist, ob sie mich bereichert oder mich einschränkt.

Bücher, die uns bewusster leben lassen

Bücher über Hochsensibilität

Mit diesem Artikel möchte ich dir Bücher vorstellen, die die Vielschichtigkeit und Schönheit der Sensibilität beleuchten. Sie ist kein Makel, sondern ein Geschenk, das uns erlaubt, authentische Beziehungen zu knüpfen und das Leben in seiner ganzen Intensität zu erfahren. Indem wir uns mit der Hochsensibilität auseinandersetzen, können wir lernen, unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse besser zu verstehen und achtsamer mit uns selbst und anderen umzugehen. 

Die Buchcover und Links in diesem Artikel enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Beim Kauf über diese Links unterstützt du uns, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Danke!

Sensibilität und emotionale Intensität“ von Imi Lo

Sensibilität und emotionale Intensität Buchcover

„Sensibilität und emotionale Intensität“ von Imi Lo ist für mich ein Highlight unter den Büchern über Hochsensibilität. Ich schätze die Klarheit und Tiefe, mit der Imi Lo aufzeigt, wie wir uns selbst stabilisieren und in der Welt verorten können. Ein sehr fundiertes Werk, das Hochsensibilität ernst nimmt und gleichzeitig Wege zur Entfaltung aufzeigt. Die Autorin leitet in Großbritannien ihr eigenes Therapie- und Coachinginstitut. ZUM BUCH

„Sind Sie Hochsensibel?“ von Elaine N. Aron

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Aron hat Hochsensibilität zum Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Forschung gemacht. In den 90ern bereits brachte sie dieses HSP-Standardwerk heraus, das inzwischen mehrfach neu aufgelegt wurde und für viele Folgebücher als Referenzwerk gilt. Als selbst hochsensible Person bringt Aron nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse ein, sondern auch persönliche Erfahrungen. Wenn Menschen, die hochsensibel sind, zum ersten Mal über HSP lernen, dann fällt ihnen oft ein Stein von Herzen, und ähnlich begeistert und erhellend sind die Leser*innen-Stimmen zu diesem Buch. Das begleitende Arbeitsbuch habe ich nicht gelesen – vielleicht hole ich das noch nach. ZUM BUCH

„Hochsensibilität in der Liebe“ von Elaine N. Aron

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Aron gelang hier eine wichtige Ergänzung zu ihrem umfangreichen Werk über Hochsensibilität. Insgesamt hat Aron eine ganze Reihe hilfreicher Ratgeber zur Hochsensibilität veröffentlicht, und es macht absolut Sinn, sich nach einem Gesamtüberblick auch jenen Bereichen zu widmen, in denen uns die eigene Sensibilität manchmal über die eigenen Füße fallen lässt. Gerade in Beziehungen stoßen wir oft an unsere Grenzen, wenn Konflikte überhandnehmen und die Kommunikation schwierig wird. Hochsensibilität in Beziehungen ist für viele eine echte Herausforderung, die manchmal psychologische Hilfe und eine vertiefte Auseinandersetzung erforderlich macht. Ich persönlich habe festgestellt, dass ich mich früher oft zu Menschen hingezogen fühlte, die ebenfalls hochsensibel sind. Als ich meine eigenen Grenzen noch weniger gut setzen konnte, fühlten sich diese Beziehungen für mich oft authentischer, tiefer und näher an. Wenn zwei hochsensible Personen aufeinandertreffen, die ihre Sensibilität noch nicht vollständig verstehen, kann dies jedoch auch zu großen Herausforderungen führen. Mit dem Verständnis und den Lösungsansätzen, die Aron in diesem Buch bietet, können wir achtsamere und informiertere Gespräche führen. Möchtest du auch? „Hochsensibilität in der Liebe“ ist eine wertvolle Ressource, um Herausforderungen in Beziehungen besser zu verstehen und konstruktive Lösungsansätze zu finden. ZUM BUCH

„Hochsensibel – Was tun?“ von Sylvia Harke

Buchcover

Dieses Hörbuch aus dem Argon Balance Verlag hat mir gefallen. Was ich an diesem Buch mochte, war die persönliche Note, die echten Erfahrungen und dann vor allem auch die ganz praktischen Tipps für den Alltag, die Arbeit, die Sinnsuche im Leben. Ich habe dieses Hörbuch über meine Libby-App gehört und fand die Inhalte hilfreich. ZUM BUCH 

„Zart im Nehmen. Wie Sensibilität zur Stärke wird“ von Kathrin Sohst

Buchcover  Zart im Nehmen

Sohst teilt viele persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse und legt den Fokus auf die Strategien, die zu einem sinnstiftenden Leben führen können. Als Fotografin, die ihre Hochsensibilität in ihrer Kunst und Arbeit einsetzt, vermittelt sie auf einfühlsame Weise, wie Sensibilität zur Stärke werden kann. Obwohl das Hörbuch aus dem Gabal-Verlag einige Längen hat, liefert es dennoch wertvolle Impulse. Das Buch lädt dazu ein, den eigenen Weg zu finden und ihm selbstbewusst zu folgen. Viele Hochsensible entscheiden sich dafür, selbstständig zu werden, um nach einem individuellen Rhythmus zu leben. In diesen Beschreibungen habe ich mich wiedererkannt. Es tat gut, einige meiner Lebensentscheidungen bestätigt zu sehen. Vielleicht findest auch du mit diesem Werk ein wenig mehr Mut, deinen eigenen Weg zu gehen! ZUM BUCH

„Die Ordnung der Schmetterlinge“ von David Usadel

Buchcover "Die Ordnung der Schmetterlinge"

Vor wenigen Monaten habe ich eine alte Freundin im Allgäu besucht und viele schöne Stunden mit Schwelgen in alten Erinnerungen verbracht. Es gibt manchmal so eine wohlige Nähe, die wirklich nur langjährige Freundschaften mit sich bringen. Und dann macht es Spaß zuzuhören, zu beobachten, was aus diesen Menschen geworden ist und welche Veränderungen die Zeit ins Leben gebracht hat … es waren schöne und warme Tage. Und ich bekam ein Geschenk zum Abschied. Dieses Buch. “Die Ordnung der Schmetterlinge” ist der erste fiktionale Roman, der ganz explizit “Überlebenstrategien” für Hochsensible bereithält. Aus meiner Sicht ist „Die Ordnung der Schmetterlinge“ keine große Literatur. Vielleicht liegt das daran, dass es aus der Feder eines Psychiaters stammt und nicht der Gedankenwelt einer Literatin entspringt. Der Plot erscheint recht schwarz-weiß gezeichnet und die Charaktere wirken manchmal etwas holzschnittartig. Dennoch vermittelt das Buch auf warme Weise, dass Hochsensibilität und Anderssein vor allem eines sind: ein Geschenk. ZUM BUCH

hochsensible Männer

Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Hochsensibilität

„Hochsensible Männer“ von Tom Falkenstein

Buchcover "Hochsensible Männer"

In einem Artikel über Männer und Feminismus habe ich bereits das grandiose Werk Der Wille zur Veränderung von bell hooks empfohlen. Hooks, eine Verfechterin des solidarischen Feminismus, zeigt einfühlsam auf, wie schwer es Männern im Patriarchat gemacht wird, Verletzlichkeit, Gefühle und Schwäche zuzulassen. Daher macht es besonders Sinn, auch Hochsensibilität aus dieser Perspektive zu betrachten. Wie viele Depressionen, Burn-Outs und sogar Suizide könnten vermieden werden, wenn wir den Menschen besser zugestehen würden, sie selbst zu sein, ohne mit Druck und toxischen Erwartungen Leistung und vermeintliche Stärke aus ihnen herauspressen zu müssen? Das mag etwas bitter klingen, aber das ist es auch. Eine Welt, die immer noch gewaltvolle Rollenmuster fordert, wird für immer mehr Leid in dieser Welt sorgen, und wir müssen nur einmal in die Nachrichten schauen, um zu sehen, wohin uns das alles führt. Falkenstein geht zwar wenig auf die zugrundeliegenden sozialen Strukturen ein, beleuchtet jedoch tiefgehend das Spannungsfeld von Männlichkeit und Sensibilität und lädt uns ein, neue umzudenken. ZUM BUCH

Zart wie eine Schneeflocke und trotzdem resilient

“Sensibel. Über Moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren” von Svenja Flaßpöhler

Buchcover SensibelSchauen wir auf unsere Sensibilität ruhig auch einmal aus politischer Perspektive. Ich möchte Flaßpöhlers Buch eigentlich nicht ausführlich rezensieren und empfehlen. Ihre teils polemischen Ansätze und das Fehlen eines Bewusstseins für ihre eigenen Privilegien lösen bei mir manchmal Unbehagen aus. Dennoch: Die Lektüre hat mich herausgefordert und mit Nachdruck verwiesen auf Fragen der Resilienz. Flaßpöhler argumentiert darin, dass ein offener Diskurs mehr Wert hat, als bloße Klagen. Gerne verweise ich auf eine fundierte Kritik in der Süddeutschen Zeitung, die verschiedene Aspekte des Buches beleuchtet. ZUM BUCH

 

Weitere Bücher über Hochsensibilität:

Ein Hoch auf deine Sensibilität Buchcover
Proud to be Sensibelchen Buchcover
Ich spüre was was du nicht spürst Buchcover
Erotische Intelligenz Buchcover
Hochsensibilität verstehen Buchcover
Zart Besaitet Buchcover
Sind Sie hochsensibel? Buchcover
Lebe deine Sensibilität Buchcover

Fiktionale Literatur mit hochsensiblen Figuren

Obwohl ich bisher nur in einem einzigen fiktionalen Roman explizit auf Hochsensibilität gestoßen bin, ist sicher klar, dass die Literatur geradezu von hochsensiblen Protagonistinnen und Protagonisten nur so wimmelt. Ein Beispiel? Hans Giebenrath aus Hermann Hesses “Unterm Rad” hat mich als junge Leserin tief berührt. Und wer kennt nicht Jane Eyre, Anna Karenina oder die vielschichtigen Figuren aus den Romanen von Jane Austen? Doch mein persönlicher Liebling ist “Ferdinand, der Stier” von Leaf und Lawson. Kennt ihr den friedvollen Stier, der lieber unter einem schattigen Baum verweilt und die Blumen betrachtet?

Buchcover "Ferdinand der Stier"

Aber es sind nicht nur die Hauptfiguren, die uns mit ihrer Feinfühligkeit berühren. Oft spiegelt sich auch in den Autor*innen selbst eine besondere Sensibilität wider. Vielleicht ist es gerade diese Fähigkeit, die sie zu so eindrucksvollen und tiefgründigen Werken befähigt. Namen wie Virginia Woolf, Franz Kafka, Anaïs Nin, Toni Morrison, Tolstoi oder Proust kommen mir dabei sofort in den Sinn.

Natürlich bedeutet das nicht, dass jede einfühlsame Stimme in der Literatur automatisch hochsensibel ist und eine „klare Diagnose“ für Hochsensibilität gibt es ohnehin nicht. Doch die Intensität und die Zartheit, mit der manche Autor*innen ihre Figuren und Welten erschaffen, lassen uns erahnen, wie nah Kunst und Sensibilität beieinanderliegen.

Was es mit mir macht, hochsensibel zu sein

Jede HSP (Highly Sensitive Person) ist individuell. Erst das Informieren und Reflektieren über deine eigenen Erfahrungen und Bedingungen werden dich näher an deine Geschichte führen und dir helfen, zu verstehen, welche Strategien für dich hilfreich sind. 

Resiliente Schneeflocke

Bei mir selbst spielt sich alles auf emotionaler Ebene ab. In einigen Büchern wird das Hochsensitivität genannt. Ich erkenne schnell, ob es meinem Gegenüber gut geht oder nicht. Bevor ich Therapie hatte und mich mit der Thematik auseinandersetzte, übernahm ich oft unbewusst die Verantwortung für die Gefühle anderer. Das Gefühl, Lösungen für ihre Probleme finden zu müssen, lastete schwer auf meinen Schultern und verstärkte leider auch den Druck auf mein Gegenüber, wenn ich mitlitt. Immer für andere MITfühlen, hat mich ganz schön erschöpft.

Die Erkenntnis, dass ich hochsensibel bin, war ein echter Wendepunkt in meinem Leben. Rückblickend ergaben so viele Konflikte und Unsicherheiten meiner Jugend plötzlich Sinn. Meine Neigung, vieles persönlich zu nehmen und aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen, wurzelte in einer tiefen Unsicherheit und dem ständigen Gefühl der Bedrohung. Im Nachhinein wurde mir klar, wie schwer es manchmal ist zu unterscheiden, was wirklich zu mir gehört und was aus Erfahrungen entstanden ist, die noch nachwirken („Wert oder Wunde“).

Diese Unsicherheit übertrug ich auf meine zwischenmenschlichen Beziehungen, was zu einer Passiv-Aggressivität gegenüber engen Freundinnen führte. Oder ich zog mich zurück, schluckte viele Mikroverletzungen hinunter und gewährte mir selbst sowie anderen wenig Vertrauen und Nähe.

Das änderte sich glücklicherweise, als ich Therapie besuchte und begann, mich selbst besser zu verstehen und meine Hochsensibilität anzunehmen. Schritt für Schritt baute ich die Mauern ab, die ich um mich errichtet hatte, um mich vor der Welt zu schützen.

Sensible Menschen

Für mich ist es deshalb so wertvoll, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen: Hochsensibilität ist nicht bloß eine Bürde, sondern zugleich eine Quelle von Empathie, Kreativität und tiefer Verbundenheit mit der Welt. Ich wünsche mir, dass dich meine Lektüretipps ermutigen, deine eigene Sensibilität vielleicht noch einmal aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und darin eine Kraft zu entdecken.

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Höre nicht auf zu wachsen

Stell dir einen Baum vor. Einen großen, prächtigen Baum mit starken Ästen, tiefen Wurzeln und Blättern so dicht, dass du nicht siehst, was dahinter ist. Was wenn du dieser Baum bist?

Wie schön muss ich sein?

Spieglein, Spieglein, muss ich mir wirklich die Beine rasieren? Oder die Augenbrauen zupfen? Soll ich meine Fingernägel lackieren oder besser meinen Po trainieren?

Wenn nichts mehr geht

Der ewige Druck zu funktionieren und die unsichtbare Gewalt, die dich daran hindert. Wer soll das verstehen, wenn er es nicht selbst erlebt hat?

Wie du dir deine Liebe bewahrst

Verliebt sein, Händchen halten, sich gegenseitig stützen und Bewunderung zeigen, kleine Geschenke machen, die Partnerin überraschen, den Partner verwöhnen: Liebe hat viele Facetten. Doch wie können wir sie bewahren, wenn Alltag und Routine Einzug halten?

Nicht gegen den Tod, sondern für das Leben entscheiden

Manchmal ist es gut sich zu verkriechen, der Trauer Raum zu geben. Dann kommt aber auch wieder eine Zeit, in der wir Kraft schöpfen. Bist du soweit?

Gib dich nicht für ihn auf!

Die Liebe vermag Berge zu versetzen. Sie kann uns einen Sinn im Leben geben, Kraft schenken und Richtung weisen. Manchmal jedoch, macht sie uns auch kaputt … Nicht alles, was wie Liebe aussieht und sich wie Liebe anfühlt, ist auch gut für uns.

Flucht verstehen: Können wir das?

Um Krieg und Flucht zu verstehen, müssen wir zuhören. Dieses Buch gibt uns die Möglichkeit dazu.

Du bist mir nicht gleichgültig!

Zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln sich oft nicht synchron und das auszuhalten, müssen wir lernen.

Wir können doch über alles reden!

Wie reagierst du, wenn sich jemand dir gegenüber im Ton vergreift und ausfallend wird? Äußerst du dein Missfallen oder lässt du vieles durchgehen?

Schwanger? Mach dich doch nicht verrückt!

Die Schwangerschaft ist eine Lebensphase, die von vielen extremen Emotionen begleitet wird. Extrem können sie nach oben, aber auch nach unten verlaufen. Wichtig ist: Mach dich nicht wahnsinnig, aber lass dich auch nicht wahnsinnig machen.

Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren

Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren

Bücher, die das Alleinsein feiern und deine Unabhängigkeit inspirieren

Gestern war Valentinstag, und diesmal habe ich ihn auf meine ganz eigene Weise gefeiert. Eine Valentinskarte mit einem wunderbar skurrilen Regenbogen-Shrimp flatterte ins Haus, begleitet von einer kleinen Schachtel Pralinen. Für einen kurzen Moment brach leichte Panik aus, doch zum Glück entpuppten sie sich als vegan und die Freude war komplett.

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Person ist mit sich allein

Mein guter Freund Rob, von dem ich sie bekam, durfte sich im Gegenzug über einen Strauß rosa Blumen freuen. Wir kennen unsere Love Languages ziemlich genau und sprechen oft und offen über Bedürfnisse, Grenzen und Ressourcen und genau das macht unsere Freundschaft so wertvoll.

Hyvää Ystävänpäivää, my love!

Ich habe meinen Freund*innen und Lover*innen zum Ystävänpäivä gratuliert … in Finnland, wo ich einen Teil meiner Jugend verbracht habe, gilt er als Tag der Freundschaft. Viele liebevolle Grüße kamen zurück und ich verbrachte den Großteil des Tages in Bibliotheken und Buchhandlungen, meinen ganz persönlichen „happy places“. Am Abend suchte ich dann auf Hinge nach Ablenkung von dem leichten Herzschmerz, den mir mein letzter Amsterdam-Flirt hinterlassen hat. Erst seit Kurzem bin ich wieder auf Dating-Apps unterwegs und als digitale Nomadin ist das gar nicht so einfach. Aber das ist wohl eine Geschichte für einen anderen Artikel.

Machen wir uns nichts vor – Dating ist immer tückisch. Auch meine ständigen Ortswechsel ändern daran wenig. Nähe und Intimität möchte ich nicht nur mit einem Menschen teilen, trotzdem spüre ich immer mal wieder das starke Bedürfnis nach einer festeren, tieferen Verbindung. Dann frage ich mich: Was soll das für eine Verbindung sein? Was würde sich ändern? Ist das jemand, mit dem ich abends einschlafen und morgens aufwachen möchte? Jemand, mit dem ich meinen Alterswohnsitz plane und sonntags Netflix durchschaue? Kommt mit der Partnerschaft mehr Sicherheit oder mehr Belastung? Mehr Freiheit oder Selbstaufgabe?

Liebe gibt es auch außerhalb von Partnerschaften

In unserer Gesellschaft wird uns immer wieder der patriarchale Spiegel vorgehalten. Das ewige Mantra, dass wir erst dann genug sind, wenn wir verpartnert und am besten noch verheiratet und mit Kindern die Welt beglücken, macht es unserer Single-Generation wirklich nicht einfach. Dabei identifiziere ich mich nicht mal als Single. Ich habe viel Liebe in meinem Leben, Menschen, denen ich etwas bedeute und die sich melden, wenn ich mal wieder eine besonders nachdenkliche Instagram-Story poste. 

Wenn es um die Kunst des Alleinseins geht, habe ich in den letzten Jahren eine Menge gelernt. Ich bin viel unterwegs, erlebe neue Orte, treffe faszinierende Menschen, aber finde mich auch oft allein in meinen Gedanken wieder. Ich möchte Bücher entdecken, die das Alleinsein nicht als Mangel, sondern als eine Bereicherung sehen.

Bücher über das Alleinsein

Hier findest Du Lieblingsbücher, die mir geholfen haben, das Alleinsein zu feiern und meine Unabhängigkeit noch mehr zu schätzen.

Die Buchcover und Links in diesem Artikel enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Beim Kauf über diese Links unterstützt du uns, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Danke!

„Die Singuläre Frau“ von Katja Kullmann

Ein Buch, das mich richtiggehend aufgerüttelt hat, ist Die Singuläre Frau von Katja Kullmann. Kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag stellt die Autorin fest, dass sie zu den Langzeit-Singles gehört. Das Buch ist eine radikale Neubewertung der alleinstehenden Frau und bietet eine Mischung aus persönlicher Selbsterkundung und Spurensuche. Es ist feministisch, laut, demanding und erlösend. Ich möchte es wirklich allen ans Herz legen. ZUM BUCH

„Die Freiheit, allein zu sein. Eine Ermutigung“ von Sarah Diehl

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Was passiert, wenn wir das Alleinsein nicht länger fürchten, sondern ernst nehmen? Sarah Diehl gibt eine eindrucksvolle Antwort: Ihr Buch Die Freiheit, allein zu sein ist eine Ermutigung, sich Räume für Selbstreflexion und Autonomie zurückzuerobern. Mir gefällt besonders, dass sie den Fokus auf Frauen legt und dabei andere weibliche Stimmen hörbar macht.

Hannah Arent zufolge braucht der Pluralismus die Fähigkeit zur Einsamkeit. Denn „nur wer es verstehe, mit sich selbst zu leben, sei auch geeignet für das Leben mit anderen“.

Bei Diehls interessanter Schrift wird das Alleinsein zur politischen und kreativen Ressource: eine Einladung, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und Freiheit aktiv zu gestalten. ZUM BUCH

„Allein“ und „Zuhause“ von Daniel Schreiber

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Daniel Schreiber geht in seinen Büchern „Allein“ und „Zuhause“ auf die Suche nach seiner Vergangenheit und wie sie seine Gegenwart prägt. Vieles resoniert mit mir und den eigenen Erfahrungen. Ein leicht melancholischer Ton durchzieht seine Werke, aber irgendwie sorgt das auch für Wärme und Geborgenheit. Ich lese sie sehr gerne und lerne auch immer wieder etwas dazu. Ich bin nicht sicher, ob Daniel Schreiber das Alleinsein wie ich feiert, aber definitiv hilft er mir dabei, besser zu verstehen, was und warum ich genau dieses Leben lebe. Seine persönlichen Erlebnisse und philosophischen Einblicke machen diese Bücher zu wertvollen Begleitern. ZUM BUCH

Die Werke von Brianna Wiest

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Die Bücher von Brianna Wiest sind für mich wie eine Art Selbsttherapie. Ich höre die Audiobooks immer mal wieder. Besonders „This Is How You Heal,“ „The Mountain Is You,“ und „The Pivot Year“ helfen mir, vieles im Leben besser zu akzeptieren und das Alleinsein als eine Zeit der persönlichen Entwicklung zu sehen. Das Alleinsein ist besonders dann einfach, wenn ich mich in meiner eigenen Gedankenwelt wohlfühle. Und Brianna Wiest ist eine wunderbare Gärtnerin im Garten unserer Gefühle und Gedanken. ZUM BUCH

“Worthy” von Jada Pinkett Smith

Buchcover

Inmitten meiner Suche nach Büchern, die meine Unabhängigkeit inspirieren, stieß ich auf „Worthy“ von Jada Pinkett Smith. Dieses Buch, das aktuell nur auf Englisch erhältlich ist (die deutsche Verlagskultur hat in Sachen Diversität noch Entfaltungspotenzial), hat mich tief beeindruckt und mir eine ganz besondere Perspektive eröffnet, die weit über die stereotypen Erzählungen von Spiritualität und Selbstverwirklichung hinausgeht. Das Memoir führt uns durch Jadas unkonventionelle Herkunft in Baltimore bis zu ihrer ungewöhnlichen Ehe mit einem der bekanntesten Männer der Welt. Ich spüre beim Lesen, wie schwer es der Autorin oft fiel, mit sich selbst allein zu sein. Was dieses Buch darum auszeichnet, ist der radikale Ansatz, sich von den Etiketten und Geschichten anderer zu befreien und die eigene Erzählung mit bedingungsloser Selbstliebe zurückzugewinnen. „Worthy“ ermutigt dazu, unsere tiefsten Abgründe zu erkunden und Licht auf Aspekte des Lebens zu werfen, die wir lieber im Dunkeln gelassen hätten. In einer Welt, die oft von äußeren Meinungen und Erwartungen geprägt ist, bietet dieses Buch eine kraftvolle Botschaft über Selbstakzeptanz und Authentizität. Lange hat mich keine Biografie so sehr gefesselt. ZUM BUCH

Mich im Alleinsein voll und ganz entfalten: Bücher helfen.

In all diesen Büchern fand ich nicht nur Inspiration, sondern auch eine kraftvolle Bestätigung dafür, dass das Alleinsein eine Zeit der Entfaltung und persönlichen Entwicklung sein kann. Diese Werke haben mir geholfen, das Alleinsein nicht als Mangel zu betrachten, sondern als eine wertvolle Facette des Lebens zu schätzen. In der Vielfalt ihrer Perspektiven und Erfahrungen fand ich Komfort, Ermutigung und die Gewissheit, dass das Alleinsein eine einzigartige Reise darstellen kann.

mich allein entfalten

Seit meiner Kindheit schätze ich Momente der Einkehr. Ein gutes Buch (Überraschung, right?!), eine schöne Playlist, allein im Kino, Konzert oder Café … in solchen Augenblicken fühle ich mich genauso wohl wie in Gesellschaft. Doch der entscheidende Punkt ist, dass wir Menschen in unserem Leben brauchen. Nähe, Fürsorge, Austausch: all das sind grundlegende Bedürfnisse. Was wir jedoch nicht brauchen, ist der Glaube, dass unsere Wertigkeit durch romantische Partnerschaften definiert wird. Das ist schlichtweg nicht wahr und ich möchte mein Leben nicht in Erwartung leben, dass ‚der oder die Richtige‘ irgendwann kommt. Manchmal nämlich, kommt die Richtige sogar und dann ist trotzdem nicht alles rosarot.

Alleinsein und Einsamkeit

Mein eigenes Verständnis des Alleinseins hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Als digitale Nomadin habe ich nochmal mehr gelernt, die Stille zu schätzen und Raum für meine eigenen Gedanken zu finden. Es gibt weiterhin Momente, in denen ich mich nach einer tieferen Verbindung sehne, aber das Leben lehrt mich immer wieder, dass Alleinsein nicht zwangsläufig Einsamkeit bedeutet. Und wenn die Einsamkeit doch einmal anklopft, habe ich gelernt, sie zu ertragen, vielleicht sogar zu umarmen und zu erkennen, dass es viele alternative Wege und Strategien gibt, mit ihr umzugehen.

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Bin ich queer? 60+ queere Bücher über Identität & Selbstfindung

Bin ich queer? Über 60 queere Bücher zu Identität, Coming-Out & Liebe: Klassiker, Romane, Theorie & mehr, die dir Sprache und Zugehörigkeit schenken.

Was andere über mich denken

Befürchtest du manchmal, dass deine Entscheidungen nicht gut genug sind, deine Ideen nicht überzeugen? Lass uns einmal beleuchten, wie viel Anerkennung und Respekt von anderen du wirklich brauchst.

Wirst du einen Neuanfang wagen?

Kennst du diese Tage der Eintönigkeit, an denen wir gar nicht richtig sagen könnten, ob sich dieses Leben aktuell so wirklich lohnt? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf schwelende Konflikte, andauernde Selbstzweifel und immer wieder dieses Gefühl, nicht genug zu sein und nicht genug zu leisten.

Wenn nichts mehr geht

Der ewige Druck zu funktionieren und die unsichtbare Gewalt, die dich daran hindert. Wer soll das verstehen, wenn er es nicht selbst erlebt hat?

Bücher über Klassismus: Literatur gegen Ausgrenzung und Ungerechtigkeit

Klassismus wird immer noch viel zu wenig thematisiert. Dabei begegnet er uns überall: in Schule, Studium, Arbeit, Freundeskreis und Familie. Er macht krank und sorgt für Angst, Unsicherheit, Scham. Vor allem beeinflusst er, wie wir uns selbst sehen...

Die größten Versager sind die erfolgreichsten!

Eigentlich haben Niederlagen und Fehlentscheidungen in unserer leistungs- und wachstumsorientierten Welt ja wenig Raum. Denkt man zumindest. Die Wahrheit ist, das Gegenteil ist der Fall.

Ständig auf der Durchreise. Aber wohin?

Motiviert und positiv das Leben anzunehmen ist zwar ein wichtiges Gut, aber von vielen Seiten werden uns Erkenntnisse geliefert, die oft einem verklärten Bild des Lebens entspringen. Jedoch nicht dem realen Alltag mit all seinen Fallstricken und Hindernissen.

Toys und Bücher, die deine sexuelle Intelligenz stärken

Erotische Inspiration? Ich stelle dir besondere Bücher und Toys vor, die deine sexuelle Intelligenz stärken.

Kämpfe wie eine Frau!

Was, wenn ich morgen ein ganz anderer Mensch sein kann – einfach weil ich mich dafür entscheide?!!

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Frauen und Finanzen: Geld verstehen, investieren & wachsen mit Büchern

Frauen und Finanzen: Geld verstehen, investieren & wachsen mit Büchern

Frauen und Finanzen: Geld verstehen, investieren & wachsen mit Büchern

Dieser Artikel ist längst überfällig. In der Berliner Startup-Szene bin ich dem Thema Geld und Money-Mindset immer wieder begegnet – in Workshops, Online-Communities und Masterminds. Dabei wurde mir schnell klar, wie wichtig gute Finanzbücher für Frauen sind: Sie helfen, kritisch zu hinterfragen, bewusste Entscheidungen zu treffen und finanzielle Sicherheit aufzubauen.

Direkt zur Buchliste? Hier entlang!

Selbstbewusste Frauen, die ihre Finanzen rocken

Buchempfehlungen: Frauen schreiben für Frauen über Finanzen

Finanzliteratur kann einen bedeutenden Einfluss auf die persönliche Entwicklung im Umgang mit Geld haben. Daher möchte ich nicht nur Empfehlungen aussprechen, sondern vielmehr Anregungen bieten. Lies bitte auch Finanzbücher kritisch und prüfe, ob sie zu deinem eigenen Wertesystem passen. Mein Ziel ist es nicht, möglichst viele Reiche hervorzubringen, sondern Frauen darin zu bestärken, finanziell mündig zu handeln. Ganz unten im Artikel erzähle ich außerdem von meinem eigenen Weg: meinem Money-Mindset, den Stolpersteinen und Erkenntnissen, die mich geprägt haben.

Herausforderungen für Frauen in Finanzfragen

Frauen stehen oft vor besonderen Hürden: Lohnunterschiede, Rentenlücken und mangelnde Finanzbildung. Mein eigener Prozess hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, diese systemischen Hindernisse zu erkennen und Wege zu finden, sie zu überwinden. Die folgenden Bücher von Frauen für Frauen können dir dabei helfen, genau das zu tun: sie unterstützen dich auf deinem Weg zu finanzieller Autonomie.

Bücher über Finanzen für Frauen

Die Buchcover und Links in diesem Artikel enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Beim Kauf über diese Links unterstützt du uns, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Danke!

„Frauen können Finanzen“ von Dani Parthum:

Buchcover

In Frauen können Finanzen legt Dani Parthum einen klar strukturierten Leitfaden für den Umgang mit Geld vor, der speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist. Sie behandelt grundlegende Themen wie Haushaltsplanung, Altersvorsorge, Vermögensaufbau und faire Finanzgestaltung in Partnerschaften. Dabei verzichtet sie bewusst auf komplizierte Fachsprache und setzt auf konkrete Tipps, Checklisten und Faustregeln. ZUM BUCH

„Wir müssen über Geld sprechen“ von Otegha Uwagba:

Buchcover

Lasst uns über Klasse sprechen. Ja, wirklich, auch wenn das Thema oft gemieden wird, weil es unbequem ist. Doch Geld, Klasse und Herkunft sind untrennbar miteinander verwoben und prägen unser Leben auf subtile wie auf brutale Weise. Uwagba widmet ihr Buch all jenen, die die Last dieser Zusammenhänge tagtäglich spüren:

„Für alle, die sich übersehen und unterbezahlt fühlen. Die abends mit Geldsorgen einschlafen und morgens mit ängstlichen Gedanken aufwachen. Die unsicher und mutlos in ihre finanzielle Zukunft blicken. Die davon überzeugt sind, dass es niemals besser werden wird. Für euch ist dieses Buch.“

ZUM BUCH

„Geld interessiert mich einfach nicht“ von Astrid Zehbe und Daniela Meyer:

Buchcover

Geld interessiert mich einfach nicht von Astrid Zehbe und Daniela Meyer räumt mit typischen Glaubenssätzen wie „Über Geld spricht man nicht“ oder „Finanzen sind Männersache“ auf. In zehn klar strukturierten Kapiteln zeigen die Autorinnen, wie solche Denkmuster Frauen daran hindern, finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Durch die Verbindung von gesellschaftlicher Analyse und praktischen Impulsen entsteht ein Buch, das weniger Rezepte liefert, als vielmehr die Haltung zum Thema Geld grundlegend verändert und damit den entscheidenden Schritt zu mehr finanzieller Souveränität eröffnet. ZUM BUCH

„Geld. Über Macht, Vermögen und Ungerechtigkeit“ von Marlene Engelhorn:

Buchcover

Marlene Engelhorn fordert in ihrem Buch Geld – Über Macht, Vermögen und Ungerechtigkeit eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Geld. Sie analysiert, wie Reichtum Macht verleiht und Armut nur existiert, wenn einige sehr reich sind. Engelhorn plädiert für eine gerechte Umverteilung und fordert eine demokratische Diskussion über den Umgang mit Wohlstand. Mit ihrem Buch möchte sie dazu anregen, über die gesellschaftlichen Strukturen nachzudenken, die Reichtum ermöglichen, und eine Vision für eine gerechtere Verteilung von Ressourcen zu entwickeln. Aus meiner Sicht müssen wir Klassismus und Gesellschaft immer mitdenken, wenn wir uns mit den eigenen Finanzen beschäftigen. Dieses Buch hilft. ZUM BUCH

„Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ von Natascha Wegelin:

Buchcover Madame Moneypenny

Natascha Wegelin spricht in ihrem Buch direkt zu den Herausforderungen, denen viele Frauen gegenüberstehen, wenn es um ihre finanzielle Zukunft geht. Die Statistik, dass 75 Prozent aller Frauen in Deutschland später eine Rente unter 400 Euro erhalten werden, ist alarmierend. Wegelin ermutigt dazu, sich von traditionellen Vorstellungen zu lösen und selbst aktiv zu werden. Ich selbst habe von ihren Ratschlägen profitiert, insbesondere davon, wie sie Hemmungen und Scheu vor Anlagen und Aktien abbaut. ZUM BUCH

„Selbst investiert die Frau“ von Christiane von Hardenberg:

Buchcover

Christiane von Hardenberg teilt in ihrem Buch nicht nur finanzielle Ratschläge, sondern auch ihre eigenen Erfahrungen, einschließlich der Offenbarung, dass sie selbst einmal Steuern hinterzogen und sich dann selbst angezeigt hat. Diese Ehrlichkeit und Offenheit sind erfrischend und helfen, den oft belasteten Umgang mit Finanzthemen zu enttabuisieren. Von Hardenberg ermutigt dazu, Finanzen mit Freude und Selbstbewusstsein anzugehen, auch wenn Fehler dazu gehören. ZUM BUCH

„We Should All Be Millionaires“ von Rachel Rodgers:

Buchcover Rachel Rodgers, eine selbstgemachte Millionärin, bringt in ihrem Buch eine revolutionäre Perspektive ein. Sie zeigt, warum das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit kein egoistischer oder gieriger Akt ist, sondern im Gegenteil ein Beitrag zur Schaffung von Gleichberechtigung in der Welt. Rodgers‘ persönliche Geschichte und ihre Coaching-Erfahrungen machen das Buch nicht nur informativ, sondern auch inspirierend. Es hat mir geholfen, meine eigenen finanziellen Ziele höher zu setzen und einen realistischen, schrittweisen Weg dorthin zu erkennen. ZUM BUCH

„Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“ von Emilia Roig:

Buchcover

Vielleicht fragst du dich, warum ich in einem Artikel über Finanzen gerade dieses Buch mit aufnehme. Kapitalismus und Patriarchat sind eng miteinander verflochten. Um zu verstehen, warum finanzielle Ungleichheiten bestehen und bestimmte Gruppen systematisch benachteiligt werden, lohnt ein Blick über die rein ökonomische Ebene hinaus. Emilia Roig zeigt in Why We Matter die Vielschichtigkeit von Diskriminierungen und deren Folgen für alle Lebensbereiche, auch für den Zugang zu Geld und Vermögen. Ihre Analyse macht deutlich, dass finanzielle Selbstbestimmung ohne gesellschaftliche Gerechtigkeit nur bedingt möglich ist. ZUM BUCH

Wir brauchen mehr weibliche Role Models. Menschen, die darüber sprechen, welche Erkenntnisse sie gewonnen haben, welche Fehler sie gemacht haben, was sie so wieder tun würden und was nicht.

Frau investiert an der Börse

Weitere Bücher über Finanzen für Frauen von Frauen:

Finanzliteratur bietet eine breite Palette von Perspektiven und Ansätzen, um die eigene Beziehung zu Geld zu stärken. Hier sind einige weitere Bücher, manche davon auf Englisch, die euch auf eurer finanziellen Reise begleiten könnten:

Buchcover Feministische FInanzen Leo Lührs
Aktien Life Balance
girls that invest
Get Good with Money von Tiffany Aliche
Cashing Out
Ausgesorgt von Sosalla Buchcover
Finanzen sind weiblich
girls just wanna have funds
Moneymakers von Aya Jaff
Aktien und ETFs für Frauen
financial feminist
Janine Firpo Nachhaltiges Investieren für Frauen

Nachhaltiges Investment

Die Entscheidung, wie wir mit unserem Geld umgehen, ist nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich relevant. Der Gedanke, Kapitalismus und ständiges Wirtschaftswachstum kritisch zu betrachten, ist heute mehr denn je von Bedeutung. Informiertes und bewusstes Handeln kann einen positiven Einfluss haben und zur Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. Daher ist es meiner Ansicht nach wichtig, sich nicht nur zu blockieren oder gar zu verweigern, sondern aktiv und informiert zu agieren, um eine positive Veränderung in der Welt zu bewirken.

Frauen und Finanzen: Wege aus der Scham

Auf eurer Reise zu finanzieller Freiheit wünsche ich euch Mut und Freude. Letztlich ist es nicht immer eine Reise zu mehr Geld, sondern vor allem zu mehr Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.

Mein eigener Weg zur finanziellen Bildung ist von Höhen und Tiefen geprägt. Die Auseinandersetzung mit der Altersvorsorge, anfangs herausgeschoben, wurde zu einem aktiven Lernprozess. Wir sollten uns nicht nur auf Bücher verlassen, sondern auch miteinander sprechen, um die Scham um das Thema Geld zu überwinden. Offen über Geld zu sprechen, erleichtert diesen Prozess.

Kartenset

Das Kartenset „Eine Frage des Geldes“ habe ich mir vom Verlag beherzt auf meinen Wunsch zuschicken lassen. Es bietet eine innovative Möglichkeit, über verborgene Wünsche, grundlegende Werte und Privilegien zu reflektieren und glaubt mir: das erzeugt kräftig innere Reibung. Entwickelt in Zusammenarbeit mit einem nachhaltigen Banking-Anbieter, bricht es das Tabu des offenen Gesprächs über Geld in verschiedenen Lebensbereichen: in Partnerschaften und Familien, WG’s und mit Freund*innen. Die vielfältigen Fragen ermutigen nicht nur dazu, die eigene Geldgeschichte zu erzählen, sondern laden auch zum gemeinsamen Träumen ein.

Mein persönliches Money Mindset

Erst mit Anfang 30 wurde mir klar, wie belastend meine Glaubenssätze rund ums Geld waren – geprägt von Scham, Angst und dem naiven Vertrauen auf eine „selbstregelnde Zukunft“. Aufgewachsen im Osten in einem Hartz-IV-Haushalt, bekam ich zwar viel Bildung, aber wenig finanzielle Stabilität mit. Das hat mein Verhältnis zu Geld lange negativ beeinflusst.

Bücher über Klassismus beispielsweise helfen dabei, gesellschaftliche Strukturen zu erkennen. Denn Armut und Reichtum sind selten das Ergebnis individueller Schicksale, sondern meist Ausdruck struktureller Ungleichheiten.

Mein Weg zu einem gesünderen Money Mindset war (und ist) ein Spagat zwischen Existenzängsten und dem Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit. Nach und nach wird mir bewusst, wie stark Erziehung, gesellschaftliche Normen und persönliche Erfahrungen meine Haltung geprägt haben. Deshalb arbeite ich aktiv an einer Veränderung. Schritt für Schritt.

Die Bedeutung von Finanzbildung

Finanzbildung wurde für mich zu einem Schlüssel. Der Einstieg war nicht leicht, aber enorm befreiend. Bücher wie „Die Gaben der Unvollkommenheit“ von Brené Brown halfen mir, Schamgefühle zu verstehen und offener über Geld zu sprechen. Heute fällt es mir leichter, meine Finanzen selbstbewusst in die Hand zu nehmen, auch dank der Unterstützung durch mein Umfeld und durch das Nachholen von Wissen, das mir Schule und Gesellschaft lange nicht vermittelt haben.

Dein erster Schritt: Greif zu einem Buch

Vielleicht bist du gerade an einem ähnlichen Punkt. Dann lautet mein Tipp: Fang einfach an. Greif zu einem Buch, mach dir Notizen und verschaffe dir einen Überblick. Geld ist ein emotionales Thema und Blockaden sind normal. Wichtig ist, dass du Verantwortung für deinen eigenen Lernprozess übernimmst. Mit Geduld und Offenheit wirst du nicht nur finanziell, sondern auch persönlich wachsen.

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Jetzt konzentrier dich doch endlich mal!

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, den dritten Schritt vor den ersten machen und leicht mal die Spur verlieren. Kennst du das?

Das willst du wirklich

Warum gehst du eigentlich oft so pessimistisch an die Dinge heran? Warum fällt es uns so schwer positiv zu bleiben und …

Gib dich nicht für ihn auf!

Die Liebe vermag Berge zu versetzen. Sie kann uns einen Sinn im Leben geben, Kraft schenken und Richtung weisen. Manchmal jedoch, macht sie uns auch kaputt … Nicht alles, was wie Liebe aussieht und sich wie Liebe anfühlt, ist auch gut für uns.

Multiple Sklerose und trotzdem!

Wie wertvoll Gesundheit ist, merken wir manchmal erst wenn sie fehlt. Aber auch mit Krankheit, können wir ein glückliches Leben führen. Multiple Sklerose ist nicht das Ende.

Anatomie der Frau: Deshalb wissen wir so schlecht Bescheid.

Mal ganz nüchtern betrachtet: Wir wissen oft besser über die Geschlechtsorgane des Mannes Bescheid, als über die der Frau. Menstruation wird weiterhin tabuisiert und patriarchaliche Machtverhältnisse bestimmen unser Leben. Wir können das ändern. Zunächst müssen wir aber verstehen, was da vor sich geht.

Lesbisch, einsam und lebenshungrig

Versagensängste in der Familie kennen wir. Wir kennen auch die Frustration, die mit nicht erfüllter Sexualität einhergeht und die Scham und Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit. Oft genug kommt leider alles zusammen.

Falsche Männlichkeit: das große Missverständnis

Männer müssen so und so sein. Neben Vorurteilen und Unterstellungen prägen eine Menge Erwartungen unsere Gender-Vorstellungen und skizzieren klare Rollenbilder, die im Grunde nur falsch sein können.

Bücher von Liv Strömquist: I have a Bookcrush!

Bücher von Liv Strömquist entdecken: kluge, humorvolle und radikale Graphic Novels über Liebe, Feminismus und Gesellschaft. Meine Empfehlungen im Bookcrush.

Wert oder Wunde? Bücher über komplexe PTBS und die Frage nach dem Selbst

Bücher über kPTBS: Orientierung, Verständnis und Unterstützung im Umgang mit Trauma

Bücher über Polyamorie, die dein Lieben verändern werden

Wie lieben wir im 21. Jahrhundert? In diesem Artikel stelle ich dir verschiedene Bücher vor, die deine Perspektive auf die Liebe und deine Beziehungen verändern werden.

Was andere über mich denken

Was andere über mich denken

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Wenn du nicht viel Zeit hast, um den ganzen Artikel zu lesen: Es geht um dieses wunderbare Buch!

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Cover "Die indische Kugel"

Titel: Die indische Kugel

Autorin: Matthias Hübener
Verlag: Äquatorkind Verlag

In welchem Maße suchst du nach Bestätigung und Zustimmung bei anderen? Befürchtest du manchmal, dass deine Entscheidungen nicht gut genug sind, deine Ideen nicht überzeugen? Lass uns einmal beleuchten, wie viel Anerkennung und Respekt von anderen du wirklich brauchst.

Was denken eigentlich die anderen über mich?

Wir sind soziale Wesen und die Unterstützung unserer Mitmenschen kann und darf eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen. Es ist ok, sich Support einzufordern und es ist ok, sich unsicher zu fühlen. Wie viel das am Ende ist, entscheidet nicht irgendeine Theorie oder eine Person in deinem Umfeld. Wie stark die Abhängigkeit von deinen Mitmenschen sein sollte, ist von vielen Faktoren beeinflusst und allen voran deinem Wohlbefinden.

Andere Menschen, ihre Meinung und ich

Autor Matthias Hübener hat ein mitreißendes Buch über die Gefahren des gewaltvollen Denkens geschrieben: “Die indische Kugel”. Die Geschwister Lynn und Paul könnten nicht unterschiedlicher sein und sind sich doch nach dem Tod ihrer Eltern so nah. Die Wege, die sie einschlagen, sind geprägt von Herausforderungen und unheilvollen Entscheidungen.

Paul war perplex. Und etwas aufgeregt. Hicks wollte ihn dabei haben? Bei einem Termin in den USA? Was Paul aber am meisten erregte, war ein anderer Teil der Nachricht – dass Chinnock ihm schrieb, sein Stern steige! Paul merkte, wie ihm das Blut ins Gesicht schoss. (S. 258)

Während Lynn das Vermächtnis ihres Onkels zu entschlüsseln und schützen versucht, lässt sich ihr Bruder auf Machenschaften ein, deren Auswirkungen schlimme Konsequenzen nach sich ziehen können. Sein Antrieb? Anerkennung.

Interessant dabei ist, dass es eben nicht die Anerkennung seiner engsten Bezugspersonen ist. Nicht Lynn versucht Paul zu beeindrucken, nicht die Liebe seines Onkels Graham zu sichern. Für Paul zählt vor allem, was seine Chefs von ihm halten und wie er ihre Gunst für sich gewinnen kann. Denn mit dieser Gunst kommt Geld und Status.

Anerkennung und Status – wie wichtig sind sie wirklich?

“Ab jetzt schwimme ich obenauf. Ab jetzt regnet es Geld für mich. Jetzt gebe ich meine Glückssträhne nicht mehr aus der Hand.”, sind die Worte Pauls nachdem ihm gewahr wird, wen er wie manipulieren muss, um an sein Ziel zu gelangen. Dabei ist sein Ziel nicht, der Menschheit zu schaden. Sein Ziel ist, anerkannt und geliebt zu werden. 

Es ist wichtig, eine Balance zu finden, wie viel Anerkennung und Respekt wir von anderen benötigen. Wenn wir uns erlauben, auf unsere innere Stimme zu hören, ist diese Balance leichter zu erreichen. Der eigene Weg darf von der Zustimmung und Bestätigung anderer gepflastert sein, aber dürfen wir zulassen, dass die eigene Entscheidungsfindung davon überschattet wird?

Besonders beeindruckt war ich beim Lesen des Romans von den verschiedenen Erzählsträngen, die immer wieder neue Perspektiven und Gedankengänge erlaubten. Statt Schwarz-Weiß-Denken erhält die Leserin Einblick in Lebenswelten, Bedürfnisse und Hoffnungen von Menschen und eben dort liegt die Motivation für ihr Handeln.

Kommen wir zurück zu unserer Eingangsfrage. Was denken andere über mich? Warum möchte ich das wissen? Warum ist das so wichtig? Wenn ich befürchte, dass meine Ideen nicht gut genug sind, habe ich die Möglichkeit, sie mit anderen zu diskutieren. Ich kann den Austausch mit anderen Menschen suchen UND meine eigene Meinung ernst nehmen. Ich kann auf mich hören UND meinen Horizont durch das Gespräch mit anderen fähigen Menschen erweitern.

Bewertungen und ihre Bedeutung

Du fragst dich, was andere über dich denken? Sie könnten deine Fähigkeiten und Talente wertschätzen, deine Freundlichkeit und Ehrlichkeit zu schätzen wissen, deine Leidenschaft sehen oder deine Intelligenz bemerken. In letzter Instanz hängt es jedoch von der Person ab, die über dich nachdenkt. Und wie viel Bedeutung du dieser Meinung beimisst, hängt von dir und deinen Motiven ab.

“Graham war geschockt. Die abrupte Abweisung drang wie ein glühender Dolch in sein Herz. Es war ein weiteres Mal dieser Vater, der ihm Zuneigung, Freude und Hoffnung stahl. Der ihn quälte und auch noch rücksichtslos verstieß. Der ihm erst die Mutter und nun auch die Schwester nahm. Graham konnte es nicht fassen, befragte sich immer wieder nach einer eigenen Schuld. Rang mit sich und seinen Gedanken. Konnte es oft nicht ertragen, spürte in sich jedoch eine verborgene, heilende Kraft, die ihn stärkte und lehrte, niemals zu hassen.” (S.181)

Bewertungen durch andere Menschen

Du musst entscheiden, wie viel Bedeutung du der Meinung anderer über dich schenkst. Wenn du zu viel darauf gibst, kann es dein eigenes Urteilsvermögen und dein Selbstvertrauen beeinträchtigen. Wenn du jedoch zu wenig Bedeutung darauf gibst, können dir wichtige Hinweise entgehen, die du in Betracht ziehen kannst, um dich selbst zu verbessern. Egal, wie du dich entscheidest, stelle sicher, dass du deine eigenen Entscheidungen basierend auf deinen Werten und Überzeugungen triffst.

“Diese kleine Kugel geht ihm nicht aus dem Kopf. Wo ist sie abgeblieben, dieses geheimnisvolle Ding? Über das bisher einfach nichts herauszufinden war – außer der Beschreibung von Augenzeugen. Doch die meisten von ihnen sind mittlerweile verschwunden! Oder tot! Wo ist die Kugel?” (S.206)

“Die indische Kugel” ist ein unwahrscheinlich spannender Roman über das Leben, über Freund*innenschaft, über Verantwortung und auch über uns selbst und die Bedeutung unserer Bedürfnisse. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

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Statt Emotional Mooching: So lernen wir, in Beziehungen Verantwortung zu übernehmen

Emotional Labour ist oft unsichtbar und ungleich verteilt. Dieser Artikel zeigt, wie Emotional Mooching entsteht und wie wir aus diesen Dynamiken aussteigen.

Was ist Heimat für dich?

Heimat wird bei uns meist mit einem Raum verbunden, in den wir hineingeboren werden. Oder ein Ort, den wir schon lange bewohnen und der ein Wohlgefühl in uns auslöst. Manchmal widersprechen sich diese Herangehensweisen.

Gib dich nicht für ihn auf!

Die Liebe vermag Berge zu versetzen. Sie kann uns einen Sinn im Leben geben, Kraft schenken und Richtung weisen. Manchmal jedoch, macht sie uns auch kaputt … Nicht alles, was wie Liebe aussieht und sich wie Liebe anfühlt, ist auch gut für uns.

Abschied von der Angst vorm Abschied

Verbinden wir nicht Abschied mit Verlusten, Trauer, Wehmut und Resignation? Dürfen wir überhaupt etwas Positives an einem Abschied finden oder macht uns das zu oberflächlichen Menschen?

Verletzlich und doch stark sein

Du kannst verletzlich und trotzdem stark sein. Wusstest du das? Aber wenn du stark sein musst, dann sei es doch bitte für dich!

Ständig auf der Durchreise. Aber wohin?

Motiviert und positiv das Leben anzunehmen ist zwar ein wichtiges Gut, aber von vielen Seiten werden uns Erkenntnisse geliefert, die oft einem verklärten Bild des Lebens entspringen. Jedoch nicht dem realen Alltag mit all seinen Fallstricken und Hindernissen.

Flucht verstehen: Können wir das?

Um Krieg und Flucht zu verstehen, müssen wir zuhören. Dieses Buch gibt uns die Möglichkeit dazu.

Auf diese Aufgaben bereitet das Leben nicht vor

Alle Eltern werden irgendwann alt und manche im Alter sogar krank. Oft werden dann die Rollen getauscht und …

Feministisch denken und argumentieren: Bücher, die echten Support leisten

Feministisch argumentieren stellt dich vor eine Herausforderung? Diese Bücher supporten! Sie zeigen auf, was falsch läuft und sie empowern dort, wo bereits gute Ansätze bestehen.

Bücher über Hochsensibilität, die dir Türen öffnen

Bücher über Hochsensibilität: Ratgeber, Erfahrungsberichte & Literatur, die hochsensiblen Menschen Orientierung und Kraft schenken.

Feminismus für Männer: Bücher über Männlichkeit, Emotionen und Veränderung

Feminismus für Männer: Bücher über Männlichkeit, Emotionen und Veränderung

Feminismus für Männer: Bücher über Männlichkeit, Emotionen und Veränderung

Männer, euch widme ich meinen diesjährigen Frauentagsartikel, genauer gesagt: eurer Männlichkeit. Denn ehrlich gesagt, hadere ich damit, was das Patriarchat aus uns allen macht. Aus Frauen und eben auch aus Männern. Vielleicht geht’s euch ja ähnlich?

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Oder lieber hören? Hier geht’s zu den Hörbüchern.

 

Blume schenkt Hoffnung

Ich hadere nicht nur so, dass ich hier und da mal ein kleines bisschen mit den Schultern zucke und denke, hach, das hätte man(n) jetzt aber besser händeln können. Oder, naja, hier fühle ich mich nicht so ganz fair behandelt. Mein Hadern geht weiter. Es ist ein tiefes Mitgefühl, gemischt mit einer Portion Verzweiflung und der absoluten Sehnsucht nach Veränderung.

Toxische Männlichkeit vs. der Wunsch zu heilen

Bestimmt ist dir schon einmal der Begriff der “toxischen Männlichkeit” über den Weg gelaufen. Ich nutze ihn selbst gelegentlich und weiß doch, um seine verletzende Wirkung. Dabei möchte ich nicht verletzen, sondern sensibilisieren.

Ich will hier nicht über Mansplaining oder den Gender-Pay-Gap dozieren. Nicht über Mental Load, Femizide oder häusliche Gewalt. Auch wenn all das wichtig ist: dahinter steht ein System. Ein System, das wir alle mittragen. Und das allen schadet.

Denn: Auch Männer leiden unter dem Patriarchat. Unter Rollenbildern, unter Erwartungen, unter dem ständigen Druck, funktionieren zu müssen. Viele zahlen einen hohen Preis. Mit Depressionen, Burnout oder dem Gefühl innerer Leere. Manche mit ihrem Leben. Patriarchat macht krank.

Boys don’t cry

Männern wird versagt, Verletzlichkeit zuzulassen. Wir lächeln das manchmal weg, wenn gesagt wird, dass Männer nur schlecht über ihre Emotionen reden können. Aber was bedeutet das eigentlich? Doch nicht weniger, als dass ihnen ein Zugang zu sich selbst fehlt. Dieser Zugang wird ihnen regelrecht verwehrt. Scham ist machtvoll und wer nicht den Erwartungen seiner Umwelt entspricht, schämt sich. Ein ganz wundervolles Buch über Scham und wie wir ihr bzw. uns selbst liebevoll begegnen können, stelle ich dir ganz am Ende vor.

Die folgende Bücherliste widme ich allen Männern, die herausfinden wollen, wer sie wirklich sind. Die weniger arbeiten und mehr leben wollen. Die beim Sex auch mal nicht dominant sein wollen. Die sich über Blumen freuen würden. Die lernen wollen, auf sich selbst zu hören und aufhören möchten, einem Leistungsbild hinterherzurennen, das sie nie selbst gewählt haben.

Feministische Bücher für Männer

Die Buchcover und Links in diesem Artikel enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Beim Kauf über diese Links unterstützt du uns, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Danke!

„Männer, Männlichkeit und Liebe: Der Wille zur Veränderung“ von bell hooks

Buchcover "Der Wille zur Veränderung. Männer, Männlichkeit und Liebe" von bell hooks.

hooks erforscht die Erfahrungen, die Männer im Patriarchat haben, und wie sie daran leiden. Sie erklärt eindringlich, wie die gesellschaftliche Konditionierung von Männern sie von ihren Emotionen fernhält. In ihrem Buch ruft sie zu einer Veränderung der Werte auf, einem Abschied von traditionellen männlichen Rollen und einer Einladung an uns alle, das Ethos der Liebe zu verfolgen. Es ist ein mutiger und wegweisender Text einer brillanten Autorin. ZUM BUCH

„Sei kein Mann: Warum Männlichkeit ein Albtraum für Jungs ist“ von JJ Bola

Buchcover "Sei kein Mann" von JJ Bola

JJ Bola bietet in seinem Engagement für Geschlechtergerechtigkeit eine Perspektive auf das, was Männlichkeit sein kann. Wir polarisieren oft. Bola hingegen versucht versöhnliche Töne anzuschlagen und aufzuzeigen, wie vielfältig Männlichkeit sein kann. Er untersucht Inspirationen aus nichtwestlichen Traditionen, Popkultur und der LGBTQ+-Gemeinschaft. Er betont, dass es echte Gleichberechtigung erst geben wird, wenn sich auch die Männer und der Begriff von Männlichkeit ändern. ZUM BUCH

Ein Feministischer Werkzeugkasten

„Tools For Men With Feminist Ambitions“ von Martin Barner

Buchcover "Tools for men with feminist ambitions"

Tools for Men with Feminist Ambitions von Martin Barner ist ein schlankes, aber sehr durchdachtes Handbüchlein für Menschen, die feministische Haltung nicht nur verstehen, sondern im Alltag konkret leben wollen. In elf klar strukturierten Tools, entwickelt in Zusammenarbeit mit anderen Autor*innen, vermittelt Barner konkrete Ansätze für Selbstreflexion, Verantwortungsübernahme und Beziehungsgestaltung. Meine Favoriten: radical listening, owning emotions, care work, exploring desires, compassionate accountability. Aber eigentlich lohnt sich jedes einzelne Kapitel. So kurz und prägnant, dass es sich auch mit nur soliden Englischkenntnissen gut erschließt. Ich selbst nehme es immer wieder zur Hand. ZUM BUCH

„Patriarchy Blues“ von Frederick Joseph

Buchcover "Patriarchy Blues" von Frederick Joseph

Frederick Joseph nimmt uns mit auf seine persönliche und ehrliche Reise durch das Thema Männlichkeit aus der Perspektive eines Schwarzen Mannes. Diese Sichtweise ist für uns alle mehr als relevant. Er zeigt eindrücklich, wie eng Diskriminierung und patriarchale Strukturen miteinander verwoben sind und warum wir Männlichkeit immer intersektional betrachten müssen. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf Therapie und Heilung: Joseph macht deutlich, wie wichtig es für Männer ist, Verletzlichkeit zuzulassen, innere Konflikte anzunehmen und durch Selbstreflexion echte Veränderung zu ermöglichen. Gerade dieser Aspekt emotionaler Arbeit macht Patriarchy Blues zu einem Buch, das vielfältige und gerechte Perspektiven fördert, auch wenn es bisher nur auf Englisch erhältlich ist. ZUM BUCH

„Männer und Zerbrechlichkeiten“ von Paul Ninus Naujoks

Buchcover "Männer und Zerbrechlichkeiten"

Lasst uns Bilder neuer Männlichkeiten zeichnen und festgefahrene Klischees sprengen. Paul bietet hier einen Einblick in die Reise eines trans Mannes, der seinen einzigartigen Platz in einer Welt der Männlichkeit findet. Es kann nicht um vollständige Antworten gehen, wenn wir fragen,  was Männlichkeit ist, wer sie definiert und welchen Platz ein trans Mann darin findet. Aber wir können uns dem annähern. Dieses Buch vermittelt, wie ein solcher Weg aussehen kann. ZUM BUCH

Was Männer vom Feminismus gewinnen können

„Warum Feminismus gut für Männer ist“ von Jens van Tricht

Buchcover

Jens van Tricht macht in seinem Buch ganz deutlich: Feminismus ist kein Angriff auf Männer, sondern eine Einladung zu mehr Menschlichkeit. Feministische Veränderung schwächt Männer nicht, sie befreit sie. Sie ermöglicht es Männern, alte, einschränkende Rollenbilder abzulegen und dadurch tiefere, ehrlichere Beziehungen zu sich selbst und anderen zu leben. Mehr Nähe, mehr Selbstreflexion, mehr Freiheit. Van Tricht betont, dass feministische Veränderung Männern neben vielen anderen Vorteilen auch erfüllendere Beziehungen schenkt. ZUM BUCH

„Man wird nicht als Mann geboren“ von Daisy Letourneur

Buchcover

Dieses Buch ist klug, scharf und gut recherchiert, aber es liest sich wie eine verbale Ohrfeige. Letourneur schreibt präzise und pointiert, oft sarkastisch, immer schonungslos. Sie seziert die Konstruktion von Männlichkeit so kühl wie kompromisslos. Mich hat die Härte beim Lesen manchmal überfordert und ich vermute, vielen Männern wird es ähnlich gehen. Empathie ist hier kein zentrales Werkzeug, sondern Konfrontation. Aber vielleicht ist das ja genau dein Ding? Du willst keine Ausflüchte, brauchst keinen literarischen Rückzugsraum? Dann ist das hier dein Buch. Eines, das fordert, nicht umarmt. ZUM BUCH

„Strong Men. Die zerstörerische Kraft fragiler Männlichkeit“ von Meikel Mathias

Meikel Mathias: Strong Men. Die zerstörerische Kraft fragiler Männlichkeit

Viele Bücher über Männlichkeit argumentieren sehr direkt. In „Strong Men“ geht Meikel Mathias einen anderen Weg und arbeitet mit feiner Ironie und historischen Bezügen. Statt seine Leser*innen mit eindeutigen Bewertungen durch das Thema zu führen, lässt er Szenen und Bilder für sich sprechen. Eine Leseprobe findest du direkt beim Avant-Verlag. Der Autor nimmt uns ernst. Er traut uns zu, zwischen den Zeilen zu lesen, Zusammenhänge selbst herzustellen und uns ein eigenes Urteil zu bilden. Die subtile Erzählweise, gepaart mit trockenem Humor und klugen visuellen Anspielungen, macht „Strong Men“ zu einer unterhaltsamen, anspruchsvollen Lektüre und vielleicht auch zu einem ungewöhnlichen Geschenk für Männer, die sich gern mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen. ZUM BUCH

Wie das Patriarchat auch Männern schadet

„Prägung: Nachdenken über Männlichkeit“ von Christian Dittloff

Cover

Christian Dittloff verbindet seine persönlichen Erfahrungen, Reflektionen über Vorbilder und Popkultur sowie philosophische Betrachtungen zu einer tiefen Selbsterkundung. Er beleuchtet seine Vergangenheit und untersucht die gewaltvollen Vorbilder, von denen er beeinflusst wurde. Vom Klassenbully, über den Rockstar bis hin zum genialen Künstler. Wir können uns verändern und wachsen. Dieses Buch ist eine Einladung zu erforschen, was uns zu den Menschen macht, die wir sind und wie wir uns entwickeln können. ZUM BUCH

„Männlichkeit (Ver)lernen: Anleitung zur Selbstverantwortung“ von Daniel Holtermann und Alexander Hahne

Buchcover

Holtermann und Hahne analysieren Männlichkeit nicht einfach, sie haben einen praktischen Begleiter geschaffen. Ziel ist eine bewusstere, vielfältigere und sensiblere Männlichkeit. Die Autor*innen laden Männer ein, sich selbst kritisch zu hinterfragen und aktiv zu verändern. Dafür vermitteln sie Reflexionsübungen, Lernmodelle und konkrete Impulse für den Alltag. Mir besonders wichtig: Das Buch thematisiert dabei auch so wichtige Themen wie emotionale Nahbarkeit, Sexualität, Gewalt (2026 ist dazu auch das Buch „Von gewaltvollen zu fürsorglichen männlichen Praktiken“ erschienen; siehe Abschnitt Fachbücher) und Verantwortung. Alles eingebettet in den Wunsch, Beziehungen auf Augenhöhe zu leben. ZUM BUCH

 

Fachbücher zu Männlichkeit und Patriarchat

Scambor und Holtermann: Von gewaltvollen zu fürsorglichen männlichen Praktiken Caring Masculinities
Scholz und Heilmann: Caring Masculinities
Praxishandbuch Soziale Arbeit und toxische Männlichkeit

Mann liest

Reflektieren, handeln, verändern

Und klar: Männer brauchen kein „eigenes Regal“ im Feminismus. Die meisten feministischen Bücher sind für alle Menschen lesenswert. Aber manche sprechen Männer eben ganz gezielt an, genau wie die hier. Es sind Bücher, die ich entweder selbst gelesen habe, oder die ich von Menschen, denen ich großes Vertrauen entgegenbringe, empfohlen bekam.

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Es gibt viele weitere Titel, die sich dem Thema Männlichkeit und Gleichberechtigung widmen, mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Der Feminist von Iván Repila etwa spielt literarisch und satirisch mit Rollenbildern. Andere Bücher, wie Das Buch, das jeder Mann lesen sollte vom Feminist Lab oder Wenn die letzte Frau den Raum verlässt von Herr & Speer, richten sich bewusst an Männer, die einen ersten Zugang suchen. Auch wenn sie aus meiner Sicht eher an der Oberfläche bleiben, können sie als Einstieg oder Gesprächsanstoß hilfreich sein. Wer gern im Feuilleton blättert, wird mit Tobias Haberls Der gekränkte Mann vielleicht etwas anfangen können. Für mich wirkt das Buch allerdings wie ein Spaziergang durch die eigene Kränkung. Wohlformuliert, aber wenig transformativ. Es beschreibt mehr, als dass es wirklich etwas bewegt.

Feministische Hörbücher für Männer

Libby (mein Favourit!), Onleihe, Bookbeat, Audible, Spotify, Youtube … woher auch immer du deine Hörbücher bekommst: vielleicht ist Zuhören gerade der richtige Anfang.

Und auch hier sind leider noch nicht alle Hörbücher auf Deutsch erhältlich. Die Buchcover und Links enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Beim Kauf über diese Links unterstützt du uns, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Danke!

Katharina Linnepe Wenn das Patriarchat in Therapie geht Hörbuch
Frederick Joseph Patriarchy Blues Hoerbuch
Aurel Mertz: alpha boys
Ole Liebl Brutal Fragile Typen Hörbuch
Liz Plank For the Love of Men Hoerbuch
Unlearn Patriarchy Hörbuch
JJBola Sei kein Mann Hoerbuch
Herr und Speer Wenn die letzte Frau den Raum verlaesst Hoerbuch
bell hooks the will to change Hörbuch
Feminist Lab Das Buch das jeder Mann lesen sollte Hörbuch

Verletzlichkeit, Scham und Mut

Und nun, wie versprochen: Eines der berührendsten Bücher, die ich je über Scham gelesen habe, ist Die Gaben der Unvollkommenheit von Brené Brown. Das deutsche Cover hat mich erst abgeschreckt und auf den ersten Blick wirkt der Titel nach seichter Ratgeberliteratur. Hätte nicht einer meiner besten Freunde gesagt: „Trude, lies es. Es wird dich verändern“, ich hätte es wohl nie angerührt. Zum Glück habe ich auf ihn gehört. Selten hat mich ein Buch so ehrlich und kraftvoll daran erinnert, wie viel Mut in echter Verletzlichkeit liegt.

Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Dekonstruieren!

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Was, wenn ich morgen ein ganz anderer Mensch sein kann – einfach weil ich mich dafür entscheide?!!

Kannst du bitte mal zuhören?

Im Grunde hat doch jeder Mensch etwas zu sagen. Jede und jeder hat eine eigene Geschichte. Manchmal sogar sehr viele. Ja vielleicht haben wir alle eine ganze Bibliothek an Geschichten in uns.

Wenn noch alles möglich ist

Manchmal fühlen wir uns in einer Situation “eingelockt” und wissen nicht mehr aus noch ein. Die Rahmenbedingungen geben uns das Gefühl der Enge und ein Ausweg ist vielleicht noch nicht sichtbar. Es gibt aber immer Hoffnung.

Einfach mehr erleben

Was brauchst du, um endlich den Schritt nach draußen zu wagen? Wetterfeste Kleidung? Motivierende Zitate oder jemanden, der dich an die Hand nimmt und sagt: “Los geht’s!”? Nun, ich kann dir alles auf einmal bieten.

Du darfst vor allem nicht resignieren!

Was würdest du tun, wenn ich dir genug Geld gäbe, um vielleicht zwei Jahre gut über die Runden zu kommen und dazu noch ein Ticket in eine Metropole deiner Wahl? Würdest du dein Leben nochmal ganz neu denken und gestalten?

Statt Emotional Mooching: So lernen wir, in Beziehungen Verantwortung zu übernehmen

Emotional Labour ist oft unsichtbar und ungleich verteilt. Dieser Artikel zeigt, wie Emotional Mooching entsteht und wie wir aus diesen Dynamiken aussteigen.

Das willst du wirklich

Warum gehst du eigentlich oft so pessimistisch an die Dinge heran? Warum fällt es uns so schwer positiv zu bleiben und …

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6 Bücher, die du dir selbst schenken möchtest

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Es gibt Zeiten, in denen ich so richtig viel lese. Dann wiederum Zeiten, in denen ich dafür den Kopf nicht so richtig frei habe. Aber: Es gibt eigentlich nie Phasen, in denen nicht mindestens zwei oder drei tolle Romane auf meiner Couch liegen und auf mich warten. Bücher finden mich, ich muss sie nicht suchen.

aufgeschlagenes Buch

Das hat zum einen damit zu tun, dass ich mich viel in Kreisen aufhalte, in denen gerne gelesen wird. Und zum anderen mit Bibliotherapie: Ich bin fest der Meinung, dass wir immer genau auf jene Bücher stoßen, die gerade richtig für uns sind. Ein paar meiner Neuentdeckungen dieses Jahr möchte ich dir hier vorstellen. Lass dich inspirieren. Und schenk dir mal wieder ein Buch. Du verdienst es!

„Die indische Kugel“

Cover Seit über zwei Jahren arbeite ich freiberuflich für den Äquatorkind-Verlag, in dem dieses Jahr “Die indische Kugel” von Matthias Hübener erschienen ist. Ist es in Ordnung, auf meinem Blog dafür Werbung zu machen? Na klar! Dieser Roman wird von Buchhändler*innen und Leser*innen völlig zu Recht gefeiert. Er nimmt dich mit auf eine Reise nach Indien, New York, London und Schottland. Ich mag die philosophischen Ansätze, die warmen und nachdenklichen Charaktere und die lebensfrohe und menschenfreundliche Philosophie, die immer wieder zwischen den Zeilen zum Vorschein kommt. Spannung pur und dabei voller Tiefe und Intelligenz.

„Schlesenburg“

Cover Nicht in Ordnung ist, dass ich dir diese wunderbare Neuveröffentlichung so lange vorenthalten habe. “Schlesenburg” ist Paul Bokowskis erster Roman, der die Grenzen des Humoristischen verlässt und eintaucht in eine sehr mitreißende und berührende Geschichte über das Leben. Ich mag diesen Satz vom Klappentext: “Vom Aufwachsen in einer polnischen Wohnsiedlung am Rande einer mitteldeutschen Stadt – und von der Frage, wo man hingehört, wenn man nicht weiß, wo man hergekommen ist: das große, zarte, wilde Romandebüt von Paul Bokowski.” Warum du dir dieses Buch selbst schenken solltest? Weil es dich umarmt, beschäftigt, dich nachdenken lässt. Viel Freude damit!

„Nick Cave – Mercy On Me“

Cover Ich bin ja großer Fan von Graphic Novels und hatte mir diesen Band vom Verlag gewünscht. Die Lieder von Nick Cave lösen die unterschiedlichsten Emotionen in mir aus. Kaum ein männlicher Musiker, mit dem ich mich so intensiv beschäftigt habe. Ich bin hin und wieder gespalten über das, was Cave zum Ausdruck bringt und das, was er vorlebt. Aber er fasziniert mich und dieses Werk war ein schönes Geschenk an mich selbst. Ich habe gerne darin geblättert und dabei dem einen oder anderen Song nochmal ganz anders gelauscht. Vielleicht auch etwas für dich?

„Sunny“

Cover Und noch eine Graphic Novel. Ich habe bislang nur den ersten Teil der “Sunny”-Reihe gelesen. Ganz sicher bleibt es nicht dabei. Dieses Manga nimmt dich mit ins Kinderheim Star Kids, wo du die Träume, Hoffnungen, Sehnsüchte einer Gruppe von Waisen und Pflegekindern kennenlernst. Autor Taiyo Matsumoto geht ganz besonders sensibel an die Thematik heran, schafft liebenswürdige und warme Charaktere, in denen wir an unsere eigene Kindheit erinnert werden. Ja, das macht auch mal melancholisch, aber ich fand es mehr als bereichernd. Die Illustrationen haben mich ganz besonders angesprochen.

„Wir doch nicht“

Cover Klar, dass du in meinen Artikeln eigentlich immer auch mindestens ein feministisches Werk findest. Der Katapult-Verlag schickte mir dieses Jahr “Wir doch nicht” von Nora Burgard-Arp, das in einem zukünftigen Hamburg spielt. Die Themen Schwangerschaftsabbruch, totalitäres Regime, Diskriminierung der Frau – du kannst dir sicher denken, dass dies kein Wohlfühlroman ist. Aber einer, der einmal mehr deutlich macht, wie wichtig es ist, Stellung zu beziehen und für unsere Rechte einzustehen. Wir müssen nicht so weit weg schauen, um uns darüber klar zu werden, dass diese Dystopie nicht so unwahrscheinlich ist, wie wir vielleicht hoffen.

„Wir verstehen nicht, was geschieht“

Cover Habe ich schon mal erwähnt, dass ich den Verbrecher-Verlag richtig toll finde? “Wir verstehen nicht, was geschieht” von Viktor Funk habe ich mir gewünscht, weil hier so viele Motive zusammentreffen, die mich bewegen. In der Schule habe ich über fünf Jahre Russisch gelernt und dieses Jahr (die Gründe dafür sind offensichtlich und traurig) habe ich wieder angefangen, mich mehr mit der russischen Politik und Geschichte auseinanderzusetzen. Es geht im Roman um Freundschaft, um Liebe, um Hindernisse. Ein Buch, das ich nicht jedem schenken würde. Aber eines, das ganz sicher nachklingt.

Buchgeschenk

Welche Bücher hast du dir dieses Jahr selbst geschenkt oder wünschst du dir noch? Wenn ich mir ein Buch besorge, gebe ich es anschließend gerne weiter. Zum einen, weil sich so spannende Gespräche ergeben, aber auch weil Bücher einfach gelesen werden wollen. Viel Freude beim selber Beschenken und vielleicht auch Weitergeben!

 

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